Diplomarbeit, 2006
62 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Personaleinsatz und Arbeitszeit
2.1 Unternehmensbeziehungen
2.1.1 Unternehmung und Umwelt
2.1.2 Der Produktionsfaktor Arbeit als Unternehmensbestandteil
2.2 Bereitstellung und Einsatz von Humankapital
2.2.1 Zustandekommen von Verträgen
2.2.2 Vertragsformen und Bestandteile
2.2.3 Arbeitszeitmodelle
2.2.3.1 Formen
2.2.3.2 Trends und Entwicklungen
3. Ladenschlussgesetz
3.1 Historische Betrachtungsweise
3.2 Änderungen und Auswirkungen
4. Personaleinsatz am Beispiel einer Berliner Filiale der XYZ GmbH
4.1 Das Unternehmen XYZ
4.2 Die Filiale 123 im Untersuchungszeitraum
4.2.1 Umsatzermittlung und Kundenfrequenz
4.2.2 Personalstruktur
4.2.3 Stärken und Schwächen
5. Ermittlung von Personaleinsatzkonzepten bei verlängerten Öffnungszeiten
5.1 Konsequenz veränderter Öffnungszeiten
5.2 Personalbedarf
5.3 Mögliche Änderungen des Personaleinsatzes
6. Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeit einer relativen Personalkostensenkung trotz verlängerter Ladenöffnungszeiten im Einzelhandel zu untersuchen und ein darauf abgestimmtes Personaleinsatzkonzept für eine Filiale der XYZ GmbH zu entwickeln.
2.1.1 Unternehmung und Umwelt
Die Unternehmung kennzeichnet sich durch das Sachziel, Güter (Sach- und Dienstleistungen) für den Bedarf Dritter zu erstellen und diese am Markt zum Kauf anzubieten. Diese funktionale Begriffsbestimmung lässt erkennen, dass die Unternehmung nicht isoliert existieren kann. Gütererstellung, Bedarfsdeckung Dritter und anbieten am Markt deuten darauf hin, dass sich die Unternehmung in Interaktion mit anderen Wirtschaftseinheiten befinden muss, der Umwelt. Schematisch betrachtet, bedeutet dies, dass die Unternehmung für die Erstellung von Gütern Geldmittel benötigt.
Diese Geldmittel können vom Geld- und Kapitalmarkt beschafft werden. Mit den Geldmitteln müssen Produktionsfaktoren, Betriebsmittel, Werkstoffe und Arbeit vom Beschaffungsmarkt gekauft werden. Die schließlich erstellten Güter müssen nun auf dem Absatzmarkt zum Kauf angeboten werden. Diese Güter- und Finanzbewegungen werden vom Staat überwacht, kontrolliert und gegebenenfalls sanktioniert. Die Unternehmung muss die vorgegebenen Rahmenbedingungen des Staates berücksichtigen und steht so auch mit diesem in einem Beziehungszusammenhang. Wie sich zeigt, kann die Unternehmung bei der Erfüllung ihres Sachziels nicht autonom handeln, sie ist mit anderen Wirtschaftseinheiten verbunden.
1. Einleitung: Darstellung der Trends im Einzelhandel und Vorstellung der zentralen Forschungsfrage bezüglich Personalkostensenkung bei verlängerten Öffnungszeiten.
2. Personaleinsatz und Arbeitszeit: Theoretische Aufarbeitung der Unternehmensbeziehungen, der Bedeutung des Produktionsfaktors Arbeit sowie eine Darstellung gängiger Arbeitszeitmodelle.
3. Ladenschlussgesetz: Untersuchung der historischen Entwicklung des Ladenschlusses in Deutschland sowie die Analyse der Auswirkungen gesetzlicher Änderungen auf den Einzelhandel.
4. Personaleinsatz am Beispiel einer Berliner Filiale der XYZ GmbH: Empirische Untersuchung des Ist-Zustandes hinsichtlich Personalstruktur und Arbeitsabläufen in einer konkreten Filiale.
5. Ermittlung von Personaleinsatzkonzepten bei verlängerten Öffnungszeiten: Entwicklung eines Soll-Modells zur Personalkapazitätsverteilung unter Berücksichtigung extensiver Öffnungszeiten.
6. Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse und Bewertung der praktischen Umsetzbarkeit des entwickelten Personaleinsatzansatzes.
Personaleinsatz, Arbeitszeitmodelle, Einzelhandel, Ladenschlussgesetz, Personalkostensenkung, Schichtarbeit, Personalmanagement, Humankapital, Arbeitsrecht, Filialmanagement, Umsatzanalyse, Kundenfrequenz, Flexibilisierung, Produktivität, XYZ GmbH
Die Arbeit untersucht, wie Einzelhandelsunternehmen trotz verlängerter Öffnungszeiten eine relative Senkung der Personalkosten erreichen können, ohne die Mitarbeiterinteressen zu vernachlässigen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Personaleinsatzplanung (PEP), der Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen und den rechtlichen Rahmenbedingungen durch das Ladenschlussgesetz.
Das Ziel ist es zu belegen, dass durch eine optimierte Personaleinsatzplanung bei gleichbleibendem Umsatz eine relative Senkung der Personalkosten möglich ist.
Die Arbeit nutzt eine modelltheoretische Analyse, die mit empirischen Daten einer Filiale der XYZ GmbH unterfüttert wird, um Soll-Konzepte zu entwickeln.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse des Faktors Arbeit und des Ladenschlusses sowie die praktische Anwendung dieser Erkenntnisse auf ein konkretes Filialbeispiel.
Die wichtigsten Begriffe sind Personaleinsatz, Arbeitszeitmodelle, Einzelhandel, Personalkosten und das Ladenschlussgesetz.
Das aktuelle Schichtmodell wird als zwar effektiv für die Betriebsbereitschaft, aber als zu unflexibel gegenüber individuellen Mitarbeiterbedürfnissen und kurzfristigen Anforderungen kritisiert.
Die Filiale dient als repräsentatives Praxisbeispiel, um die theoretischen Modelle zu validieren und Strategien zur Personalkosteneinsparung unter veränderten Rahmenbedingungen zu testen.
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