Diplomarbeit, 2006
99 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theorie der Nachfrage nach Versicherungsprodukten
2.1 Erwartungsnutzenmodell als Grundlage der Nachfrage
2.2 Entstehung der privaten Krankenversicherungsnachfrage
2.2.1 Nachfrage nach Versicherungen
2.2.2 Nachfrage nach privaten Krankenversicherungsprodukten
2.2.3 Nachfrage nach Sozialversicherung versus Nachfrage nach Individualversicherung
2.3 Makroökonomische Einflussfaktoren von Kaufentscheidungen in der Versicherungswirtschaft
3 Vorgehen im Rahmen der Untersuchung
3.1 Ausgewählte makroökonomische Determinanten
3.2 Indikatoren der Nachfrage nach privaten Krankenversicherungsprodukten
3.2.1 Bruttobeitragseinnahmen
3.2.2 Zahl der Versicherten
3.3 Private Krankenversicherungsprodukte als Nachfragesubjekte
3.4 Methoden der Bestimmung von Beziehungen
3.4.1 Regressionstechnik
3.4.2 Korrelationstechnik
3.4.3 Bedeutungen der Techniken im Rahmen der Untersuchung
4 Ergebnisse und Analyse
4.1 Empirische Ergebnisse
4.2 Analyse
4.3 Prognose des Nachfrageverhaltens
5 Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Zusammenhänge zwischen makroökonomischen Einflussfaktoren und der Nachfrage nach privaten Krankenversicherungsprodukten in Deutschland statistisch zu analysieren, um fundierte Prognosen für die zukünftige Nachfrageentwicklung ableiten zu können.
2.1 Erwartungsnutzenmodell als Grundlage der Nachfrage
Jedes Individuum muss täglich Entscheidungen treffen. Nicht selten handelt es sich dabei um Entscheidungsprobleme von existenzieller Bedeutung, welche die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig beeinflussen können. Wird der Entscheider mit einer solchen Schwierigkeit konfrontiert, so steht er vor einem „Wahlproblem“.
Situationen, in denen Entscheidungen getroffen werden müssen, sind durch eine bestimmte Grundstruktur gekennzeichnet. Diese kann beschrieben werden durch das Vorhandensein mehrerer Handlungsalternativen, sowie deren Konsequenzen und durch persönliche Ziele und Präferenzen des Entscheiders.
Ein Entscheidungsproblem entsteht erst dann, wenn mindestens zwei Handlungsalternativen vorliegen, d.h. wenn überhaupt eine Wahlmöglichkeit besteht. Ein Entscheider wird bspw. immer die möglichen Konsequenzen der Handlungsalternativen und deren Wahrscheinlichkeit einzutreten abwägen, bevor er letztlich eine Entscheidung trifft. Von großer Bedeutung im Entscheidungsprozess sind außerdem die persönlichen Ziele. Sind diese nicht klar definiert, ist das Treffen einer rationalen Entscheidung unmöglich, denn Handlungsalternativen werden danach beurteilt, wie nahe sie den individuellen Zielen kommen.
Entscheidungen können bei Sicherheit oder Unsicherheit getroffen werden. Sichere Erwartungen liegen dann vor, wenn jede Alternative genau eine Konsequenz mit sich bringt. Wenn Entscheidungen bei Risiko getroffen werden, bildet die Erwartungsnutzentheorie, begründet durch von Neumann und Morgenstern, die Grundlage rationalen Handelns. Danach wählt ein rationaler Entscheider immer diejenige Alternative aus, deren erwarteter Nutzen („Expected Utility“) am größten ist. Man geht daher von der Figur des „Homo Oeconomicus“ aus, der bei jeder Wahlentscheidung unter Berücksichtigung der ihm zur Verfügung stehenden Informationen diejenige Handlungsposition wählt, welche für ihn am nützlichsten ist. Diese Theorie unterstellt demnach allen Wirtschaftssubjekten ein absolut rationales Verhalten.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wettbewerbsdruck in der Versicherungsbranche und begründet die Notwendigkeit von Nachfrageprognosen für die strategische Unternehmensführung.
2 Theorie der Nachfrage nach Versicherungsprodukten: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen des rationalen Entscheidungsverhaltens sowie die speziellen Beweggründe für den Abschluss von Versicherungsverträgen erläutert.
3 Vorgehen im Rahmen der Untersuchung: Dieses Kapitel definiert die Auswahl der makroökonomischen Determinanten, die relevanten Nachfrageindikatoren und die angewandten statistischen Methoden zur Bestimmung von Zusammenhängen.
4 Ergebnisse und Analyse: Hier werden die empirischen Daten ausgewertet, die statistischen Korrelationen zwischen ökonomischen Parametern und der Nachfrage aufgezeigt und Prognosen für das Jahr 2009 abgeleitet.
5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die Abhängigkeit der Krankenversicherungsnachfrage von der gesamtwirtschaftlichen Situation zusammen und gibt einen Ausblick auf die Zukunft der Branche.
Krankenversicherung, private Krankenversicherung, Nachfrageprognose, makroökonomische Faktoren, Bruttoinlandsprodukt, verfügbares Einkommen, Erwartungsnutzenmodell, Korrelationsanalyse, Regressionsanalyse, substitutive Krankenversicherung, Krankentagegeld, Versicherungsnachfrage, Vorsorgebedarf, Konjunktur, Absatzplanung.
Die Diplomarbeit untersucht, wie sich makroökonomische Variablen wie das Wirtschaftswachstum oder das Einkommen auf die Nachfrage nach privaten Krankenversicherungsprodukten in Deutschland auswirken.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der Nachfrageentscheidung, die Analyse volkswirtschaftlicher Einflussfaktoren und die Anwendung statistischer Prognosemodelle auf Versicherungsdaten.
Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen ökonomischen Einflussfaktoren und der PKV-Nachfrage empirisch zu belegen, um daraus verlässliche Prognosen für die zukünftige Geschäftsentwicklung zu erstellen.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine quantitative statistische Analyse, insbesondere auf Regressions- und Korrelationsrechnungen unter Verwendung historischer Zeitreihen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die methodische Vorgehensweise bei der Datenselektion sowie die detaillierte empirische Auswertung und Analyse der Ergebnisse.
Zentrale Begriffe sind PKV-Nachfrage, Bruttoinlandsprodukt, verfügbares Einkommen, Korrelationsanalyse und Absatzplanung in der Versicherungswirtschaft.
Die Arbeit untersucht explizit, ob Kunden ihr Nachfrageverhalten an der Rechtsform (Aktiengesellschaft vs. Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit) ausrichten, kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass dies kaum der Fall ist.
In vielen Fällen stellte sich das verfügbare Einkommen als der realitätsnächste und geeignetste Indikator für die Prognose der Nachfrageentwicklung heraus.
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