Diplomarbeit, 2004
79 Seiten, Note: 2
1. Vorwort
2. Burn-Out- Eine Einführung
3. Burn-Out Konzepte
3.1 Individuumzentrierte Konzepte
3.1.1 Burn-Out-Konzept nach Burisch
3.1.2 Burn-Out-Konzept nach Meier
3.1.3 Burn-Out-Konzept nach Freudenberger
3.1.4 Burn-Out-Konzept nach Edelwich und Brodsky
3.1.5 Zusammenfassung
3.2 Situationszentrierte Konzepte
3.2.1 Burn-Out-Konzept nach Maslach u. Schaufeli
3.2.2 Burn-Out-Konzept nach Pines u. Aronson
3.2.3 Burn-Out-Konzept nach Cherniss
3.2.4 Burn-Out-Konzept nach der Berkeley Planning Associates
3.2.5 Zusammenfassung
4. Symptomatik
4.1 Burn-Out-Symtomatik nach Schaufeli
4.2 Burn-Out-Symptomatik nach Ewald
4.3 Burn-Out-Symptomatik nach Burisch
4.4 Burn-Out-Symptomatik nach Golembieski
4.5 Burn-Out-Symptome nach Cherniss
4.6 Zusammenfassung
5. Messinstrumente
5.1 Maslach Burn-Out Inventory
5.2 Maslach Burn-Out Inventory General Survey
5.3 Tedium Measure von Pines
5.4 Zusammenfassung
6. Untersuchung
6.1 Einleitung
6.2 Untersuchungsverlauf
6.3 Zielgruppe
6.3.1 Altersverteilung der Führungskräfte
6.3.2 Geschlecht der Führungskräfte
6.3.3 Berufserfahrung der Führungskräfte
6.3.4 Familiäre Situation der Führungskräfte
6.4 Ergebnisse
6.4.1 Feedback
6.4.2 Monotonie
6.4.3 Erwartungshaltungen
6.4.4 Psychische Ermüdung
6.4.5 Distanzierung
6.4.6 Frustration
6.4.7 Erschöpfung
6.5 Kritische Betrachtung
7. Fazit
Die Diplomarbeit hat das Ziel, Führungskräfte für das Phänomen Burn-Out zu sensibilisieren und den Status Quo der Betroffenheit mittels einer empirischen Erhebung bei 67 Führungskräften von Raiffeisenbanken in Oberösterreich zu untersuchen.
3.1.1 Burn-Out-Konzept nach Burisch
Nach Burisch drückt sich Burn-Out aus durch Depression, Erschöpfung und Hoffnungslosigkeit. Burisch stellt besonders den Aspekt der Motivation in den Mittelpunkt seiner Überlegungen.
Menschliches Verhalten wird zunächst dadurch angeregt, dass die latenten Motive des Akteurs durch eine wahrgenommene Situation angeregt und aktiviert werden. Das Resultat ist die Identifikation mit einem Ziel, das zur Mobilisierung der Energie und Ausführung von einer Handlung führt. Es ist aber auch möglich, dass der Weg von der Motivanregung zur Motivsättigung oder anders ausgedrückt dem Ziel gestört ist. Ein Hindernis kann die Zielerreichung beeinträchtigen und das Ziel nur mit unverhältnismäßigem hohem Aufwand erreichen lassen. Erfolglose Versuche diesem Stress beizukommen resultieren in weiterer Folge zu fataler Verminderung von Bewältigungsanforderungen und zu einem pessimistischen Weltbild. Das Individuum erlebt daraufhin Gefühle der Hilflosigkeit bis hin zu Erschöpfung. Psychische Störungen können allerdings auch nach der Zielerreichung auftreten, und zwar dann wenn die Erwartung bezüglich der nachfolgenden Entlohnung enttäuscht wird oder die Zielerreichung sogar zu negativen Effekten führt. Auch in diesem Fall reagiert das Individuum mit Pessimismus und verminderter Anstrengung.
Vorwort: Diese Einleitung gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit und die Relevanz der einzelnen Kapitel für das Ziel, das Phänomen Burn-Out zu ergründen.
Burn-Out- Eine Einführung: Dieses Kapitel behandelt die Entstehungsgeschichte des Begriffs sowie dessen zunehmende mediale und wissenschaftliche Verbreitung.
Burn-Out Konzepte: Hier werden verschiedene Erklärungsansätze für Burn-Out vorgestellt, unterteilt in individuumzentrierte und situationszentrierte Konzepte.
Symptomatik: Das Kapitel erläutert die vielfältigen somatischen, vegetativen und psychischen Symptome von Burn-Out und beschreibt den prozesshaften Verlauf der Krankheit.
Messinstrumente: Hier werden gängige psychologische Verfahren vorgestellt, mit denen das Ausmaß von Burn-Out operationalisiert und messbar gemacht werden kann.
Untersuchung: Dieses Kapitel dokumentiert die empirische Befragung von Führungskräften inklusive Zielgruppendefinition, Methodik und Auswertung der Faktoren.
Kritische Betrachtung: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung und diskutiert Einschränkungen sowie den Bedarf für künftige Vergleichsstudien.
Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Ergebnisse, wonach keine erhöhte Burn-Out-Gefährdung bei der befragten Gruppe vorliegt.
Burn-Out, Führungskräfte, Erschöpfung, Depersonalisierung, Stress, Arbeitsbelastung, Coping, Maslach Burn-Out Inventory, OLBI, psychische Ermüdung, Frustration, Motivationsverlust, Arbeitszufriedenheit, Leistungsdruck, Management
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Burn-Out-Syndrom, analysiert theoretische Konzepte und untersucht im empirischen Teil, wie stark Führungskräfte in Raiffeisenbanken davon betroffen sind.
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretische Einordnung von Burn-Out, Symptomanalyse, Messmethoden und die berufliche Belastungssituation von Führungspersonen.
Ziel ist es, das Phänomen Burn-Out bei Führungskräften zu untersuchen und zu eruieren, ob diese Berufsgruppe ein überdurchschnittliches Gefährdungspotenzial aufweist.
Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung durchgeführt, bei der 67 Führungskräfte mittels des Oldenburger Burn-Out-Inventars (OLBI) befragt und die Daten statistisch (Faktorenanalyse) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Burn-Out-Konzepten und Symptomatiken sowie eine praktische Untersuchung mittels Fragebögen in der Bankenbranche.
Burn-Out, Führungskräfte, Stress, Erschöpfung, Arbeitsbelastung und quantitative empirische Forschung sind die tragenden Begriffe.
Das OLBI wurde gewählt, da es Burn-Out auch außerhalb von helfenden Berufen misst und somit besser auf die spezifische Situation von Führungskräften in Banken anwendbar ist.
Die Studie ergab, dass bei der befragten Gruppe von Führungskräften keine eindeutige, erhöhte Burn-Out-Gefährdung festgestellt werden konnte.
Die Auswertung zeigte, dass das Alter beispielsweise bei den Faktoren "Feedback" und "Erwartungshaltungen" eine signifikante Rolle spielt, während das Geschlecht in vielen Bereichen weniger Einfluss hatte.
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