Masterarbeit, 2006
57 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Abgrenzung und Begriffsbestimmung der Termini Kultur, Kulturpolitik und Außenkulturpolitik
1.1. Kultur
1.2. Kulturpolitik
1.3. Außenkulturpolitik
2. Kulturpolitik in der Europäischen Union
2.1. Die kulturelle Dimension der Europäischen Gemeinschaften im historischen Überblick
2.2. Die Kompetenzverteilung der Kulturpolitik in der EU
2.2.1. Die Kompetenz der Gemeinschaft
2.2.2. Die Kompetenz der Mitgliedstaaten
2.3. Die Ziele und Aufgaben der europäischen Kulturpolitik
2.4. Die Inhalte der europäischen Kulturpolitik seit dem Vertrag von Maastricht
2.4.1. Überblick
2.4.2. Das erste Rahmenprogramm zur Kulturförderung Kultur 2000
2.4.3. Kulturhauptstadt Europas und Europäischer Kulturmonat
2.4.4. Sonstige Förderung der Gemeinschaft im kulturellen Bereich
2.5. Eine europäische Kultur?
3. Europäische Außenkulturpolitik
3.1. Einleitung
3.2. Wozu Außenkulturpolitik?
3.2.1. Die Außenkulturpolitik von Nationalstaaten am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland
3.2.2. Wieso Außenkulturpolitik auch auf europäischer Ebene?
3.2.3. Welche Aufgaben für eine europäische Außenkulturpolitik?
1. Kulturaustausch
2. Krisen- und Konfliktprävention
3. Hochschule und Wissenschaft
4. EU-Erweiterung
3.2.4. Schlussbemerkungen
3.3. Die auswärtige Kulturkompetenz der Gemeinschaft
3.4. In welchem Ausmaß ist eine Außenkulturpolitik der Gemeinschaft bereits vorhanden?
3.4.1. Überblick
3.4.2. Außenkulturelle Aspekte des Programms Kultur 2000
3.4.3. Außenkulturpolitik im Rahmen der bi- und multilateralen Außenbeziehungen
3.4.4. Bisherige Aktionen im Bereich der Krisen- und Konfliktprävention
3.4.5. Außenkulturelle Aspekte der europäischen Bildungspolitik
3.4.6. Schlussbemerkungen
3.5. Die institutionelle Neugestaltung der europäischen Außenkulturpolitik
3.5.1. Welche Form und Struktur für eine europäische Außenkulturpolitik?
3.5.2. Kooperation mit anderen internationalen Organisationen und Institutionen
3.5.3. Ziele und Prinzipien europäischer AKP
4. Fazit und Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die Notwendigkeit einer europäischen Außenkulturpolitik als integralen Bestandteil der europäischen Gemeinschaftspolitik. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie eine effektive, institutionell neu gestaltete europäische Außenkulturpolitik aussehen könnte, die komplementär zu den nationalstaatlichen Ansätzen agiert, um zur Identitätsstiftung und globalen Krisenprävention beizutragen.
3.2. Wozu Außenkulturpolitik?
In diesem Kapitel soll untersucht werden, aus welchen Gründen eine europäische AKP nötig ist und welche Aufgaben eine solche auf europäischer Ebene erfüllen müsste. Die Außenkulturpolitiken von Nationalstaaten haben sich, wie anfangs erwähnt, im Laufe der Zeit entwickelt und verändert. Sie waren stets von Interessen geleitet, die der jeweiligen außenpolitischen und globalen Situation angepasst waren. Zu jetzigem Zeitpunkt lassen sich eine Reihe von Aufgaben nachhaltiger AKP westlicher Staaten erkennen, die der aktuellen außenkulturpolitischen Situation entsprechen. Diese sollen im Folgenden analysiert werden.
Es wird sich dann zeigen, ob diese Gesichtspunkte nationalstaatlicher AKP sich auf die Gemeinschaft nahtlos übertragen lassen oder ob eine europäische AKP einige Aspekte außen vor lassen und andere Schwerpunkte setzen sollte.
1. Abgrenzung und Begriffsbestimmung der Termini Kultur, Kulturpolitik und Außenkulturpolitik: Das Kapitel definiert den weit gefassten Kulturbegriff, der als Grundlage für die Arbeit dient, und grenzt Innen- von Außenkulturpolitik methodisch ab.
2. Kulturpolitik in der Europäischen Union: Dieser Abschnitt analysiert die historische Entwicklung, die rechtliche Kompetenzverteilung zwischen EU und Mitgliedstaaten sowie die aktuellen Kulturförderprogramme der Gemeinschaft.
3. Europäische Außenkulturpolitik: Der Hauptteil untersucht die Notwendigkeit einer europäischen Außenkulturpolitik, deren Aufgabenfelder – wie Kulturaustausch und Krisenprävention – sowie Ansätze zu deren institutioneller Neugestaltung.
4. Fazit und Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer starken, auf einer europäischen Identität basierenden Außenkulturpolitik zusammen und plädiert für eine engere Verzahnung der politischen Instrumente.
Außenkulturpolitik, Europäische Union, Kulturpolitik, Kulturaustausch, Krisenprävention, Europäische Identität, Kompetenzverteilung, Kulturdialog, Zivilgesellschaft, Europäische Integration, Kulturförderung, Institutionelle Gestaltung.
Die Arbeit untersucht das Konzept einer europäischen Außenkulturpolitik und analysiert deren Potenzial, als integraler Bestandteil der europäischen Gemeinschaftspolitik zu fungieren.
Im Fokus stehen die Definition von Kultur, die rechtlichen Grundlagen der EU-Kulturpolitik, die Abgrenzung zur nationalstaatlichen Politik sowie konkrete Aufgabenfelder wie Krisenprävention und Kulturaustausch.
Das Ziel ist es, den Mehrwert einer komplementären europäischen Außenkulturpolitik herauszuarbeiten und institutionelle Vorschläge für deren effektive Umsetzung zu unterbreiten.
Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die primär auf der Auswertung von Fachliteratur, EU-Vertragstexten und Dokumenten zu aktuellen Kulturprogrammen basiert.
Der Hauptteil erörtert die Notwendigkeit einer europäischen Außenkulturpolitik, die auswärtige Kulturkompetenz der Gemeinschaft sowie praktische Ansätze für ihre zukünftige Gestaltung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Europäische Außenkulturpolitik, Identitätspolitik, Krisenprävention, Subsidiarität und interkultureller Dialog geprägt.
Der Autor argumentiert, dass eine klare Trennung notwendig ist, da Innenkulturpolitik primär auf Erhalt kultureller Vielfalt zielt, während Außenkulturpolitik gezielt als Instrument zur Erreichung außenpolitischer Interessen eingesetzt wird.
Der Autor sieht in der Zivilgesellschaft einen zentralen Akteur, da ein wahrhaft offener Kulturdialog über staatliche Strukturen hinausgehen und direkt gesellschaftliche Begegnungen ermöglichen muss.
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