Magisterarbeit, 2006
90 Seiten, Note: summa cum laude
I. VORWORT
II. REITS ALS IMMOBILIENANLAGEINSTRUMENTE
1. HERKUNFT VON REITS
2. WAS IST UNTER REITS ZU VERSTEHEN?
2.1 REITS IN DEN VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA
2.1.1 Rechtliche Grundlagen
2.1.2 Rechtsform
2.1.3 Grundlegende Wesensmerkmale des US-REIT
A, Gesellschaftsanteile
B, Aktionärskreis
C, Anlage- und Einkommensvorschriften (Asset Value Tresholds)
D, Einnahmevorschriften (Income Thresholds)
E, Zulässige wirtschaftliche Betätigung
F, Mindestausschüttung
G, Besteuerung
2.2 KANADA
2.2.1 Rechtsform
2.2.2 Grundlegende Wesensmerkmale
A, Aktionärskreis
B, Anlage- und Einkommensvorschriften
C, Einnahmevorschriften
D, Mindestausschüttung
E, Besteuerung
2.3 AUSTRALIEN
2.3.1 Rechtsform
2.3.2 Grundlegende Wesensmerkmale
A, Anlage- und Einkommensvorschriften
B, Mindestausschüttung
C, Besteuerung
2.4 JAPAN
2.4.1 Rechtsform
2.4.2 Grundlegende Wesensmerkmale
A, Aktionärskreis
B, Anlage- und Einkommensvorschriften
C, Mindestausschüttung
D, Besteuerung
2.5 EUROPA-REITS
2.5.1 Niederlande
2.5.2 Belgien
2.5.3 Frankreich
2.5.4 Großbritannien
A, Voraussetzungen auf der Gesellschaftsebene:
B, Voraussetzungen der Geschäftstätigkeit
C, Zusammensetzung der Vermögensgegenstände und Erträge
2.6 ALLGEMEINER REIT-BEGRIFF
3. REIT-ARTEN
3.1 EQUITY REITS
3.2 MORTGAGE REITS
3.3 HYBRID REITS
3.4 NEUERE ENTWICKLUNGEN
3.4.1 Umbrella Partnership REITs (UPREITs)
3.4.2 DOWNREITs
III. IMMOBILIEN-INVESTITIONEN IN DEUTSCHLAND MIT AUSBLICK AUF DIE EINFÜHRUNG VON GERMAN-REITS
1. IMMOBILIENINVESTMENT IN DEUTSCHLAND
1.1 DIREKTE IMMOBILIENINVESTITIONEN
1.2. INDIREKTE IMMOBILIENINVESTITIONEN
1.2.1 Offene Immobilienfonds
A, Definition
B, Steuerliche Akzepte
1.2.2 Geschlossene Immobilienfonds
A, Gesellschaftsrechtliche Erwägungen
B, Steuerrechtliche Aspekte
1.2.3 Immobilien-Aktiengesellschaften
A, Definition
B, Steuerliche Behandlung
2. WIRTSCHAFTLICHE PLATZIERUNG UND EINFÜHRUNG VON GERMAN REITS
2.1. GRÜNDE FÜR DIE EINFÜHRUNG
2.1.1 Entwicklungen des deutschen Immobilienmarkts
2.1.2 Geschichte
3. GRUNDZÜGE DES DEUTSCHEN REITS
3.1 REGULATORISCHE RAHMEN
3.1.1 Gesellschaftsform
3.1.2 Börsennotierung
3.1.3 Ausschüttungen
3.1.4 Bilanzierung
3.1.5 Tätigkeitsfeld
3.1.6 Unternehmensvermögen
3.1.7 Nicht geregelte Felder
3.2 STEUERLICHES KONZEPT
A, Körperschaftsteuer
B, Gewerbesteuer
C, Umsatzsteuer
3.2.2 Laufende Besteuerung der Anleger
A, Inländische Anleger
a, Privatanleger
b, Kapitalgesellschaft als Anleger
c, Ausnahmen
B, Ausländische Anleger
a, Mutter-Tochter-Richtlinie
b, Doppelbesteuerungsabkommen
C, Veräußerung von G-REIT-Anteilen
4. UNTERNEHMENSBESTEUERUNG IM LICHT DER BESTEUERUNG VON G-REITS
IV. ZUKUNFT FÜR REITS IN DEUTSCHLAND?
1. GRÜNDUNG VON G-REITS
1.1 NEUGRÜNDUNG
1.2. UMWANDLUNG
2. STEUERLICHE ASPEKTE
2.1 BARGRÜNDUNG
2.2 SACHGRÜNDUNG
2.3 UMWANDLUNG EINER BESTEHENDEN DEUTSCHEN AKTIENGESELLSCHAFT IN EINEN G-REIT
3. BILANZIERUNGSFRAGEN
3.1 AUFSTELLUNG VON EINZELABSCHLÜSSEN NACH IFRS
3.2 BILANZIERUNG DES IMMOBILIENVERMÖGENS NACH IFRS
3.3 MINDESTAUSSCHÜTTUNG
4. ALTERNATIVEN FÜR OFFENEN IMMOBILIENFONDS NACH DER EINFÜHRUNG VON G-REITS
4.1 OFFENE IMMOBILIENFONDS VERSUS G-REITS
4.1.1 Unterschiedliche rechtliche Behandlung
4.1.2 Unterschiedliche steuerliche Behandlung
4.1.3 Konkurrenzvorteil bei G-REITs?
4.2 G-REITS ALS ALTERNATIVE FÜR OFFENE IMMOBILIENFONDS
4.2.1 Umwandlung von offenen Immobilienfonds in G-REITs
4.2.2 Auslagerung von Immobilienbeständen der offenen Immobilienfonds auf G-REITs
V. FAZIT
Diese Magisterarbeit analysiert die Funktionsweise von Real Estate Investment Trusts (REITs) und untersucht deren Potenzial als neue Immobilienanlageklasse für den deutschen Markt. Ziel ist es zu erläutern, welche Vorteile diese Form der Anlage für deutsche Anleger sowie die Immobilienwirtschaft bietet, und zu prüfen, ob die theoretischen Überlegungen für eine erfolgreiche praktische Umsetzung in Deutschland tragfähig sind.
1. Herkunft von REITs
Real Estate Investment Trusts (abgekürzt im Folgenden REITs) haben sich in den Vereinigten Staaten von Amerika bereits seit 1960 als alternative Form der Kapitalanlage in Immobilienvermögen etabliert. Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges befand sich die amerikanische Wirtschaft - so auch die Immobilienwirtschaft – an einem Tiefpunkt. In dieser Situation gelang es nur schwer, die für dringend benötigte Immobilieninvestitionen erforderlichen finanziellen Mittel zu mobilisieren. Aus diesen Gründen schien die Ausarbeitung und Einführung eines neuen Immobilienanlageinstruments eine mögliche Lösung zur Kapitalmobilisierung zu sein.
Der US- Kongress rief REITs im Jahre 1960 mit dem Real Estate Investment Trust Act ins Leben. Mit dieser Anlageform wollte der Gesetzgeber ein neues und grundsätzlich für Immobilien Kleinanleger attraktives Anlageinstrument schaffen. Die praktische Eröffnung des Immobilienanlagemarktes für Kleinanleger war ein sehr bedeutsamer Schritt, da im Immobilienfinanzierungssektor bisher vorrangig sogenannte „Limited Partnerships“ aktiv waren. "Limited Partnership" sind mit der Kommanditgesellschaft vergleichbar. Die Investitionen in dieser Zeit waren damit den Immobilieninvestitionen durch geschlossene Immobilienfonds vergleichbar, d.h. typischerweise erforderten sie hohe Kapitalinvestitionen der Anleger.
Auf den weltweiten Finanzmärkten gelten REITs als junge und sehr attraktive Anlageinstrumente. In den letzten mehr als 45 Jahren hat dieses Anlageinstrument Höhen und Tiefen erreicht und befindet sich noch in einem Stabilisierungsprozess.
I. VORWORT: Eine einführende Betrachtung des Strebens nach Steueroptimierung bei Kapitalanlagen und die daraus resultierende Stagnation des deutschen Immobilienmarktes.
II. REITS ALS IMMOBILIENANLAGEINSTRUMENTE: Darstellung der historischen Herkunft der REITs in den USA und ein systematischer Vergleich der REIT-Strukturen in verschiedenen internationalen Ländern.
III. IMMOBILIEN-INVESTITIONEN IN DEUTSCHLAND MIT AUSBLICK AUF DIE EINFÜHRUNG VON GERMAN-REITS: Analyse des Status quo des deutschen Immobilienmarktes und Vorstellung der geplanten regulatorischen sowie steuerlichen Konzepte für German REITs.
IV. ZUKUNFT FÜR REITS IN DEUTSCHLAND?: Detaillierte Untersuchung der Gründungsmöglichkeiten, Bilanzierungsfragen sowie des Wettbewerbsverhältnisses zu bestehenden offenen Immobilienfonds nach Einführung der G-REITs.
V. FAZIT: Zusammenfassende Beurteilung der Zweckmäßigkeit und des langfristigen Erfolgs von G-REITs als neues, attraktives Immobilienanlageinstrument für den Standort Deutschland.
Real Estate Investment Trusts, G-REITs, Immobilieninvestitionen, Steueroptimierung, Immobilienwirtschaft, Kapitalanlage, Ausschüttungsquote, Immobilienfonds, Immobilien-Aktiengesellschaften, IFRS, Steuerbefreiung, Börsennotierung, Finanzstandort Deutschland, Investmentgesetz, Immobilienvermögen
Die Arbeit befasst sich mit der geplanten Einführung von German REITs (G-REITs) in Deutschland und analysiert deren Potenzial als neue, international ausgerichtete Immobilienanlageform.
Zu den Schwerpunkten zählen die steuerliche Behandlung auf Gesellschafts- und Anlegerebene, die regulatorischen Rahmenbedingungen, die Bilanzierung nach IFRS sowie der Wettbewerb mit offenen und geschlossenen Immobilienfonds.
Ziel ist es, die Funktionsweise von G-REITs zu erläutern und zu bewerten, ob das Konzept Deutschland als Finanzstandort stärken und die Attraktivität von Immobilienanlagen für in- und ausländische Investoren erhöhen kann.
Es erfolgt eine rechtswissenschaftliche und wirtschaftliche Analyse basierend auf internationalen Modellen, aktuellen Gesetzesentwürfen, Fachliteratur und Gutachten relevanter Institutionen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine internationale Bestandsaufnahme der REIT-Modelle und eine tiefgehende Analyse der wirtschaftlichen Platzierung, regulatorischen Vorgaben und steuerlichen Konzepte für G-REITs in Deutschland.
Wichtige Begriffe sind G-REITs, Immobilien-Aktiengesellschaften, steuerliche Transparenz, Ausschüttungspflicht, IFRS-Rechnungslegung und Immobilienmarkt-Mobilisierung.
Der G-REIT ist als Aktiengesellschaft mit Fokus auf Börsennotierung konzipiert, während der offene Immobilienfonds ein Sondervermögen darstellt, das strengeren Regeln des Investmentgesetzes unterliegt.
Das Trennungs- oder Trustvermögensmodell wurde als zentraler Diskussionspunkt für die Strukturierung von G-REITs in Deutschland identifiziert, bei dem zwischen der verwaltenden Management-AG und dem eigentlichen Immobilien-Trustvermögen unterschieden wird.
Die verpflichtende Bilanzierung nach IFRS soll die Transparenz erhöhen und die Immobilien zum Verkehrswert (Fair Value) ausweisen, um Investoren ein zeitnahes und präzises Bild der Unternehmensentwicklung zu ermöglichen.
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