Diplomarbeit, 2006
124 Seiten, Note: 1,0
I. Einführung
1. Ziel und Vorgehensweise
2. Die Bedeutung von Existenzgründungen für die deutsche Wirtschaft
3. Die wirtschaftliche und gesundheitspolitische Situation der Apotheke
3.1. Branchenstruktur
3.2. Betriebswirtschaftliches Ergebnis der typischen Apotheke
II. Die Phasen der Gründung
1. Vorgründungsphase
1.1. Chancen und Risiken der Existenzgründung
1.1.1. Chancen einer beruflichen Selbstständigkeit
1.1.2. Risiken der beruflichen Selbstständigkeit
1.1.3. Qualifikationen eines idealen Unternehmers
1.2. Geschäftsidee
1.3. Gründungsalternativen - Formen der Existenzgründung
1.3.1. Betriebsneugründung
1.3.2. Betriebsübernahme
1.3.3. Tätige Beteiligung an einem Betrieb
1.3.4. Franchising
1.4. Rechtlicher Rahmen einer Apotheke
1.4.1. Apothekenspezifische Vorschriften
1.4.2. Der Apotheker als Kaufmann
1.4.3. Berufsspezifische Verpflichtungen für das Betreiben einer Apotheke
2. Planungsphase
2.1. Fachliche Unterstützung des Existenzgründers
2.2. Businessplan
2.2.1. Aufbau eines Businessplans
2.3. Grundsatzüberlegungen zu Kauf, Pacht oder Neugründung einer Apotheke
2.4. Übernahme einer Apotheke durch Kauf
2.4.1. Standortuntersuchung
2.4.2. Rentabilitätsvorausschau
2.4.3. Betriebsräume
2.4.4. Kaufpreisfindung
2.4.5. Haftungsrechtliche Fragen
2.5. Gründungsfinanzierung
2.5.1. Finanzierung des Kapitalbedarfs
2.5.2. Fremdfinanzierung
2.5.2.1. Kurzfristige Fremdfinanzierung
2.5.2.2. Langfristige Fremdfinanzierung
2.5.2.3. Leasing – eine Sonderform der Fremdfinanzierung
2.5.3. Liquiditätsplanung
2.5.4. Finanzierungsregeln
2.5.5. Öffentliche Finanzierungsmittel
2.5.6. Kreditsicherheiten
3. Errichtungsphase
3.1. Rechtsformwahl
3.1.1. Einzelunternehmen
3.1.1.1. Der Einzelkaufmann
3.1.2. Die offene Handelsgesellschaft (OHG)
3.2. Personalmanagement
3.2.1. Personalbedarfsplanung
3.2.2. Personalkosten
3.2.3. Personalsuche und –auswahl
3.2.4. Personalverwaltung
3.2.5. Die wichtigsten arbeitsrechtlichen Bestimmungen
3.3. Warenwirtschaft
3.3.1. Lagerhaltung
3.3.2. Beschaffung
3.4. Absicherung einer Existenzgründung
3.4.1. Betriebliche Risiken
3.4.2. Persönliche Risiken
3.5. Steuern
3.5.1. Einkommensteuer
3.5.2. Umsatzsteuer
3.5.3. Gewerbesteuer
3.5.4. Grunderwerbsteuer
3.5.5. Grundsteuer
3.6. Marketing
3.6.1. Wettbewerbssituation der Apotheken
3.6.2. Sortimentspolitik
3.6.3. Preis - und Konditionspolitik
3.6.4. Kommunikationspolitik
3.6.5. Servicepolitik
3.7. Anmeldeformalitäten vor Beginn der Selbstständigkeit
4. Frühentwicklungsphase
4.1. Buchführung und Rechnungswesen
4.1.1. Einteilung und Aufgaben des Rechnungswesens
4.1.2. Interne und externe Betriebsvergleiche der Apotheke
4.2. Kaufmännische Steuerungsmechanismen
III. Beispielbusinessplan
1. Summary
2. Persönliche Angaben
3. Angaben zur Qualifikation und Berufserfahrung
4. Rechtliche Voraussetzungen / Rechtsform und Firma
5. Organisation
6. Mitarbeiter
7. Standortwahl
7.1. Geschäftslage
7.2. Lageplan und Grundriss der Räumlichkeiten
7.3. Mietvertrag
8. Potentialanalyse
9. Kapitalbedarfsplan
10. Finanzierung
11. Kapitaldienst (Zins- und Tilgungsbelastung)
12. Rentabilitätsplan
13. Privatentnahmen
14. Marketingkonzept
15. Geplante Anfangswerbung
16. Chancen und Risiken
17. Resümee
IV. Zusammenfassung und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, potenziellen Existenzgründern einen fundierten Einblick in die Unternehmensgründung am Beispiel einer Apotheke zu vermitteln, wobei der Fokus primär auf der Übernahme einer bestehenden Apotheke durch Kauf liegt.
1.3.1. Betriebsneugründung
Bei der Betriebsneugründung startet der Existenzgründer von null an. Der Betrieb muss zunächst einmal errichtet werden. Erfahrungswerte aus der Vergangenheit, auf die er sich stützen könnte, gibt es nicht. Er muss den Markt erobern, Beziehungen zu Kunden und Lieferanten aufbauen, einen Stamm von Mitarbeitern suchen und sich einen Ruf erwerben, der seine Position am Markt festigt. Der Gründer muss den finanziellen Aufwand voll erbringen, jedoch kann niemand die Entwicklung und den Erfolg vorhersagen. Obwohl bei dieser Gründungsform das Gründungsrisiko besonders hoch ist, da alle Planungswerte letztlich auf Schätzungen basieren, bietet sie dem Unternehmer auch die Chance, den Betrieb nach eigenen Vorstellungen zu planen und aufzubauen.
I. Einführung: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Arbeit, eine praxisorientierte Anleitung zur Apothekenübernahme zu bieten, und erläutert die Gliederung in vier inhaltliche Abschnitte.
II. Die Phasen der Gründung: Dieses Kapitel detailliert den Gründungsprozess von der Vorgründungsphase über die Planung bis hin zur Errichtung und Frühentwicklung einer Apotheke.
III. Beispielbusinessplan: Dieser Teil präsentiert ein konkretes Fallbeispiel zur Umsetzung der theoretischen Anforderungen in ein realitätsnahes Unternehmenskonzept.
IV. Zusammenfassung und Ausblick: Hier werden die Kernerkenntnisse der Arbeit reflektiert und zukünftige Herausforderungen sowie Chancen für Apotheken in einem sich wandelnden Gesundheitsmarkt analysiert.
Existenzgründung, Apotheke, Apothekenübernahme, Businessplan, Finanzierung, Betriebswirtschaft, Existenzgründungsberatung, Förderprogramme, Apothekenbetriebsordnung, Rentabilität, Marketing, Warenwirtschaft, Personalmanagement, Haftungsrecht, Gesundheitsreform
Die Diplomarbeit befasst sich mit den betriebswirtschaftlichen Grundlagen der Existenzgründung, wobei der Prozess exemplarisch an der Übernahme einer öffentlichen Apotheke dargestellt wird.
Die Arbeit behandelt Themen wie die Phasen der Unternehmensplanung, rechtliche Rahmenbedingungen für Apotheker, Finanzierungsmöglichkeiten, Personalführung, Marketingstrategien und die Erstellung eines Businessplans.
Das Hauptziel ist es, einem angehenden Apotheker eine strukturierte Orientierung und praktische Hilfestellung für eine erfolgreiche Gründung bzw. Übernahme einer Apotheke unter den gegebenen gesetzlichen Rahmenbedingungen zu geben.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der Gründungsliteratur und regulatorischer Rahmenbedingungen sowie auf Experteninterviews und Daten des Apothekensektors.
Der Hauptteil gliedert sich in ein Phasenmodell, das von der Vorgründungsphase über die Planungs- und Errichtungsphase bis hin zur Frühentwicklung reicht, sowie einen praktischen Beispielbusinessplan.
Wesentliche Begriffe sind Existenzgründung, Apothekenübernahme, Businessplan, Finanzierung, Apothekenbetriebsordnung und Rentabilität.
Die Analyse der Marktsituation zeigt, dass bei den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Übernahme als die risikoreichere, aber oft strategisch sinnvollere Variante gegenüber einer Neugründung eingeschätzt wird.
Öffentliche Förderprogramme wie das ERP-Kapital oder spezielle KfW-Unternehmenskredite sind essenziell, um die hohen Investitionskosten der Gründungs- oder Festigungsphase durch zinsgünstige Konditionen abzufedern.
Das GMG ermöglicht beispielsweise den Filialbesitz (Hauptapotheke plus drei Filialen), was völlig neue Möglichkeiten der Wachstumsstrategie und Synergienutzung für Apothekeninhaber eröffnet.
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