Diplomarbeit, 2001
85 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
1.1 Problemstellung und Relevanz des Themas
1.2 Ziele der Arbeit
1.3 Vorgehensweise und Gegenstand der Analyse
2. Unternehmenskommunikation
2.1 Markt und Mensch – eine Einführung in die Szenerie
2.2 Die Grenzen der konventionellen Kommunikation
2.3 Der Anspruch neuer Konzepte
2.4 Das Konzept der Erlebnisvermittlung
2.4.1 Auf der Suche nach einer Begriffskonvention
2.4.2 Die Entwicklung des Eventmarketings
2.4.3 Eventmarketing - Heute
2.4.4 Eventmarketing als neues Kommunikationsinstrument
2.5 Integriertes Eventmarketing
2.5.1 Komponenten des Integrierten Eventmarketing
2.5.2 Integration in die Unternehmenskommunikation
2.5.3 Integriertes Eventmarketing als Gesamtheitskonzept
2.6 Neue Chancen für das Marketing
3. Soziologische Einflussfaktoren auf das Eventmarketing
3.1 Zum Verständnis soziologischer Legitimation
3.2 Entwicklungen auf dem Verbrauchermarkt
3.2.1 Sättigungstendenzen und deren Folgen
3.2.2 Austauschbarkeit der Produkte und Dienstleistungen
3.2.3 Informationsüberlastung
3.2.4 Der Erlebnismarkt
3.2.5 Maximen künftiger Marktkommunikation
3.3 Gesellschaftliche Wertorientierungen und Wertewandel
3.3.1 Antizipieren von Veränderungen
3.3.2 Wertewandel – Faktum oder Modethema?
3.3.3 Erlebnismarketing im Wertetrend
3.3.3.1 Allgemeine Tendenzen
3.3.3.2 Zentrale Wertetrends
3.3.3.3 Die Folgen des Wertewandels
3.3.4 Demokratisierung des Wohlstandes
3.3.5 Abschied vom Otto-Normal-Verbraucher
3.3.6 Lebensqualität statt Lebensstandard
3.4 Konsumverhalten
3.4.1 Vom Versorgungs- zum Erlebniskonsum
3.4.2 Die neue Konsummoral
3.4.3 Konsum der Umwelt zuliebe – das neue Ökologiebewusstsein
3.4.4 Der gesunde Konsum – das neue Gesundheitsbewusstsein
3.4.5 Freizeitkonsum
3.5 Die neue Erlebnisgeneration
3.6 Von der Konsum- zur Erlebnisgesellschaft
4. Psychologische Einflussfaktoren auf das Eventmarketing
4.1 Zum Verständnis psychologischer Legitimation
4.2 Eventmarketing aus Sicht der Verhaltensforschung
4.3 Aktivierende Prozesse in einer erlebnisorientierten Welt
4.3.1 Bedeutungsumfang im Eventmarketing
4.3.2 Gezielte Aktivierung zur Verhaltensbeeinflussung
4.3.3 Aktivierende Determinanten aus Erlebnisorientierter Sicht
4.3.3.1 Emotion
4.3.3.2 Motivation
4.3.3.3 Einstellung
4.4 Kognitive Prozesse aus Erlebnisorientierter Sicht
4.4.1 Bedeutungsumfang im Eventmarketing
4.4.2 Information
4.4.3 Wahrnehmung
4.4.4 Entscheidung
4.4.5 Persönlichkeit
5. Begrenzte Möglichkeiten des Eventmarketing
Die Diplomarbeit untersucht die Notwendigkeit und Legitimation von Eventmarketing als Kommunikationsinstrument vor dem Hintergrund gesättigter Märkte und eines gesellschaftlichen Wertewandels. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie Unternehmen durch Erlebnisstrategien emotionale Bindungen zum Konsumenten aufbauen können und welche psychologischen sowie soziologischen Rahmenbedingungen dabei entscheidend sind, um den Konsumenten in seinem neuen "erlebnisorientierten" Selbstverständnis gezielt anzusprechen.
2.4.1 Auf der Suche nach einer Begriffskonvention
Ein Blick auf die Reaktionen der Wirtschaftspraxis gegenüber Einsatz und Bedeutung des Eventmarketings lässt ein sehr heterogenes Begriffsverständnis erkennen. Da sich die Bezeichnung „Event“ in den letzten Jahren im wesentlichen aus der Praxis entwickelt hat, wird man zunächst mit einem Sprachproblem konfrontiert. Für die Mehrheit der Fachwelt sind Events nichts weiter als Mitarbeitermotivationen, Tagungen, Kongresse, Verkaufsförderung, Messen oder spektakuläre Promotions und Shows. Jeder hat eine andere Vorstellung davon und am Ende ist alles Event.
Die Begriffe „Event“ und „Eventmarketing“ haben sich ursprünglich aus dem Veranstaltungsmarketing entwickelt, sind jedoch mehr als die bloße Vermarktung von Veranstaltungen. Um aber ein klare und verständliche Definition des Begriffes an sich und somit auch die Gesamtthematik dieser Diplomarbeit begrifflich zu legitimieren ist es erforderlich zwischen zwei Ansprüchen zu differenzieren.
Zum einen werden beim Partialanspruch „Events als inszenierte Ereignisse in Form erlebnisorientierter firmen- oder produktbezogener Veranstaltungen verstanden, die dem potentiellen Kunden emotionale und physische Reize darbieten, die zu einem Aktivierungsprozess führen.“ Demnach wird unter Eventmarketing die Planung, Gestaltung, Durchführung und Kontrolle dieser Veranstaltungen im Rahmen der Kommunikationspolitik subsumiert.
Zum anderen umfasst beim Totalanspruch „Eventmarketing alle Bestandteile moderner Kommunikation, die dazu beitragen eine Erlebnisstrategie zu entwickeln und zu vermitteln.“ Events sind dabei inszenierte Ereignisse innerhalb dieser Strategie. Eventmarketing dient hier sozusagen als Dach für den Einsatz der übrigen kommunikationspolitischen Instrumente.
1. Einführung: Vorstellung des Themenkomplexes Eventmarketing, der Problemstellung einer zunehmenden Marktsättigung sowie der Zielsetzung und Vorgehensweise der Arbeit.
2. Unternehmenskommunikation: Untersuchung des Wandels in der Unternehmenskommunikation hin zu erlebnisorientierten Instrumenten und der Einbettung von Events in den strategischen Kommunikationsmix.
3. Soziologische Einflussfaktoren auf das Eventmarketing: Analyse gesellschaftlicher Veränderungen wie Wertewandel, Konsumverhalten und der Entstehung einer Erlebnisgesellschaft, die den Einsatz von Eventmarketing soziologisch legitimieren.
4. Psychologische Einflussfaktoren auf das Eventmarketing: Betrachtung der internen psychologischen Prozesse beim Konsumenten, wie Emotionen, Motivation und Wahrnehmung, die als Grundlage für eine wirksame Erlebnisvermittlung dienen.
5. Begrenzte Möglichkeiten des Eventmarketing: Kritische Würdigung der Risiken und Grenzen von Erlebnisstrategien sowie Aufzeigen, dass Events keine "Spaßveranstaltungen" ohne inhaltlichen Bezug sein dürfen.
Eventmarketing, Erlebnismarketing, Integriertes Marketing, Konsumentenverhalten, Erlebnisgesellschaft, Wertewandel, Kommunikation, Markenführung, Aktivierung, Emotionen, Motivation, Erlebniskonsum, Zielgruppen, Markeninszenierung, Sponsoring.
Die Arbeit analysiert das Eventmarketing als modernes Instrument der Unternehmenskommunikation und untersucht dessen Legitimation vor dem Hintergrund soziologischer und psychologischer Veränderungen in der Gesellschaft.
Zu den Kernbereichen zählen die Marktsättigung, der Wandel zu einer Erlebnisgesellschaft, die psychologischen Mechanismen der Aktivierung des Konsumenten sowie die strategische Integration von Events in den Marketingmix.
Das Ziel ist es, den Lesern (insbesondere Eventmarketing-Agenturen) aufzuzeigen, wie Eventmarketing-Konzepte psychologisch fundiert und soziologisch legitimiert werden können, um nachhaltig erfolgreich als absatzpolitisches Instrument eingesetzt zu werden.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit verhaltens- und sozialwissenschaftlichen Erkenntnissen, kombiniert mit einer Analyse der aktuellen Marktbedingungen und der Auswertung bestehender Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in die soziologische Analyse des Marktwandels (Werte, Konsummoral) und die psychologische Untersuchung der internen Prozesse (Emotion, Kognition, Involvement), die den Konsumenten in der Erlebniswelt steuern.
Wesentliche Begriffe sind Eventmarketing, Erlebnisrationalität, Konsumentenverhalten, Wertewandel, Markenbindung, Erlebnisgesellschaft und integriertes Kommunikationsmanagement.
Der Autor argumentiert, dass Konsumenten dazu lernen müssen, ihre Umwelt in ihre innere Erlebniswelt zu übersetzen. Marken unterstützen diesen Prozess, indem sie "Erlebnisarbeit" vorleisten und den Kunden bei der Generierung von emotionalen Erlebnissen aktiv unterstützen.
Die größte Gefahr ist die reine "Show um der Show willen" ohne Bezug zum Markenkern, was langfristig zu Glaubwürdigkeitsverlusten, Imageschäden und Kundenreaktanz führt.
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