Bachelorarbeit, 2006
39 Seiten, Note: 2,0
1) Einleitung
2) Wie lernen Kinder zu kommunizieren
2.1) Spracherwerb
2.2) Wie Kinder sprechen lernen
2.3) Das Wesen der Sprache
3) Das Medium Fernsehen für Kinder
3.1) Welche Strukturen weisen Kindersendungen auf
3.2) Die Sprache der Medien
3.3) Die Kindersendung „Sesamstraße“
4) Pädagogische Konzepte der Sendung „Sesamstraße“
4.1) Die grob formulierten Lernziele der „Sesamstraße“
4.2) Die Lernziele der „Sesamstraße“ im Einzelnen
5) Kommunikationsförderung mit der Sendung „Sesamstraße“
5.1) Wie Kinder sprachlich gefördert werden sollen
5.2) Sprachförderung durch die Sendung „Sesamstraße“
5.3) Aufbau der Sendung „Sesamstraße“
6) Empirische Untersuchung zur Sendung „Sesamstraße“
6.1) Empirische Ergebnisse aus der Literatur
6.2) Empirische Studien zum kognitiven Lernverhalten
6.3) Eigene empirische Untersuchung
7) Zusammenfassung und Fazit
7.1) Zusammenfassung
7.2) Fazit
8) Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht aus germanistischer Perspektive, ob und inwieweit die Fernsehsendung „Sesamstraße“ einen Beitrag zur Kommunikationsförderung von Kindern im Vorschulalter leisten kann. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob die Sendung Kindern gezielt beim Erlernen von Buchstaben und Begriffen helfen kann, um sie auf schulische Anforderungen vorzubereiten.
6.2) Empirische Studien zum kognitiven Lernverhalten
Die Verbesserung von Wissen im kognitiven Bereich wurde in Deutschland nur am Rande erforscht. Aus diesem Grund, greife ich in diesem Unterpunkt auf amerikanische Werke zurück, oder aber Werke, die den amerikanischen zugrunde liegen. Diese haben zu diesem Themengebiet empirische Studien herausgebracht und auch analysiert.
In der amerikanischen Version der „Sesamstraße“, also der „Sesame Street“, wird großen Wert auf das Erlernen der Buchstaben und des Alphabets gelegt. „Die Einübung des Alphabets und der Zahlen fand dabei in besonders enger Anlehnung an die Methode der „commercials“ statt. „In fact, the short animated films designed to teach letters are referred to by the Workshop staff as commercials.“ Hier sollte die kindliche Lernbereitschaft durch Fernsehstars stimuliert werden, der Lernprozess durch kalkulierte Verzögerung herausgefordert werden und der Erfolg durch Wiederholungen gesichert werden.
„Eines der interessantesten und erfolgreichsten Verfahren von `Sesame Street` bei der Behandlung des Alphabets ist dessen Rezitation durch Earl Jones“, meinten die Produzenten. Der Auftritt von Jones entspreche der von Anbeginn empfohlenen Beteiligung von Filmstars. Zwar dauere sein Aufsagen des Alphabets nur 1 ½ Minuten, sei aber außerordentlich stimulierend. Während Jones das Alphabet rezitiert, erscheinen die Buchstaben rechts oder links von seinem Kopf. Sie erscheinen (optisch) ganz kurz, bevor er sie nennt. Wenn die benannt sind, verschwinden sie, uns es entsteht eine kurze Pause. Bei diesem Vorgang zeige sich ein didaktisch sehr bedeutsamer „Drei- Phasen- Effekt“.
1) Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage vor, inwieweit die Sendung „Sesamstraße“ Kindern im Vorschulalter beim Erlernen von Buchstaben und Begriffen unterstützend helfen kann.
2) Wie lernen Kinder zu kommunizieren: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Spracherwerbs bei Kindern und verschiedene wissenschaftliche Ansätze zur Erklärung dieses Prozesses.
3) Das Medium Fernsehen für Kinder: Es werden die Strukturen von Kindersendungen sowie die Bedeutung des Fernsehens als Medium im kindlichen Alltag analysiert.
4) Pädagogische Konzepte der Sendung „Sesamstraße“: Das Kapitel beschreibt die spezifischen Lernziele der Sendung, unterteilt in den kognitiven Bereich und den Bereich des sozialen Lernens.
5) Kommunikationsförderung mit der Sendung „Sesamstraße“: Hier wird diskutiert, wie Sprachförderung grundsätzlich funktioniert und welchen konkreten Einfluss die „Sesamstraße“ dabei ausüben kann.
6) Empirische Untersuchung zur Sendung „Sesamstraße“: Dieses Kapitel präsentiert sowohl Ergebnisse aus existierender Literatur als auch eine eigene kleine Studie zur Wirkung der Sendung auf Testkinder.
7) Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Ergebnisse und der Beantwortung der Ausgangsfrage zur Effektivität der Sendung als Lernhilfe.
Sesamstraße, Spracherwerb, Kommunikationsförderung, Vorschulalter, Kognitives Lernverhalten, Medienpädagogik, Buchstabenerwerb, Sprachförderung, Empirische Untersuchung, Kindersendung, Lernziele, Sozialverhalten, Vorschulerziehung, Sprachliche Entwicklung, Medienwirkung
Die Arbeit untersucht, ob die bekannte Fernsehsendung „Sesamstraße“ einen pädagogisch wertvollen Beitrag zur kommunikativen und kognitiven Förderung von Kindern im Vorschulalter leisten kann.
Die zentralen Themen sind der Spracherwerb bei Kleinkindern, die mediale Vermittlung von Bildungsinhalten und die Analyse der pädagogischen Konzepte sowie Lerneffekte der „Sesamstraße“.
Das primäre Ziel ist es, wissenschaftlich zu begründen und durch eine eigene kleine Fallstudie aufzuzeigen, dass Kinder durch den Konsum der Sendung gezielte Lernfortschritte, insbesondere beim Erkennen von Buchstaben, machen können.
Die Autorin verwendet eine Literaturanalyse bestehender empirischer Studien (insbesondere US-amerikanischer Werke) sowie eine eigene qualitative Untersuchung mit drei Testkindern vor und nach dem Anschauen einer Folge.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Spracherwerbs, die Analyse von Struktur und Lernzielen der „Sesamstraße“ sowie eine detaillierte Auswertung der empirischen Daten.
Die wichtigsten Schlagworte sind „Sesamstraße“, „Spracherwerb“, „Vorschulalter“, „Medienpädagogik“ und „kognitives Lernverhalten“.
Die Autorin stellt fest, dass das Alter (drei, vier und fünf Jahre) Einfluss auf die Aufnahmefähigkeit und den Lernzuwachs hat, da ältere Kinder bereits über ein anderes Vorwissen verfügen als die Jüngeren.
Ja, die Arbeit betont, dass das Fernsehen als „Ersatzlehrer“ nicht ausreicht; erst das gemeinsame Anschauen und das begleitende Gespräch mit den Eltern führt zum größten Lernzuwachs.
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