Diplomarbeit, 2006
99 Seiten, Note: 1,8
1 Analyse zur Veränderung der Frauenrolle im privaten und öffentlichen Bereich
1.1 Von der Vergangenheit bis zur Gegenwart – Frauen im Kampf gegen Gewalt und Unterdrückung
1.2 Angst, Selbstverwirklichung und Gewalt. Der Weg der Frauen in die verbotene Welt der Männer
2 Recht
2.1 Chronologische Darstellungen der Veränderungen im Bürgerlichen Gesetzbuch und im Familienrecht
2.2 Kurzanalyse zum Familienrecht
3 Sozialarbeit
3.1 Anerkennung? Fehlanzeige!
3.2 Soziale Institutionen für Frauen
4 Bildung
4.1 Chancengleichheit und Bildungsexpansion im geschichtlichen Kontext der fünfziger und sechziger Jahre bis heute
4.2 Frauen im Management – eine interdisziplinäre Analyse
4.3 Flexible Arbeitszeitmodelle – eine notwendige Prämisse zur Ergänzung der Lebensbiografien von individualisierten Frauen und Männern
4.4 Mutter und Kind – ein bewusst lediges Zukunftsmodell? Individualisierungstendenzen von Frauen in Beruf und Bildung
5 Gleichberechtigung – eine illusionäre Vorstellung?
5.1 Frauen und Macht
5.2 Ungleiche Machtverhältnisse
6 Schlussbetrachtung
Die Diplomarbeit untersucht kritisch die Veränderungen der Frauenrollen und Individualisierungstendenzen in Beruf und Familie, um bestehende Machtungleichgewichte und deren historische sowie psychosoziale Ursachen zu beleuchten und Wege zur tatsächlichen Gleichberechtigung aufzuzeigen.
1.1 Von der Vergangenheit bis zur Gegenwart – Frauen im Kampf gegen Gewalt und Unterdrückung
Seit den Anfängen der Frauenbewegung Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts zeigt sich heute eine veränderte Frauenrolle: Frauen erreichen bessere Bildungsabschlüsse als Männer und schließen ihr Studium schneller ab, sie sitzen immer häufiger in Gremien von Politik und Wirtschaft; sie moderieren Sportsendungen (einst ein unantastbares männliches Domizil), sie leiten Diskussionsrunden, erlernen Handwerksberufe, erlangen die Selbständigkeit, üben männliche Sportarten aus, entscheiden frei über den Zeitpunkt der ersten Geburt oder ob sie überhaupt Kinder gebären möchten, sie verdienen ihren eigenen Lebensunterhalt und treffen ihre Entscheidungen immer freier, individualisierter und selbstbewusster – ja sie werden sogar mit dem Amt der Bundeskanzlerin betraut.
Diese Liste ließe sich fortführen, wenn man das wollte. Alice Schwarzer nennt die Frauenbewegung zu Recht die gewaltfreiste und erfolgreichste Revolution des 20. Jahrhunderts. Die Hintergründe und Historie dieser Bewegung sowie die bisher erreichten Zustände sollen im Rahmen dieser Arbeit – speziell in diesem Kapitel – beleuchtet werden.
1 Analyse zur Veränderung der Frauenrolle im privaten und öffentlichen Bereich: Dieses Kapitel zeichnet die chronologische Entwicklung der Versuche von Frauen nach, sich aus patriarchalen Kontrollstrukturen zu befreien.
2 Recht: Hier wird untersucht, wie das Rechtssystem durch BGB-Regelungen Frauen strukturell benachteiligte und erst spät eine rechtliche Gleichstellung ermöglichte.
3 Sozialarbeit: Das Kapitel beleuchtet die Rolle von Frauen in der Sozialarbeit als Berufsfeld, das trotz seiner Bedeutung lange mit mangelnder Anerkennung kämpfte.
4 Bildung: Es wird analysiert, wie Bildungsexpansion und Arbeitszeitmodelle Frauen den Zugang zu neuen Berufsfeldern und Führungspositionen ermöglichen, während traditionelle Rollenmuster weiterhin Barrieren bilden.
5 Gleichberechtigung – eine illusionäre Vorstellung?: Dieses Kapitel hinterfragt die reale Umsetzung der Gleichberechtigung im privaten und beruflichen Raum und analysiert fortbestehende Machtasymmetrien.
6 Schlussbetrachtung: Der Autor resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und stellt die persönliche Erfahrung heraus, wie es ist, als Mann die Frauenrolle in den Fokus der Betrachtung zu rücken.
Frauenrolle, Individualisierung, Patriarchat, Gleichberechtigung, Sozialarbeit, Bildungsexpansion, Beruf, Familie, Machtverhältnisse, Geschlechterrollen, Diskriminierung, Emanzipation, Arbeitswelt, Führungsmanagement.
Die Diplomarbeit reflektiert kritisch die Veränderung der Frauenrolle in unserer Gesellschaft mit einem besonderen Fokus auf Individualisierungsprozessen in Beruf und Familie.
Die Arbeit behandelt historische, rechtliche, bildungspolitische und soziale Aspekte, die den Status von Frauen beeinflussen, sowie das Machtverhältnis zwischen den Geschlechtern.
Das Ziel ist es, die Ursachen für die fortbestehende Ungleichheit zwischen Männern und Frauen aufzudecken und institutionelle sowie psychosoziale Hindernisse zu identifizieren.
Der Autor nutzt eine interdisziplinäre Literaturanalyse, um historische Daten, rechtliche Grundlagen und soziologische Studien zur Geschlechterrollenverteilung zusammenzuführen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Analyse der Frauenrolle, Recht, Sozialarbeit, Bildung sowie eine Reflexion über Machtverhältnisse und Gleichberechtigung.
Zentrale Begriffe sind Frauenrolle, Patriarchat, Individualisierung, Gleichberechtigung und Bildungsaspekte.
Der Autor zeigt auf, dass das Rechtssystem, insbesondere das BGB, über lange Zeit männliche Vorrechte institutionalisierte und Frauen als Teil der Familie statt als eigenständige Rechtsperson behandelte.
Der Begriff beschreibt die unsichtbare Barriere, die Frauen auf dem Karriereweg daran hindert, Spitzenpositionen zu erreichen, selbst wenn sie über die notwendige Qualifikation verfügen.
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