Diplomarbeit, 2006
163 Seiten, Note: 1,0
Führung und Personal - Mitarbeitermotivation, Mitarbeiterzufriedenheit
1. Problemdarlegung und Problemabgrenzung
2. Grundlegende begriffliche Klärungen
2.1 Das Motiv
2.2 Die Motivation
2.3 Der Motivationsprozess
2.4 Die Motivationstheorien
3. Die Arbeitsmotivation des Menschen
3.1 Zentrale Motive
3.1.1 Materielle / Monetäre Anreize
3.1.1.1 Der Arbeitslohn
3.1.1.2 Die Erfolgsbeteiligung
3.1.2 Immaterielle / Soziale Anreize
3.1.2.1 Die Selbstbestätigung - Das Leistungsmotiv
3.1.2.2 Die Funktion - Das Statusmotiv
3.1.2.3 Gegenwart und Zukunft - Das Sicherheitsmotiv
3.2 Periphere Motive
3.2.1 Materielle / Monetäre Anreize
3.2.1.1 Betriebliche Sozialleistungen - Der Zusatznutzen
3.2.1.2 Betriebliche Förderprogramme - Das Bildungsmotiv
3.2.2 Immaterielle / Soziale Anreize
3.2.2.1 Arbeitszeitmodelle - Flexibilität statt Korsett
3.2.2.2 Arbeitsorganisationen - Autonomie statt Monotonie
4. Die Förderung der Mitarbeitermotivation im Berufsalltag
4.1 Das Unternehmensleitbild
4.2 Der kooperative Führungsstil des Vorgesetzten
4.2.1 Information und Kommunikation
4.2.2 Delegation
4.2.3 Kooperative Führung als motivierende Menschenführung
4.3 Das gute Betriebsklima
4.4 Der anforderungsgerechte Arbeitsplatz
5. Der Zerfall der Mitarbeitermotivation im Berufsalltag
5.1 Deutschland in der Momentaufnahme – Stagnation
5.1.1 Die Verschiebung der Gewichte
5.1.2 Der bedrohte Wohlstand
5.1.2.1 Der Bildungsfortschritt der Aufsteiger
5.1.2.2 Jugend und Motivation der Aufsteiger
5.1.2.3 Der Zerfall des gesellschaftlichen Zusammenhalts im Westen
5.1.2.4 Der inhaltliche Zuschnitt der Erwerbsarbeit
5.2 Die Motivationskrise am Arbeitsplatz – Negativität
5.3 Das Phänomen Negativität – Ursachen und Erklärungen
5.3.1 Die Massenarbeitslosigkeit als vorherrschendes Merkmal
5.3.2 Konjunkturelle und strukturelle Wandlungen
5.3.2.1 Die Welt als Marktplatz – Globalisierung
5.3.2.2 Die Verlagerung von Arbeitsplätzen – Standort Debatte
5.3.2.3 Längere Arbeitszeiten – stagnierende Löhne
5.3.2.4 Massiver Stellenabbau – steigende Führungsgehälter
5.3.2.5 Flexibilisierung der Arbeit – gelockerter Kündigungsschutz
5.3.3 Gesellschaftspolitische Umbrüche
5.3.3.1 Agenda 2010
5.3.3.2 Die große Arbeitsmarktreform - Hartz IV
5.3.4 Die gesellschaftliche Zuspitzung
5.3.4.1 Missbrauch und Abzocke
5.3.4.2 Die Heuschreckendebatte
5.3.5 Wandlungen und Umbrüche – Auswirkungen auf die Motivation: Ein Resümee
6. Das Phänomen Negativität – Lösungsansätze
6.1 Unternehmensinterne Strategien
6.1.1 Bilder oder Karten der Realität
6.1.2 Visuelle Artefakte als interaktive Lösungsansätze
6.1.3 Personalstrategien als Lösungsansätze - Eckpunkte & Arbeitsschritte eines fiktiven Projekts: „Futurum“ -
6.1.3.1 Handlungsfeld „Motivation“
6.1.3.2 Handlungsfeld „Emotionale Bindung und Vertrauenskultur“
6.2 Wirtschafts- & Gesellschaftspolitische Offensiven
6.2.1 Re-Vitalisierung der sozialen Marktwirtschaft
6.2.1.1 Konzeption und Kernanliegen
6.2.1.2 Markt und Moral
6.2.1.3 Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik
6.2.1.3.1 Lohnmodelle
6.2.1.3.2 Lohnerhöhungen
6.2.1.4 Globalisierung und politische Gestaltung
6.2.2 Re-Vitalisierung des Selbstwertgefühls
7. Schlussbetrachtung
Die Diplomarbeit untersucht, wie sich die Arbeitsmotivation in einem wirtschaftlich stagnierten Umfeld durch gezielte personalwirtschaftliche Maßnahmen fördern lässt und welche Auswirkungen sozioökonomische Faktoren auf das Motivationsklima haben.
3.1.2.2 Die Funktion - Das Statusmotiv
Im Stausmotiv findet das Streben des Menschen Ausdruck, sich von seinem Umfeld abzuheben oder zu differenzieren. Das gilt für den privaten Bereich ebenso wie für den beruflichen.
Statusmotivierte Mitarbeiter möchten zwar mit den Kolleginnen und Kollegen vergleichbar, aber eben nicht mit ihnen gleich sein. Sie streben eine möglichst hohe Position in der Unternehmenshierarchie an, in der sie dann selbst Weisungsgeber und nicht Weisungsempfänger sind. Deshalb sind statusmotivierte Mitarbeiter immer auch karriereorientiert. Dies gilt - über alle Führungsebenen - insbesondere für angestellte Managerunternehmer in den Vorständen börsennotierter Aktiengesellschaften oder in den Geschäftsleitungen der Tochterunternehmen.
Für jüngere Menschen ist das Statusmotiv in aller Regel bestimmender als für ältere. Jüngere, gut ausgebildete Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben regelmäßig noch ein selbst gestecktes berufliches Ziel vor Augen, während die älteren Mitarbeiter häufig mit ihrer erreichten Position zufrieden sind oder sich zumindest mit ihr abgefunden haben.
Problemdarlegung und Problemabgrenzung: Die Einleitung beleuchtet die strategische Bedeutung der Mitarbeitermotivation für den Unternehmenserfolg und definiert das Problem des Wertewandels und der Motivationskrise.
Grundlegende begriffliche Klärungen: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Grundlagen von Motiven, Motivation und dem Motivationsprozess sowie die Abgrenzung verschiedener Motivationstheorien.
Die Arbeitsmotivation des Menschen: Hier werden zentrale Motive wie Entlohnung und Bindung sowie periphere Motive wie Arbeitsgestaltung und Zeitmodelle zur Motivation der Beschäftigten dargelegt.
Die Förderung der Mitarbeitermotivation im Berufsalltag: Die Arbeit diskutiert praktische Ansätze wie das Unternehmensleitbild, kooperative Führung, Informationspolitik und die Gestaltung des Arbeitsplatzes.
Der Zerfall der Mitarbeitermotivation im Berufsalltag: Das Kapitel analysiert die Stagnationsfaktoren in Deutschland, die Entstehung einer "Negativität" und die sozioökonomischen Ursachen wie Globalisierung und Reformprozesse.
Das Phänomen Negativität – Lösungsansätze: Der letzte Teil bietet unternehmensinterne Strategien zur psychologischen Stabilisierung sowie politisch-wirtschaftliche Offensiven zur Re-Vitalisierung der sozialen Marktwirtschaft an.
Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Erkenntnisse und Betonung der Notwendigkeit einer werteorientierten Führung und einer sinnstiftenden Arbeitsmarktpolitik.
Mitarbeitermotivation, Unternehmenserfolg, Negativität, Arbeitswelt, Sozialstaat, Globalisierung, Führung, Arbeitsplatzgestaltung, Wertewandel, Personalwirtschaft, Arbeitsmarkt, Motivationskrise, Soziale Marktwirtschaft, Delegation, Unternehmensleitbild.
Die Diplomarbeit untersucht die Bedeutung der Mitarbeitermotivation als entscheidenden Faktor für den Unternehmenserfolg und analysiert, warum diese Motivation in stagnierenden Gesellschaften gefährdet ist.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen der Motivation, praktische Förderinstrumente im Berufsalltag und die Auswirkungen gesellschaftspolitischer Krisenphänomene wie Massenarbeitslosigkeit auf das Leistungsverhalten.
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Unternehmen und Politik den Zerfall der Arbeitsmotivation stoppen können, um kollektive Starre und Pessimismus zu überwinden.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Diskussion aktueller wirtschaftspsychologischer und personalwirtschaftlicher Konzepte, illustriert durch zahlreiche Fallbeispiele aus der Unternehmenspraxis.
Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Motivationsbarrieren und stellt sowohl interne Unternehmensstrategien (z.B. Kooperative Führung) als auch gesamtwirtschaftliche Lösungsansätze gegenüber.
Die wichtigsten Begriffe sind Mitarbeitermotivation, Unternehmenserfolg, Negativität am Arbeitsplatz, Soziale Marktwirtschaft, Führung, Globalisierung und Personalwirtschaft.
Das Statusmotiv verdeutlicht das Streben der Menschen, sich von ihrem Umfeld abzuheben, was Führungskräfte bei der Gestaltung von Anreizsystemen und der Unternehmenskultur berücksichtigen müssen.
In wirtschaftlich schwierigen Phasen mit Stellenabbau wird die Sicherheit des Arbeitsplatzes zu einem Primärmotiv, das die Basis für Leistungsbereitschaft bildet.
Ein authentisch gelebtes Leitbild vermittelt Werte, mit denen sich Mitarbeiter identifizieren können, und schafft somit ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und einen Sinn in der Arbeit.
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