Diplomarbeit, 2005
70 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Thema
1.2. Vorgehen und Struktur
2. Kommunikationsraum Europa
2.1. Historisch-geographische Perspektive
2.2. Soziale Perspektive
2.3. Fazit
3. Europäische Öffentlichkeit
3.1. Die Gretchenfrage nach der Existenz europäischer Öffentlichkeit
3.2. Begriffsklärung
3.3. Notwendigkeit einer europäischen Öffentlichkeit
3.3.1. Das Demokratiedefizit der Europäischen Union
3.3.2. Der Legitimitätsbedarf der Europäischen Union
3.3.3. Politische Identität in der Europäischen Union
3.3.4. Defizite bei der EU-Berichterstattung
3.4. Entwicklung einer europäischen Öffentlichkeit: Probleme und Lösungen
3.4.1. Das Problem der Sprachenvielfalt
3.4.2. Der Problemfaktor „Europäische Union“
3.4.3. Die Rolle der Verfassung
3.4.4. Medien und EU-Öffentlichkeitsarbeit als Problemfaktoren
3.4.5. Aktionsplan Kommunikation
3.5. Fazit
4. Medium Internet und europäischer Online-Journalismus
4.1. Besonderheiten des Mediums und daraus resultierende Möglichkeiten
4.2. Bestandsaufnahme des europäischen Online-Journalismus
4.2.1. EurActiv
4.2.2. EUobserver
4.2.3. Eurozine
4.2.4. Newropeans Magazine
4.2.5. Transitions Online
4.2.6. Visegrád.info
4.2.7. EuropeanVoice
4.2.8. EU-Digest
4.2.9. Euro-Correspondent
4.2.10. Euronews
4.2.11. Weitere Online-Publikationen
4.3. Fazit
5. Ausgewählte Online-Publikationen
5.1. europa-digital
5.2. café babel
5.3. Europolitan
5.4. Fazit
6. Vorschläge für die ideale europäische Online-Publikation
6.1. Redaktion und Organisation
6.2. Markenstrategie
6.3. Finanzierung
6.4. Mehrsprachigkeit
6.5. Inhalte
6.6. Multimedialität
6.7. Interaktivität
6.8. Intermedialität
6.9. Öffentlichkeitsarbeit
6.10. Fazit
7. Fazit und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, die Rolle des europäischen Online-Journalismus bei der Entwicklung einer europäischen Öffentlichkeit zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, ob und wie das Internet dazu beitragen kann, sprachliche und kulturelle Barrieren zu überwinden, um eine grenzüberschreitende europäische Kommunikation zu fördern und damit das Demokratiedefizit der EU abzumildern.
3.1. Die Gretchenfrage nach der Existenz europäischer Öffentlichkeit
Gibt es bereits eine europäische Öffentlichkeit? Wenn ja, wie sieht diese aus? Oder, falls nicht, wie müsste sie aussehen?
„Mit der Frage nach der Existenz oder Nicht-Existenz einer europäischen Öffentlichkeit ist relativ wenig gewonnen, da man je nach Definition das eine wie das andere begründen könnte, ohne damit der Komplexität des Phänomens Rechnung zu tragen (Requate, Schulze-Wessel 2002: 37).
Requate und Schulze-Wessel haben Recht: Die Frage nach der Existenz einer europäischen Öffentlichkeit wird von Wissenschaftlern und Experten zum Teil sehr unterschiedlich beantwortet. Eine Auswahl von Meinungen soll dies zunächst belegen.
1. Einleitung: Definiert das Thema, die Relevanz einer europäischen Öffentlichkeit für die EU und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2. Kommunikationsraum Europa: Analysiert Europa als historisch gewachsenen, komplexen Kommunikationsraum und untersucht die Auswirkungen von Nationalstaaten auf die Kommunikation.
3. Europäische Öffentlichkeit: Beleuchtet die theoretische Existenz einer europäischen Öffentlichkeit, deren Notwendigkeit angesichts demokratischer Defizite sowie die Hemmnisse bei ihrer Entstehung.
4. Medium Internet und europäischer Online-Journalismus: Untersucht die Potenziale des Internets für den Journalismus und führt eine Bestandsaufnahme relevanter europäischer Online-Publikationen durch.
5. Ausgewählte Online-Publikationen: Analysiert vertiefend drei spezifische Publikationen (europa-digital, café babel, Europolitan) mittels Leitfadengesprächen.
6. Vorschläge für die ideale europäische Online-Publikation: Leitet auf Basis der Analyse konkrete Empfehlungen für eine erfolgreiche europäische Online-Publikation ab.
7. Fazit und Ausblick: Fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung europäischer Öffentlichkeit und Medien.
Europäische Öffentlichkeit, Online-Journalismus, Europäische Union, Kommunikationsraum, Demokratiedefizit, Politische Identität, Internet, Medien, Transnational, Mehrsprachigkeit, Bürgerbeteiligung, Europa, Medienwissenschaft, Kommunikation, Integrationsprozess.
Die Arbeit untersucht, welche Rolle der Online-Journalismus bei der Entwicklung einer europäischen Öffentlichkeit spielen kann, um die Distanz zwischen den EU-Institutionen und den Bürgern zu verringern.
Die zentralen Felder sind die Geschichte des europäischen Kommunikationsraums, die theoretische Debatte um eine europäische Öffentlichkeit, die Analyse des Online-Journalismus sowie Konzepte zur Förderung europäischer Partizipation.
Das Ziel ist es zu klären, wie europäische Online-Angebote dazu beitragen können, eine europäische Identität zu stiften und die politische Teilhabe der Bürger über Sprach- und Ländergrenzen hinweg zu stärken.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur sowie eine empirische Bestandsanalyse und Leitfadengespräche mit Verantwortlichen führender europäischer Online-Publikationen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der europäischen Öffentlichkeit, eine Untersuchung der Besonderheiten des Internets für diesen Zweck und eine detaillierte Fallstudie zu ausgewählten europäischen Online-Magazinen.
Kernbegriffe sind europäische Öffentlichkeit, Online-Journalismus, Demokratiedefizit der EU, europäische Identität, Internet, Partizipation und transnationale Kommunikation.
Das Demokratiedefizit wird als wesentlicher Grund für das Fehlen einer funktionierenden europäischen Öffentlichkeit identifiziert, da Bürger sich mit der EU kaum identifizieren können und wenig Einfluss auf Entscheidungen sehen.
Sprachenvielfalt wird als große Hürde betrachtet; die Arbeit zeigt jedoch auf, dass Medien durch Mehrsprachigkeit und Übersetzung als Brücken fungieren können, um transnationale Debatten zu ermöglichen.
Die Analyse ergibt, dass europa-digital, café babel und Europolitan zwar wichtige Pioniere sind, ihre Reichweite jedoch bisher zu gering ist, um eine echte europäische Massenöffentlichkeit zu etablieren.
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