Diplomarbeit, 2006
112 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung und Zielsetzung
1.1. Einleitung
1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Vorstellung des Berufsstandes der Aktienanalysten
2.1.1. Definition
2.1.2. Klassifizierung
2.1.3. Aktienanalysten in Deutschland
2.1.4. Rolle des Aktienanalysten als Informationsintermediär
2.2. Arbeitsweise von Aktienanalysten
2.2.1. Informationsbeschaffung
2.2.2. Informationsverarbeitung
2.2.3. Informationsdistribution
2.2.4. Leistungsbewertung
2.3. Sicht des internationalen Standardsetters
3. Aktueller Stand der Forschung
3.1. Rolle von Rechnungslegungsdaten bei der Informationsbeschaffung
3.2. Rechnungslegungsdatenbereinigung während der Informationsverarbeitung
3.3. Bewertungsmethoden im Rahmen der Informationsverarbeitung
4. Methodik
4.1. Vorstellung und Abgrenzung der Methodik
4.1.1. Abgrenzung der Content-Analysis
4.1.2. Aufbau der Content-Analysis
4.2. Vorstellung der Analyseobjekte
4.2.1. Auswahl der Unternehmen
4.2.2. Auswahl der Analystenberichte
4.3. Vorstellung der Auswertung
4.3.1. Rolle der Rechnungslegung
4.3.2. Bereinigung von Rechnungslegungsdaten
4.3.3. Bewertungsmethoden
5. Ergebnisse der Auswertung
5.1. Rolle der Rechnungslegung
5.2. Bereinigung von Rechnungslegungsdaten
5.3. Bewertungsmethoden
6. Implikationen aus Literaturanalyse und Fallstudie
6.1. Implikationen für die Relevanz der Rechnungslegung
6.2. Implikationen für die Verlässlichkeit der Rechnungslegung
7. Konklusion
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Erkenntnisse über die Nutzung von Jahres- und Quartalsabschlüssen durch deutsche Aktienanalysten zu gewinnen, um die Diskrepanz zwischen dem hohen Aufwand der Rechnungslegung und deren wahrgenommener Relevanz für Investitionsentscheidungen zu ergründen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die quantitative Relevanz der Rechnungslegung, die qualitative Bereinigung dieser Daten und die angewandten Bewertungsmethoden der Analysten.
1.1. Einleitung
„The annual report is the single most widely used source of information about a company, yet it is not particularly valuable in investment decision making.” Diese Aussage, die in ähnlicher Form in anderen, auch jüngeren, Studien wiederholt wird, deutet auf eine mögliche Diskrepanz hinsichtlich der Relevanz der Rechnungslegung hin. Während börsennotierte Unternehmen, aufgrund von Publizitätspflichten und kommunikationspolitischen Motiven, einen aufwendigen Berichterstattungsprozess betreiben, der von den Rechnungslegungsstandardsettern in großen Teilen detailliert reglementiert ist, scheinen die Adressaten das Hauptergebnis dieses Prozesses, nämlich den Jahresabschluss, zwar zu nutzen, jedoch weniger zu schätzen.
Als die primären Adressaten der internationalen Rechnungslegung gelten die aktuellen und potenziellen Eigenkapitalinvestoren. Eigenkapitalinvestoren stellen jedoch keine homogene Gruppe dar, sondern lassen sich unterteilen in den institutionellen Investor, den privaten Investor und den Aktienanalysten. Aktienanalysten sind dabei das zentrale Bindeglied zwischen institutionellen Investor und Management und können die asymmetrische Informationsverteilung zwischen den beiden Gruppen verringern. Aufgrund der Bedeutung von institutionellen Investoren als wichtigste Entscheidungsträger an den internationalen Aktienmärkten, muss ein börsennotiertes Unternehmen sich mit Aktienanalysten auseinander setzen, um langfristig erfolgreich den Kapitalmarkt nutzen zu können.
Die Sichtweise der Aktienanalysten über die Nützlichkeit von Rechnungslegungsdaten sollte daher bei Standardsettern, Forschern und Unternehmen besondere Beachtung finden. Die Nutzer von Rechnungslegungsdaten unterscheiden sich in ihrem Charakter und in der Art ihrer Entscheidungen sehr und messen aufgrund divergierender Informationsbedürfnisse auch den Jahres- und Quartalsabschlüssen eines Unternehmens unterschiedliche Bedeutung bei.
1. Einleitung und Zielsetzung: Einführung in die Thematik der Diskrepanz zwischen Rechnungslegung und deren Nutzung sowie Definition der Untersuchungsziele.
2. Theoretische Grundlagen: Vorstellung des Berufsbildes der Aktienanalysten, ihrer Arbeitsweise und ihrer Rolle als Informationsintermediäre am Kapitalmarkt.
3. Aktueller Stand der Forschung: Chronologische Aufarbeitung existierender empirischer Studien zu Informationsbedarf, Datenbereinigung und Bewertungsmethoden von Analysten.
4. Methodik: Detaillierte Beschreibung des Forschungsansatzes mittels Content-Analysis sowie Auswahl der untersuchten Unternehmen und Berichte.
5. Ergebnisse der Auswertung: Präsentation der empirischen Ergebnisse zur Rolle der Rechnungslegung, Datenbereinigung und Bewertungsmethoden in den untersuchten Analystenberichten.
6. Implikationen aus Literaturanalyse und Fallstudie: Ableitung von Konsequenzen für Unternehmen und Standardsetter basierend auf den qualitativen Anforderungen an IFRS-Abschlüsse.
7. Konklusion: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse unter Berücksichtigung der methodischen Grenzen der Arbeit.
Aktienanalysten, Rechnungslegungsdaten, Content-Analysis, Jahresabschluss, Quartalsabschluss, Finanzanalyst, Investitionsentscheidung, Unternehmensbewertung, Datenbereinigung, Kapitalmarkt, Informationsintermediär, Fundamentalanalyse, Gewinnprognosen, Investor Relations, IFRS.
Die Diplomarbeit untersucht die Verwendung von Rechnungslegungsdaten durch Aktienanalysten, um die Diskrepanz zwischen der detaillierten Reglementierung der Rechnungslegung und deren tatsächlicher Nutzung durch Investoren zu verstehen.
Die Untersuchung konzentriert sich auf drei Hauptbereiche: Die quantitative Rolle von Rechnungslegungsdaten bei der Informationsbeschaffung, die Art der qualitativen Datenbereinigung und die von Analysten angewandten Bewertungsmethoden.
Das Ziel ist, ein besseres Verständnis über die Praxis der Analysten zu erlangen, um Erkenntnisse darüber zu gewinnen, inwieweit Daten aus der Rechnungslegung für Anlageempfehlungen und Prognosen genutzt werden und ob eine Diskrepanz zur Theorie besteht.
Die Arbeit nutzt die Methodik der Content-Analysis (Inhaltsanalyse), um systematisch 17 ausgewählte Analystenberichte deutscher Unternehmen zu untersuchen und quantitativ sowie qualitativ auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, einen Literaturüberblick über den Forschungsstand, die detaillierte Beschreibung der Methodik, die Präsentation der Fallstudien-Ergebnisse sowie deren Implikationen für die Rechnungslegungspraxis.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Aktienanalysten, Content-Analysis, Rechnungslegungsdaten, Unternehmensbewertung und Kapitalmarkteffizienz charakterisiert.
Die Arbeit konzentriert sich ausschließlich auf Sell-Side-Analysten, da deren Berichte öffentlich zugänglich sind und somit eine Inhaltsanalyse ermöglichen, während Buy-Side-Analysten interne Beratungsleistungen für ihre Arbeitgeber erbringen.
Die Studie verdeutlicht, dass Analysten bei der Bewertung stärker auf Gewinndaten (insbesondere Gewinn pro Aktie) fokussieren als auf Kapitalflussdaten, obwohl moderne Finanztheorien oft Letztere präferieren.
Die Untersuchung bestätigt, dass neben den formalen Rechnungslegungsdaten persönliche Kontakte zum Management und Analystenkonferenzen einen hohen Stellenwert als Informationsquelle einnehmen, was die Aktualität der Rechnungslegung relativiert.
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