Bachelorarbeit, 2006
113 Seiten, Note: 1,5
A. Sarbanes-Oxley Compliance: ein hochaktuelles Thema
I. Themeneinführung
II. Ziel, Struktur und Methodik
1. Warum diese Diplomarbeit?
2. Struktur und Methodik
B. Grundlagen
I. Hintergründe des Acts: Unternehmenskrisen als Auslöser
1. Wertpapiergesetze, Rechnungslegung und Corporate Governance in den Vereinigten Staaten
2. Versagen von Corporate Governance und US GAAP
II. Der Act: seine Ziele und Anwendungsbereiche
1. Verabschiedung des Sarbanes-Oxley Acts (2002)
2. Ziele, Auswirkungen und Anwendungsbereich: das Gesetz im Überblick
III. Wichtige Bestimmungen im Überblick
1. Kontrollen und Verfahren zur Offenlegung von Informationen
2. Verstärkung von Ethik und Corporate Governance
IV. Interne Kontrollsysteme (IKS) und Effektivitätsbewertung
1. Rolle, Struktur und Aufgabenbereiche eines IKS
2. Das COSO Rahmenwerk für interne Kontrollen
3. Ansätze zur Effektivitätsbewertung interner Kontrollsysteme
V. Zusammenfassung
C. Globale Organisation und Ablauf von Sarbanes-Oxley Compliance Projekten
I. Wahl der Methodik – Grundschema
II. Ziele und Planung des Projekts
1. Erstellung von Zielkatalog und Masterplan
2. Festlegung der allgemeinen Projektorganisation
III. Dokumentation und Bewertung des ICOFR
1. Abgrenzung: Activity-Level und Entity-Level Kontrollen
2. Für die Prüfung relevante Kontrollen identifizieren
3. Prozesse und Kontrollen dokumentieren, analysieren und bewerten
4. Kontrollschwächen dokumentieren und beheben
5. Operative Wirksamkeit der ICOFR prüfen, analysieren und bewerten
IV. Berichterstattung auf Konzernebene
1. Sign-off und Berichterstattung durch das Management
2. Testierung und Berichterstattung durch den Abschlussprüfer
V. Projektrisiken und Erfolgskriterien
1. Inhärente Risiken eines SOA Compliance Projekts
2. Entscheidende Erfolgskriterien konzerweiter SOA Projekte
VI. Was ein erfolgreiches Compliance Projekt der RC bringt
VII. Zusammenfassung
D. Problematik und Anforderungen der SOA Compliance auf Geschäftseinheitsebene (GEE)
I. SOA Compliance auf GEE: „ein Projekt im Projekt“
1. Schnittstellen zwischen globaler und lokaler Compliance
2. Betroffene Geschäftseinheiten (GE)
II. Anforderungen an die Projektorganisation auf GEE
1. Zieldefinierung – SOA Compliance
2. Funktion und Berichtspflicht des lokalen SOA Managers
3. Das Vorgehen auf GEE in der Praxis
III. Häufige Probleme und Erfolgsfaktoren für den lokalen Projektverlauf
1. Verständnis und Motivation der Mitarbeiter fördern
2. Effizienzsteigerungspotenziale erkennen und wahrnehmen
IV. Zusammenfassung
E. Fazit und Ausblick
I. Zusammenfassung und Fazit
II. Ausblick: mehr Sicherheit für Kapitalanleger?
Ziel der Arbeit ist es, die spezifischen Anforderungen der SOA Compliance auf Ebene einzelner Geschäftseinheiten (GE) innerhalb eines globalen Konzernprojekts zu beleuchten und praxisorientierte Lösungsansätze für lokale Manager aufzuzeigen.
Enrons kreative Buchführungspraktiken
Natürlich waren die veröffentlichten Zahlen keine reine Erfindung, da sie mit den Daten der Rechnungslegung absolut kohärent sind. Die eigentliche fälschende Kreation lag also schon bei der Erstellung des Abschlusses vor.
Grundsätzlich drehten sich Enrons Machenschaften um verschiedene Transaktionen mit so genannten Special Purpose Entities (SPE), die letztlich vom Konsolidierungsrahmen ausgeschlossen wurden und sich somit nicht im Konzernabschluss widerspiegelten. Dabei handelte es sich unter anderem um Sale-lease-back Operationen und um den Handel mit eigenen Wertpapieren, die zu einer künstlichen Aufblähung der Konzernerträge und einer fiktiven Verschiebung Milliarden hoher Schulden aus der Konzernbilanz verhalfen (Vgl. PIGE, 2002).
Da die Standardsets (SFAS 125 und 140) zur Buchführung von SPE im Falle Enrons nicht anwendbar waren, wurde sich an Emerging Issue Task Forces (EITF 84-30, 90-15 und 96-21) orientiert. Diese EITF beinhalten genaue Kriterien, die erfüllt werden müssen, damit eine SPE nicht in die Konsolidierung miteinbezogen werden muss. Grundsätzlich geht es darum, dass eine unabhängige dritte Partei genügend Einfluss auf die SPE ausüben kann, um sicherzustellen, dass diese nicht vollends unter der Kontrolle des Sponsoren (hier Enron) steht (Vgl. PIGE, 2002). Obwohl diese Kriterien teilweise erfüllt waren, war nach herrschender Meinung die notwendige Unabhängigkeit der SPE nicht gegeben, so dass eine Konsolidierung dieser Einheiten hätte stattfinden müssen (Vgl. FONFEDER/ HOLTZMAN/ VENUTI, 2003).
Durch ihre saloppe Interpretation der Standards haben es Enrons Executives aber letztlich geschafft, in ihrem Konzernabschluss ein überaus verschönerndes Bild der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens zu geben.
A. Sarbanes-Oxley Compliance: ein hochaktuelles Thema: Einleitung in die Bedeutung des SOA als Reaktion auf Finanzskandale und Definition der Zielsetzung und Struktur der Diplomarbeit.
B. Grundlagen: Vermittlung des notwendigen Hintergrundwissens über US-Wertpapiergesetze, Corporate Governance, das COSO-Rahmenwerk für interne Kontrollen und die Bestimmungen des SOA.
C. Globale Organisation und Ablauf von Sarbanes-Oxley Compliance Projekten: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise bei der jährlichen Durchführung globaler SOA-Projekte und der Berichterstattung durch Management und Abschlussprüfer.
D. Problematik und Anforderungen der SOA Compliance auf Geschäftseinheitsebene (GEE): Detaillierte Analyse der spezifischen Herausforderungen bei der Umsetzung der Compliance-Vorgaben in den operativen Geschäftseinheiten inklusive praktischer Lösungsansätze.
E. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der Frage, ob der SOA nachhaltig zu mehr Sicherheit für Kapitalanleger führen kann.
Sarbanes-Oxley Act, SOA Compliance, §404, Interne Kontrollsysteme, IKS, COSO, Finanzberichterstattung, Reporting Companies, Geschäftseinheitsebene, Risikomanagement, Prozess-Scoping, Audit Committee, interne Revision, Wirtschaftsprüfer, Managementverantwortung.
Die Arbeit behandelt die organisatorischen und prozessualen Herausforderungen, die sich für Unternehmen aus den Anforderungen des Sarbanes-Oxley Acts (SOA) ergeben, mit einem besonderen Fokus auf die unterste operative Ebene.
Die Themen umfassen die Grundlagen des SOA, die Organisation konzernweiter Compliance-Projekte, die Dokumentation interner Kontrollen nach dem COSO-Rahmenwerk sowie die spezifischen Probleme und Erfolgsfaktoren bei der lokalen Umsetzung.
Das Ziel ist es, Mitarbeitern auf Geschäftseinheitsebene ein Verständnis für ihre Rolle im globalen SOA-Projekt zu vermitteln und praxisnahe Hinweise zur effizienten Gestaltung der Compliance-Aufgaben zu geben.
Die Arbeit basiert auf einer Synthese aus theoretischen Modellen (wie COSO und PwC-Methodik) und einer empirischen Komponente durch Umfragen und eigene Praxiserfahrungen bei der Eaton Corporation.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der globalen Projektorganisation (Kapitel C) und die spezifische Problematik der Compliance auf Geschäftseinheitsebene (Kapitel D), jeweils ergänzt durch methodische Erläuterungen und Fallbeispiele.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sarbanes-Oxley Act, §404, Internes Kontrollsystem (IKS), COSO, Compliance-Projekt und Geschäftseinheitsebene charakterisiert.
Die Eaton Corporation dient als zentrales Praxisbeispiel, an dem die Anwendung der theoretischen Vorgaben des SOA und die organisatorischen Schritte eines Compliance-Projekts konkret verdeutlicht werden.
Im Gegensatz zu vielen eher global orientierten Werken legt diese Diplomarbeit ihren Fokus explizit auf die unterste operative Ebene (Geschäftseinheitsebene) und die konkreten Anforderungen an dort tätige Mitarbeiter.
Der lokale SOA-Manager ist die zentrale Koordinationsstelle, die zwischen den Anforderungen des globalen Konzernprojekts und der operativen Umsetzung in der Geschäftseinheit vermittelt und für die Qualität der Dokumentation verantwortlich ist.
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