Diplomarbeit, 2006
168 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
2. Konzept der wertorientierten Unternehmensführung
2.1 Begriff und Zielsetzungen der wertorientierten Unternehmensführung
2.2 Performancemessung als Instrument der wertorientierten Unternehmensführung
2.3 Performancereporting als Instrument der internen und externen Unternehmenskommunikation
3. Performancemessung und -reporting als Instrumente der internen Unternehmenssteuerung
3.1 Wertorientierte Finanzkennzahlen
3.1.1 Entwicklungslinien und Abgrenzung zu traditionellen Finanzkennzahlen
3.1.2 Konzeptionelle Grundlagen wertorientierter Finanzkennzahlen
3.1.3 Darstellung und Analyse häufig verwendeter Kennzahlen
3.1.3.1 Wertbeitragskennzahlen
3.1.3.2 Rentabilitätskennzahlen
3.2 Integration der wertorientierten Unternehmensführung im Erfolgsmanagement
3.2.1 Grundlegendes
3.2.2 Wertorientiertes Prozesskostenmanagement
3.2.2.1 Konzeptionelle Grundlagen des Prozesskostenmanagements
3.2.2.2 Integration der Wertorientierung im Prozesskostenmanagement
3.2.2.3 Kritische Würdigung des wertorientierten Prozesskostenmanagements
3.2.3 Wertorientiertes Zielkostenmanagement
3.2.3.1 Konzeptionelle Grundlagen des Zielkostenmanagements
3.2.3.2 Darstellung und kritische Würdigung wertorientierter Methoden des Zielkostenmanagements
3.3 Balanced Scorecard als Instrument der wertorientierten Performancemessung
3.3.1 Konzept und Aufbau der Balanced Scorecard
3.3.2 Wertorientierte Gestaltung der Balanced Scorecard
3.3.2.1 Grundlegendes
3.3.2.2 Finanzperspektive
3.3.2.3 Kundenperspektive
3.3.2.4 Interne Prozessperspektive
3.3.2.5 Lern- und Entwicklungsperspektive
3.3.3 Kritische Würdigung der Balanced Scorecard
3.3.4 Aktueller Forschungsstand der Balanced Scorecard
4. Performancereporting als Instrument der externen Unternehmenskommunikation
4.1 Wertorientiertes Performancereporting
4.2 Konvergenz der in- und externen Berichterstattung
4.3 Auswirkungen aktueller Tendenzen in den Rechnungslegungsvorschriften auf das externe Performancereporting
4.4 Balanced Scorecard als Instrument des externen Performancereporting
5. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit analysiert Möglichkeiten zur Integration wertorientierter Unternehmensführung in interne Steuerungsinstrumente und externes Reporting, mit dem Ziel, ein internes Steuerungssystem zu entwickeln, das strategische Zielvorgaben auf operativer Ebene implementiert und gleichzeitig die Transparenz in der Unternehmenskommunikation erhöht.
1.1 Problemstellung
„Die Globalisierung der Kapitalmärkte hat grundlegende Auswirkungen auf die Unternehmensführung in Deutschland; insbesondere führt sie zu einem erhöhten Druck auf die Unternehmungen, ihre Entscheidungen am Ziel der Wertsteigerung auszurichten“. Nicht nur auf den Absatzmärkten sehen sich börsennotierte Unternehmen durch die Internationalisierung einem verschärften Wettbewerb ausgesetzt. Durch die zunehmende Bedeutung der Kapitalmärkte gewinnen die Interessen der Aktionäre vermehrten Einfluss auf die Unternehmensführung. Investoren streben die Maximierung ihres eingesetzten Kapitals an. Daher bedarf es in den Unternehmen eines internen Steuerungs- und Kontrollinstrumentariums, das die Identifikation wertschaffender Investitionen und deren regelmäßige Kontrolle ermöglicht. Wertorientierte Kennzahlen haben vor diesem Hintergrund das Ziel, die Wertgenerierung über die Perioden abzubilden. Sie sollen eine hohe Korrelation mit dem Unternehmenswert oder der Unternehmenswertänderung aufweisen und die Entscheidungen des Managements im Sinne der Eigentümer steuern. Darüber hinaus gewinnt die wertorientierte Unternehmensführung zunehmend Bedeutung in bereits etablierten Controllinginstrumenten. Insbesondere in strategischer Hinsicht wird diesbezüglich eine Integration der Wertorientierung in das Prozess- und Zielkostenmanagement diskutiert.
Parallel zu der wachsenden Bedeutung der wertorientierten Unternehmensführung hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass rein monetäre Indikatoren zur Steuerung nicht ausreichend sind. Vielmehr sind zur Abbildung des gesamten Leistungsvermögens eines Unternehmens weitere Messgrößen in verschiedenen Dimensionen wie z.B. Zeit, Qualität, Innovationsfähigkeit oder Kundenzufriedenheit von elementarer Bedeutung. Vor diesem Hintergrund hat sich die Performancemessung mittels Performance Measurement-Systemen etabliert. Eine Herausforderung besteht darin, die Kennzahlen der verschiedenen Dimensionen in ein Konzept zu fassen, das einerseits verständlich und kommunizierbar ist und andererseits die Beziehungen zwischen einzelnen Indikatoren aufzeigt. Darüber hinaus ist die Operationalisierung strategischer Zielvorgaben des Managements auf den unteren Ebenen oft mit Problemen verbunden. Eine zentrale Fragestellung lautet daher, wie sich diese Probleme lösen lassen und gleichzeitig eine Anbindung an die Interessen der Eigenkapitalgeber gewährleistet wird.
1 Einführung: Diese Einleitung erläutert die zunehmende Bedeutung der wertorientierten Unternehmensführung im Kontext globaler Kapitalmärkte und stellt die Zielsetzung der Arbeit dar.
2 Konzept der wertorientierten Unternehmensführung: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen der wertorientierten Unternehmensführung, einschließlich der Performancemessung und des Performancereporting als zentrale Steuerungselemente.
3 Performancemessung und -reporting als Instrumente der internen Unternehmenssteuerung: Dieser Hauptteil analysiert wertorientierte Finanzkennzahlen, die Integration der Wertorientierung in das Kostenmanagement sowie die Balanced Scorecard als Instrument der Performancemessung.
4 Performancereporting als Instrument der externen Unternehmenskommunikation: Der vierte Teil untersucht die Anforderungen an ein wertorientiertes Reporting, die Konvergenz zwischen internem und externem Berichtswesen sowie aktuelle Trends in der Rechnungslegung.
5 Zusammenfassung und Schlussbetrachtung: Dieses Fazit resümiert die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des wertorientierten Performance Measurements.
Wertorientierte Unternehmensführung, Performancemessung, Performancereporting, Balanced Scorecard, Economic Value Added, Prozesskostenmanagement, Zielkostenmanagement, Shareholder Value, Kapitalmärkte, Finanzkennzahlen, immaterielle Vermögenswerte, Unternehmenssteuerung, Lageberichterstattung, Strategieimplementierung, Werttreiber.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wertorientierten Unternehmensführung und der Frage, wie Unternehmen durch Performancemessung und -reporting ihre Aktivitäten effizienter an den Interessen der Kapitalgeber ausrichten können.
Zentrale Themen sind die Anwendung von Finanzkennzahlen wie dem EVA, die Integration von Wertorientierung in das Prozess- und Zielkostenmanagement sowie der Einsatz der Balanced Scorecard.
Das Ziel ist die Entwicklung eines internen Steuerungssystems und eines externen Reportings, die strategische Zielvorgaben operativ umsetzen und die Transparenz für externe Stakeholder, insbesondere Anleger, erhöhen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Erarbeitung einer praxisorientierten, wertorientierten Balanced Scorecard, die beispielhaft mittels eines Excel-basierten Tools umgesetzt wird.
Der Hauptteil analysiert traditionelle vs. wertorientierte Kennzahlen, verknüpft diese mit dem Prozess- und Zielkostenmanagement und detailliert die Gestaltung einer Balanced Scorecard sowie deren Einbindung in die Unternehmenssteuerung.
Wesentliche Begriffe sind unter anderem Wertorientierte Unternehmensführung, Balanced Scorecard, Economic Value Added (EVA), Performance Measurement und wertorientiertes Reporting.
Die Balanced Scorecard ermöglicht es, neben rein monetären Kennzahlen auch nicht-monetäre Werthebel (wie Kunden, Prozesse und Mitarbeiter) in die strategische Steuerung zu integrieren.
Das Value Reporting dient dazu, Informationsasymmetrien zwischen Unternehmen und Kapitalmarkt abzubauen, indem relevante Informationen über die Wertschöpfung transparent kommuniziert werden.
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