Diplomarbeit, 2006
121 Seiten, Note: 2,0
1. Activity Based Budgeting
1.1 Activity Based Management (ABM) - Prozesskostenmanagement
1.2 Activity Based Costing (ABC) - Prozesskostenrechnung
1.2.1 Ursprung der Prozesskostenrechnung
1.2.2 Grundlagen der Prozesskostenrechnung
1.2.3 Ziele der Prozesskostenrechnung
1.2.4 Umsetzung der Prozesskostenrechnung
1.2.5 Beurteilung und Grenzen der Prozesskostenrechnung
1.2.6 Prozesskostenrechnung in der öffentlichen Verwaltung
1.3 Die Budgetierung
1.3.1 Begriff
1.3.2 Ziele, Aufgaben und Anforderungen
1.3.3 Die Budgetarten
1.3.4 Ablauf
1.3.5 Vor- und Nachteile der traditionellen Budgetierung
1.4 Activity Based Budgeting (ABB) - Prozesskostenbudgetierung
1.4.1 Konzept des Activity Based Budgeting
1.4.2 Ziele
1.4.3 Vorteile und Nachteile
1.4.4 Umsetzung des ABB
1.4.5 Zukunft des ABB
1.5 Inwiefern ist das ABC/M bzw. ABB auf den öffentlichen Sektor anwendbar ?
1.5.1 Prozessorientiertes Verwaltungsmanagement
1.5.2 Inwiefern ist das ABC/M bzw. Activity Based Budgeting auf den öffentlichen Sektor anwendbar
2. Activity Based Budgeting in der Europäischen Union
2.1 Eigenschaften der öffentlichen Verwaltung
2.1.1 Wirtschaftlichkeit und Leistung in der öffentlichen Verwaltung
2.1.2 Budgetierungsfunktionen in der öffentlichen Verwaltung
2.2 Reform der Kommission
2.2.1 Allgemeine Einführung
2.2.2 Maβnahmenbezogenes Management (ABM) : Ein Instrument zur Umsetzung politischer Prioritäten
2.3 Das europäische Budget
2.3.1 Ziffer des europäischen Budgets
2.3.2 Bisherige Budgetierungsmethode
2.3.3 Das Budgetverfahren des Activity Based Budgets
2.4 Einführung des Activity Based Budgeting in der Europäischen Kommission
2.4.1 Ursprung und Ziele des Activity Based Budgeting
2.4.2 ABB-Eingliederungsplan
2.4.3 Activity Statements
2.4.4 Evaluierungen der Tätigkeiten
2.4.5 Konsequenzen der Einführung des Activity Based Budgeting
2.4.6 Verbesserungs- und Entwicklungsmöglichkeiten
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Activity Based Budgeting (ABB) als effiziente, outputorientierte Budgetierungsmethode, die aus den Managementkonzepten Activity Based Management (ABM) und Activity Based Costing (ABC) hervorgegangen ist. Dabei wird die Forschungsfrage beantwortet, inwiefern sich dieses Modell zur Optimierung der Ressourcenzuweisung und Steigerung der Leistungskultur innerhalb öffentlicher Verwaltungen, speziell am Beispiel der Europäischen Union, erfolgreich implementieren lässt.
1.1 Activity Based Management (ABM) - Prozesskostenmanagement
Am Ende der achtziger Jahre und am Anfang der neunziger Jahre wurden die Aussagewerte der üblichen Kostenrechnungssystemen kritisiert. Sie waren den damaligen Anforderungen nicht mehr gewachsen und ihre wirtschaftliche Entscheidungshilfe wurde immer geringer.
ABM erlaubt Managern die wahren Kosten zu erkennen und die verursachungsgerechte Verteilung dieser Kosten zu identifizieren. Dies erlaubt eine höhere Transparenz und das Treffen von richtigen strategischen und operativen Entscheidungen. ABM benutzt hauptsächlich Activity Based Costing Informationen, um die Profitabilität aller Produkte, Kunden, Dienstleistungen und Vertriebskanäle zu identifizieren. In vielen Unternehmen herrscht die Einstellung, dass jeder Kunde wertvoll für die Firma ist, obwohl einige Mitarbeiter intuitiv wissen, dass einige Klienten unprofitabel sind. Wenn zwei Kunden die gleichen Produkte und Dienstleistungen zum gleichen Preis kaufen, bedeutet dies nicht, dass diese Kunden gleich profitabel sind. Manche Kunde sind unkompliziert, andere weniger. Einige Kunden melden sich ausschließlich zur Bestellung. Im Gegensatz dazu gibt es andere Kunden, die stets die Bestellungen ändern möchten, Fragen haben, die Auslieferung beschleunigen möchten oder die erhaltene Ware umtauschen wollen. Diese Klienten sind für das Unternehmen natürlich teurer und deswegen muss versucht werden die Preise für unprofitable Kunden zu erhöhen oder einen Zuschlag für zusätzlich erbrachte Leistungen zu fordern. Diese „kundenspezifischen Kosten“ (Customer related Overheads) werden durch Activity Based Costing (ABC) (siehe 1.2) ermittelt. Diese Methode erlaubt nämlich, den Verbrauch von Ressourcen im Unternehmen direkt einzelnen Kundensegmenten zuzuordnen. Dies ist vor allem dank geeigneter Softwarelösungen möglich, die seit den frühen neunziger Jahren angeboten werden.
1. Activity Based Budgeting: Erläutert die theoretischen Grundlagen von ABM und ABC sowie die traditionelle Budgetierung im Vergleich zum modernen prozessorientierten Ansatz.
2. Activity Based Budgeting in der Europäischen Union: Analysiert die praktische Anwendung des ABB-Modells im Zuge der Verwaltungsreform der Europäischen Kommission und beleuchtet die Rolle von Performance-Instrumenten bei der Ressourcenzuweisung.
Activity Based Budgeting, Prozesskostenrechnung, Europäische Union, Verwaltungsreform, Ressourcenmanagement, Performance Management, Prozessorientierung, Kostentransparenz, öffentliche Verwaltung, Effizienz, Activity Statements, Haushaltsverfahren, Leistungsindikatoren, Budgetkontrolle, Prozessoptimierung
Die Arbeit befasst sich mit dem Managementkonzept des Activity Based Budgeting (ABB) und untersucht dessen Übertragbarkeit und Nutzen als Instrument für öffentliche Verwaltungen.
Die zentralen Felder sind die Prozesskostenrechnung, Methoden der Budgetierung, strategische Unternehmensführung sowie die spezifischen Anforderungen öffentlicher Institutionen an effizientes Finanzmanagement.
Ziel ist es, die Konzepte, Ziele und Vorteile des Activity Based Budgeting vorzustellen und die Umsetzung dieses Systems beispielhaft anhand der Reformprozesse der Europäischen Union zu analysieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Analyse der EU-Reformprozesse, gestützt durch offizielle Dokumente der Europäischen Kommission und Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die prozessorientierte Budgetierung und eine detaillierte Fallstudie zur Implementierung des ABM/ABB in der EU-Kommission seit der Reform im Jahr 2000.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Prozesskostenbudgetierung, Performance Management, öffentliche Verwaltung, Effizienzsteigerung und die EU-Haushaltsführung.
Im Gegensatz zu rein ressourcenorientierten Budgets verknüpfen Activity Statements die bereitgestellten Finanzmittel direkt mit spezifischen politischen Zielen, Indikatoren und den erwarteten Ergebnissen der jeweiligen Tätigkeiten.
Eine zentrale Herausforderung besteht darin, dass öffentliche Einrichtungen kein Profitmotiv haben, wodurch sich die Leistungsmessung nicht allein an finanziellen Kennzahlen orientieren kann und politische Prioritäten eine komplexe Integration erfordern.
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