Diplomarbeit, 2005
54 Seiten, Note: 14,5
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1. Zur Einleitung: Ziel dieser Betrachtung
2. Der Begriff Aggression – eine Definition
3. Art und Häufigkeit - Kontakte mit psychisch Gestörten
4. Relevante psychische Störungen – ein Überblick
4.1 Substanzinduzierte Störungen
4.1.1 Alkohol
4.1.2 Andere Substanzen
4.2 HOPS- Das hirnorganische Psychosyndrom
4.3 Schizophrenie
4.4 Affektive Störungen
4.4.1 Depressionen
4.4.2 Manie
4.4.3 Suizidalität
4.5 Persönlichkeitsstörungen
4.5.1 Antisoziale Persönlichkeitsstörungen
4.5.2 Borderline – Persönlichkeitsstörungen
4.5.3 Histrionische Persönlichkeitsstörungen
4.5.4 Narzisstische Persönlichkeitsstörungen
5. Psychische Störungen und Aggressionen – Resümee
6. Psychisch Gestörte und Polizeibeamte – die Interaktion
7. Abschlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen psychischen Störungen und Aggressionsverhalten aus polizeipsychologischer Sicht, um Einsatzkräften durch fundiertes Wissen eine deeskalierende Interaktion mit psychisch auffälligen Personen im polizeilichen Alltag zu ermöglichen.
4.1.2 Andere Substanzen
Für den polizeilichen Einsatz im Hinblick auf Aggressionen ist es nicht notwendig zu wissen, welche Beschaffenheit eine Substanz oder welche Auswirkungen sie auf die Physiologie des Menschen hat. Wichtig ist, das Verhalten des Konsumenten richtig zu beobachten und zu interpretieren, entsprechend in Kontakt mit ihm zu treten und zu wissen, dass deviantes Verhalten einen krankhaften Hintergrund haben kann. Die Frage, welche Substanz eingenommen wurde, wird sich erst im Verlauf des Einsatzes beantworten lassen, wenn überhaupt. Um darzustellen, welche Symptome der PVB bei bestimmten substanzinduzierten Störungen zu erwarten hat, soll eine grobe Einteilung der, in der Regel illegalen, von einer minderen Griffnähe betroffenen Substanzen, erfolgen.
Für die Praxis hat sich eine Einteilung nach der Wirkung in sedativ, analeptisch und halluzinogen bewährt. Sedative Substanzen machen den Konsumenten müde und schläfrig.
Die Sedativa, auch „downer“ genannt, verlangsamen die Aktivität des Körpers und mindern die Reaktionsbereitschaft.
1. Zur Einleitung: Ziel dieser Betrachtung: Einführung in die Problematik des polizeilichen Umgangs mit psychisch gestörten Personen und Formulierung der Forschungsfrage zur Aggressionsbereitschaft.
2. Der Begriff Aggression – eine Definition: Theoretische Herleitung des Aggressionsbegriffs und Vorstellung psychologischer Erklärungsmodelle für aggressives Verhalten.
3. Art und Häufigkeit - Kontakte mit psychisch Gestörten: Darstellung der statistischen Relevanz psychiatrischer Notfallsituationen im polizeilichen Dienstalltag.
4. Relevante psychische Störungen – ein Überblick: Fachliche Einordnung verschiedener Störungsbilder und deren spezifische Symptomatik im Hinblick auf die polizeiliche Einsatzpraxis.
5. Psychische Störungen und Aggressionen – Resümee: Zusammenfassende Bewertung empirischer Erkenntnisse zum Zusammenhang von psychischen Krankheiten und einem erhöhten Aggressionspotenzial.
6. Psychisch Gestörte und Polizeibeamte – die Interaktion: Analyse des polizeilichen Interaktionsverhaltens und notwendiger Kommunikationsstrategien zur Deeskalation.
7. Abschlussbetrachtung: Fazit zur Notwendigkeit einer verbesserten didaktischen Ausbildung und Integration von Verhaltenstraining in die polizeiliche Fortbildung.
Polizeipsychologie, Aggression, psychische Störung, Polizeivollzugsbeamte, Einsatztraining, Deeskalation, Schizophrenie, Persönlichkeitsstörung, Substanzmissbrauch, Krisenintervention, Sozialinteraktion, Eigensicherung, Gewaltprävention, Kommunikation, Interaktionsdynamik.
Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen psychischen Störungen und aggressivem Verhalten, um Polizeibeamten Sicherheit und Strategien für die Bewältigung schwieriger Einsatzsituationen zu vermitteln.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Aggression, der Symptomatik klinischer Störungsbilder, statistischen Daten zu Polizeikontakten und Methoden der kommunikativen Deeskalation.
Ziel ist es zu klären, ob bei bestimmten psychischen Störungen eine erhöhte Aggressionsbereitschaft besteht und wie Polizeikräfte diese Aggressionen im Einsatz erkennen und kontrollieren können.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse klinischer und kriminologischer Studien sowie auf die Integration polizeipsychologischer Modelle zur Handlungs- und Interaktionssteuerung.
Der Hauptteil gliedert sich in die klinische Beschreibung relevanter Störungen (wie Substanzinduzierte Störungen, Schizophrenie und Persönlichkeitsstörungen) und die Untersuchung der konkreten Interaktion zwischen Polizei und psychisch gestörten Bürgern.
Wichtige Begriffe sind Polizeipsychologie, Aggressionspotenzial, Deeskalationsstrategien, Eigensicherung und professionelle Kommunikation.
Die Arbeit identifiziert den Substanzmittelmissbrauch (Alkohol, Drogen) als einen wesentlichen Faktor, der die Hemmschwelle senkt und aggressives Verhalten, insbesondere bei vorbelasteten Personen, massiv verstärken kann.
Der Autor kritisiert eine teilweise unzureichende, örtlich getrennte Vermittlung von theoretischem Wissen und praktischem Verhaltenstraining und fordert eine engere Verzahnung beider Bereiche zur Steigerung der Handlungskompetenz.
Es dient dazu, durch permanente aktive Informationssuche im Einsatz eine gelassene Wachsamkeit zu erzeugen, die sowohl vor Überraschungen schützt als auch beim Gegenüber Souveränität vermittelt.
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