Diplomarbeit, 2006
85 Seiten, Note: 2,2
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Erkenntnisinteresse
1.3 Methodisches Vorgehen
2 Was sind Bilanzmanipulationen?
2.1 Einordnung der Bilanzmanipulationen in den Bereich der Wirtschaftskriminalität
2.1.1 Der Begriff der Wirtschaftskriminalität
2.1.2 Systematisierung der Wirtschaftskriminalität
2.2 Bilanzmanipulationen
2.2.1 Der Begriff
2.2.2 Arten
2.2.2.1 Allgemein
2.2.2.2 Darstellungsfälschungen
2.2.2.3 Ergebnisfälschungen
2.2.2.4 Zwischenfazit
2.2.3 Akteure
2.2.4 Motivation
2.2.5 Ziele, Konsequenzen und Geschädigte
3 Die Verantwortlichkeit des Wirtschaftsprüfers zur Aufdeckung von Bilanzmanipulationen im Rahmen der Jahresabschlussprüfung
3.1 Der Jahresabschluss und seine Zielsetzung
3.2 Die Verantwortung der Jahresabschlussprüfung
3.2.1 Gesetzliche Vorschriften
3.2.2 Konkretisierung der gesetzlichen Vorschriften durch das Institut der Wirtschaftsprüfer
3.3 Erwartungen der Öffentlichkeit – Die Erwartungslücke
4 Möglichkeiten zur Aufdeckung von Bilanzmanipulationen im Rahmen der Jahresabschlussprüfung
4.1 Der Prüfungsprozess
4.2 Berücksichtigung der Möglichkeit von Bilanzmanipulationen im Prüfungsprozess
4.2.1 Die Auftragsannahme
4.2.2 Die Prüfungsplanung
4.2.3 Die Prüfungsdurchführung
4.2.3.1 Die Prüfungshandlungen
4.2.3.2 Arten von Prüfungshandlungen und ihre Vorgehensweise
4.2.3.2.1 Systematisierung der Prüfungshandlungen
4.2.3.2.2 Die Risikobeurteilung
4.2.3.2.2.1 Systematisierung des Prüfungsrisikos
4.2.3.2.2.2 Die Vorgehensweise zur Beurteilung des inhärenten Risikos
4.2.3.2.2.3 Die Vorgehensweise zur Beurteilung des Kontrollrisikos
4.2.3.2.2.4 Zwischenfazit
4.2.3.2.3 Funktionsprüfungen
4.2.3.2.4 Aussagebezogene Prüfungshandlungen
4.2.3.2.4.1 Allgemein
4.2.3.2.4.2 Analytische Prüfungshandlungen
4.2.3.2.4.3 Einzelfallprüfungen
4.2.3.2.4.4 Grenzen der aussagebezogenen Prüfungshandlungen zur Aufdeckung von Bilanzmanipulationen
4.2.4 Die Berichterstattung
5 Schlussbetrachtung
5.1 Zusammenfassung
5.2 Fazit
Die Diplomarbeit untersucht die Rolle des Wirtschaftsprüfers bei der Aufdeckung von Bilanzmanipulationen im Rahmen der Jahresabschlussprüfung. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, welche Verantwortung den Prüfer trifft, welche methodischen Möglichkeiten ihm zur Aufdeckung zur Verfügung stehen und wo die Grenzen dieser Prüfungshandlungen liegen, insbesondere unter Berücksichtigung der Erwartungslücke zwischen Öffentlichkeit und Berufsstand.
4.2.3.2.4.2 Analytische Prüfungshandlungen
Analytische Prüfungshandlungen sind Plausibilitätsbeurteilungen von Verhältniszahlen und Trends, durch die Beziehungen von prüfungsrelevanten Daten eines Unternehmens zu anderen Daten aufgezeigt sowie auffällige Abweichungen festgestellt werden können. Sie beruhen auf der Erwartung, dass Beziehungen zwischen bestimmten Daten vorhanden sind und fortbestehen. In diesem Zusammenhang werden die zu beurteilenden Daten z. B. mit Informationen aus den Vorjahren, vom Unternehmen erwarteten Ergebnissen (Budgetierung, Prognosen), Erwartungen des Abschlussprüfers über die Fortentwicklung im Unternehmen oder branchenspezifischen Kennzahlen verglichen, wodurch Unvollständigkeiten und Unterdeckungen festgestellt werden können. Dementsprechend kommen vor allem die Kennzahlenanalyse, Zeitvergleiche und Benchmarking zur Anwendung. Durch diese ist es möglich, die Plausibilität der im Jahresabschluss enthaltenen Informationen zu hinterfragen und außergewöhnliche Bilanzpositionen und -relationen zu erkennen, insbesondere auch im Hinblick auf Bilanzmanipulationen. Dabei ist auf darauf hindeutende Warnsignale zu achten, welche Anhang 3 zu entnehmen sind.
Analytische Prüfungshandlungen können vor allem für die Aufdeckung von fiktiven Umsätzen und Forderungen, unterlassenen Abschreibungen, überbewerteten Vorräten und nicht passivierten Verbindlichkeiten hilfreich sein. Wird die Zuverlässigkeit der Plausibilitätsbeurteilungen als hoch eingestuft, können diese ausreichen, um ein hinreichend sicheres Prüfungsurteil zu erlangen. Ob trotzdem zusätzlich Einzelfallprüfungen durchzuführen sind, liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, wobei die Wesentlichkeit des betreffenden Teilaspekts in der Rechnungslegung, die Verlässlichkeit der Daten, auf deren Grundlage seine Erwartungsbildung erfolgt, sowie die Höhe der Abweichungen zwischen erwarteten und tatsächlichen Werten zu berücksichtigen sind.
1 Einleitung: Hinführung zum Thema Wirtschaftskriminalität und Definition des Erkenntnisinteresses sowie der methodischen Vorgehensweise.
2 Was sind Bilanzmanipulationen?: Einordnung von Bilanzmanipulationen in die Wirtschaftskriminalität, Systematisierung der Arten, Akteure und deren Motivation.
3 Die Verantwortlichkeit des Wirtschaftsprüfers zur Aufdeckung von Bilanzmanipulationen im Rahmen der Jahresabschlussprüfung: Analyse der gesetzlichen Pflichten und der Erwartungslücke der Öffentlichkeit gegenüber dem Berufsstand.
4 Möglichkeiten zur Aufdeckung von Bilanzmanipulationen im Rahmen der Jahresabschlussprüfung: Detaillierte Darstellung des Prüfungsprozesses, der Risikobeurteilung und der spezifischen Prüfungshandlungen sowie deren Grenzen.
5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Betrachtung der Untersuchungsergebnisse und Fazit zur Verantwortung und den Möglichkeiten des Wirtschaftsprüfers.
Wirtschaftsprüfung, Bilanzmanipulation, Jahresabschlussprüfung, Wirtschaftskriminalität, Management Fraud, Prüfungsrisiko, Risikobeurteilung, interne Kontrolle, Erwartungslücke, Abschlussprüfer, Red Flags, Prüfungshandlungen, Bilanzpolitik, Abschlussadressaten, Delikte.
Die Arbeit befasst sich mit der Verantwortung und den Möglichkeiten des Wirtschaftsprüfers, bei einer gesetzlichen Jahresabschlussprüfung vorsätzliche Bilanzmanipulationen durch das Management aufzudecken.
Die zentralen Themen sind die Systematisierung von Bilanzdelikten, die gesetzliche Haftung des Prüfers, die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit und die methodischen Werkzeuge wie die risikoorientierte Prüfung.
Es soll geklärt werden, inwieweit der Wirtschaftsprüfer für die Aufdeckung von Manipulationen verantwortlich ist und welche methodischen Grenzen seiner Arbeit bei krimineller Energie entgegenstehen.
Die Autorin stützt sich auf eine Analyse des aktuellen Rechtsrahmens (HGB), der Prüfungsstandards des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) sowie auf eine Auswertung relevanter Fachliteratur zu Betrugsdelikten.
Der Hauptteil analysiert den gesamten Prüfungsprozess von der Auftragsannahme über die Prüfungsplanung bis hin zur Berichterstattung im Hinblick auf das Entdeckungsrisiko bei Bilanzbetrug.
Wirtschaftsprüfung, Bilanzmanipulation, Management Fraud, Risikobeurteilung und die Erwartungslücke sind die zentralen Begriffe der Arbeit.
Dies liegt vor allem an der Stichprobenprüfung (Wirtschaftlichkeitsprinzip) und der Tatsache, dass kollusives Verhalten oder Management-Override-Strategien interne Kontrollsysteme gezielt ausschalten oder umgehen.
Red Flags dienen als Warnsignale, die es dem Prüfer ermöglichen sollen, bereits im Vorfeld oder während der Prüfung gefährdete Bereiche im Unternehmen zu identifizieren und die Prüfungsschwerpunkte entsprechend risikoorientiert anzupassen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

