Diplomarbeit, 2005
71 Seiten, Note: 1,00
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Gang der Untersuchung
2 Konzeptionelle Grundlagen eines handelsrechtlichen Jahresabschlusses
2.1 Kontinentaleuropäisches Normensystem
2.2 Zwecke und Grundsätze einer Rechnungslegung nach dem HGB
2.2.1 Buchführungs- und Jahresabschlusszwecke des HGB
2.2.2 Rechtsnatur, Entstehung und Ableitung von Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung
2.2.3 Exkurs: True and Fair View i. S. d. § 264 Abs. 2 HGB
2.3 Funktionen des handelsrechtlichen Jahresabschlusses
2.4 Grundlagen der Bewertungskonzeption des HGB
2.4.1 Vorbemerkungen
2.4.2 Das Anschaffungswertprinzip
2.4.3 Die Besonderheiten bei der Ausgestaltung des Bewertungsrechts nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB
2.4.4 Ausgewählte Einzelvorschriften der Bewertung
2.5 Zwischenergebnis
3 Konzeptionelle Grundlagen der IFRS
3.1 Das Anglo-Amerikanische Normensystem
3.2 Institutioneller Rahmen - Ziele, Entwicklung und Bedeutung
3.3 Das Framework
3.3.1 Vorbemerkungen
3.3.2 Zwecke, Ziele und Adressaten von IFRS-Abschlüssen
3.3.3 Grundlegende Anforderungen an die Rechnungslegung
3.3.4 Die Generalnorm der Fair Presentation
3.3.5 Kapitalkonzeptionen
3.4 Das Konzept der Fair Value-Bewertung
3.5 Ausprägungen der Fair Value-Bewertung in ausgewählten Standards
3.6 Das Prinzip der Ertragsrealisation und weitere grundlegende Anforderungen
3.7 Zwischenergebnis
4 Überlegungen zu einem möglichen Paradigmawechsel
4.1 Allgemeine Voraussetzungen für einen Paradigmawechsel
4.2 Auslöser eines Paradigmawechsels
4.2.1 Internationalisierung und Harmonisierung der Rechnungslegung
4.2.2 Internationalisierung der Rechnungslegungsvorschriften des HGB
4.3 Die Bedeutung des Paradigmawechsels für die Rechnungslegung
4.4 Der Wechsel des Rechnungslegungssystems als Erscheinungsform eines Paradigmawechsels
4.4.1 Die IFRS als maßgebendes Rechnungslegungssystems
4.4.2 Die Zweckmäßigkeit einer Fair Value-Bewertung
4.4.3 Die Gewährleistung des Gläubigerschutzes im Rahmen eines Paradigmawechsels
4.4.4 Zwischenergebnis und Ausblick
4.5 Der Wechsel der Bewertungskonzeption als Erscheinungsform eines Paradigmawechsels
4.5.1 Möglichkeiten und Probleme einer Fair Value-Bewertung nach HGB
4.5.2 Lösungsmöglichkeiten für die Zahlungsbemessung im Rahmen eines Paradigmawechsels
4.5.3 Zwischenergebnis und Ausblick
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, ob der Übergang vom traditionellen Anschaffungswertprinzip zur Fair Value-Bewertung in der Rechnungslegung einen Paradigmawechsel nach der Theorie von Kuhn darstellt. Hierbei wird analysiert, ob die internationale Harmonisierung und die IFRS-Standards tatsächlich ein neues Paradigma etablieren oder ob der Prozess noch in der Entwicklung begriffen ist, insbesondere im Hinblick auf den Gläubigerschutz.
4.2.1 Internationalisierung und Harmonisierung der Rechnungslegung
Die fortschreitende Globalisierung der Güter- und Kapitalmärkte und die damit einhergehenden grenzüberschreitenden Kapitalmarkttransaktionen bilden den Ausgangspunkt für eine Internationalisierung und Harmonisierung der Rechnungslegung.
Die Nutzung der internationalen Finanz- und Kapitalmärkte umspannt das Interesse ausländischer Investoren an geeigneten inländischen Investitionen ebenso wie das Interesse inländischer Unternehmen zur Finanzierung auf den ausländischen Märkten. Eine Vereinfachung dieses Prozesses würde herbeigeführt werden, wenn seitens des Unternehmens Informationen zur Verfügung gestellt werden, auf Grund derer den Investoren die Möglichkeit gegeben wird, ihre Anlageentscheidungen zu treffen.
Aus dem Blickwinkel der Unternehmung ist für die Zwecke der Kapitalbeschaffung folglich eine Berichterstattung nach international anerkannten Regelungen eine notwendige Voraussetzung, um diesen Informationsanforderungen genügen und sich an ausländischen Kapitalmärkten refinanzieren zu können.
1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung hinsichtlich der Globalisierung und der damit verbundenen Umstellung von HGB auf IFRS sowie die Einordnung als Paradigmawechsel.
2 Konzeptionelle Grundlagen eines handelsrechtlichen Jahresabschlusses: Analyse der Zwecke und Grundsätze nach HGB, insbesondere des Gläubigerschutzes und des Anschaffungswertprinzips.
3 Konzeptionelle Grundlagen der IFRS: Erläuterung des anglo-amerikanischen Systems, des Frameworks sowie des Fair Value-Konzepts als zentralem Bestandteil der IFRS.
4 Überlegungen zu einem möglichen Paradigmawechsel: Anwendung der Kuhn'schen Theorie auf die Rechnungslegung und kritische Hinterfragung, ob ein vollständiger Paradigmawechsel bereits erfolgt ist.
5 Schlussbetrachtung: Fazit über den Stand des Paradigmawechsels und die noch ausstehende endgültige Integration der Fair Value-Bewertung in das deutsche System.
Anschaffungswertprinzip, Fair Value, Paradigmawechsel, Rechnungslegung, HGB, IFRS, Gläubigerschutz, IASB, Bilanzierung, Harmonisierung, Entscheidungsnützlichkeit, Kapitalmarkt, Bewertung, Abschluss, Thomas S. Kuhn
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Wandel der Rechnungslegungsnormen vom traditionellen Anschaffungswertprinzip hin zur Fair Value-Bewertung und bewertet diesen Wandel als Paradigmawechsel.
Die zentralen Themen sind die handelsrechtliche Rechnungslegung nach HGB, die IFRS-Rechnungslegung nach internationalem Standard, das Konzept des Fair Value sowie die Theorie wissenschaftlicher Revolutionen nach Thomas S. Kuhn.
Das Ziel ist es, den Prozess der Umstellung auf internationale Rechnungslegungsstandards zu untersuchen und kritisch zu hinterfragen, ob dieser als abgeschlossener Paradigmawechsel bezeichnet werden kann.
Die Arbeit verwendet eine theoretische Analyse, bei der die aktuelle Entwicklung der Rechnungslegung auf die wissenschaftstheoretische Theorie von Thomas S. Kuhn projiziert wird.
Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen von HGB und IFRS gegenübergestellt, bevor anschließend die Auslöser, Bedeutungen und Erscheinungsformen des diskutierten Paradigmawechsels analysiert werden.
Die zentralen Schlüsselwörter sind Paradigmawechsel, Fair Value, Anschaffungswertprinzip, Rechnungslegung, Gläubigerschutz und IFRS.
Der Gläubigerschutz ist ein wesentlicher Bestandteil des traditionellen HGB-Paradigmas. Der Autor prüft, ob dieser bei einem Wechsel zum Fair Value-Modell verloren geht oder ob andere Mechanismen ihn ersetzen können.
Die Theorie dient als methodisches Gerüst, um zu bestimmen, ob ein Wandel lediglich eine Anpassung ist oder einen fundamentalen Bruch mit bisherigen Überzeugungen darstellt.
Der Autor diskutiert den Solvenztest als mögliches Instrument zur Ergänzung der Informationsfunktion, stellt jedoch fest, dass dies eine komplexe Herausforderung für die Umsetzung und Nachprüfbarkeit darstellt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

