Diplomarbeit, 2006
100 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung / Vorgehensweise
2. Überblick über das Assessment Center
2.1. Definition – Ziele und Absichten eines Assessment Centers
2.2. Herkunft / Historischer Ursprung
2.3. Einsatz- und Anwendungsmöglichkeiten eines Assessment Center
2.4. Gütekriterien
2.4.1. Objektivität
2.4.2. Reliabilität
2.4.3. Validität
2.5. Qualitätsstandards der Assessment Center - Technik
3. Beteiligte Personengruppen eines Assessment Center
3.1. Bewerber
3.2. Moderator
3.3. Beobachter
4. Ablauf und Bausteine eines Assessment Center
4.1. Ablauf
4.2. Bausteine
4.2.1. Die Postkorbübung
4.2.2. Die Gruppendiskussion
4.2.3. Das Rollenspiel
4.2.4. Die Fallstudie / Das Planspiel
5. SWOT Analyse des Assessment Centers
5.1. SWOT Analyse
5.1.1. Stärken
5.1.2. Schwächen
5.1.3. Chancen
5.1.4. Risiken
6. Empirische Untersuchung
6.1. Grund und Ziel der Untersuchung
6.2. Befragte Personengruppen
6.3. Ergebnis der Untersuchung (in Bezug zur SWOT Analyse)
7. Zusammenfassung und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, das Verfahren des Assessment Centers kritisch zu beleuchten, um Wege aufzuzeigen, wie die Fehlerquote bei der Personalauswahl durch den Einsatz dieses Instruments reduziert werden kann. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Analyse von Bewertungs- und Beobachtungsfehlern innerhalb dieses komplexen Auswahlprozesses.
2.1. Definition – Ziele und Absichten eines Assessment Centers
Das Assessment Center gilt als ein sehr umfassendes Personalauswahlverfahren. Es wird seit den 70er Jahren auch in Deutschland durchgeführt, früher meistens nur zur Personalauswahl auf der Führungsebene eines Unternehmens, heute oft auch bei der Besetzung von Ausbildungsstellen. Assessment Center werden intern oder extern abgehalten. Das heißt, entweder ist die nach Nachwuchs suchende Firma selbst der Veranstalter, oder die Firma wendet sich an ein Unternehmen, das die Organisation eines Assessment Center als Dienstleistung anbietet.
„Zielsetzung von Assessment Center ist es in erster Linie, die Eignung einer Person für eine bestimmte Tätigkeit und / oder ihr Entwicklungspotenzial möglichst zutreffend einzuschätzen.“ Im Bereich der Personalauswahl besteht die Zielsetzung darin, bei zukünftigen Führungskräften und Mitarbeitern die Fehlerquote von Einstellungen zu reduzieren. Das Hauptziel des Unternehmens ist es herauszufinden, wie gut der Bewerber zu seiner künftigen Aufgabe und in die Unternehmenskultur passt. Aus diesem Grund werden in einem Assessment Center unternehmenstypische Aufgaben und Belastungssituationen simuliert. Beurteilt werden insbesondere die als Schlüsselqualifikationen bezeichneten überfachlichen Kompetenzen der Bewerber.
Assessment Center (englisch: „to assess“ = bewerten) ist laut Definition des Personalpsychologen Heinz Schuler „der Name einer multiplen Verfahrenstechnik, zu der mehrere eignungsdiagnostische oder leistungsrelevante Aufgaben zusammengestellt werden“. Allgemein gesagt ist ein Assessment Center ein Auswahlverfahren, bei dem mehrere Kandidaten gemeinsam über einen längeren Zeitraum von einer Gruppe Beobachter in verschiedenartigen Situationen beurteilt werden. „Das Hauptkennzeichen der simulationsorientierten Verfahren ist der diagnostische Einsatz realitätsnaher Simulationen, die den beruflichen Aufgaben entsprechen.“ Die Ergebnisse der durchgeführten praxisorientierten Gruppenübungen, Gesprächen und anderen Aufgaben ermöglichen vor allem Aussagen zur der Sozial- und Führungskompetenz. Im Falle einer Potenzialbeurteilung werden Möglichkeiten und Grenzen der Kandidaten definiert.
1. Einleitung: Beschreibt die Problemstellung der Personalauswahl und definiert die Zielsetzung sowie die Vorgehensweise der Arbeit.
2. Überblick über das Assessment Center: Bietet eine theoretische Fundierung durch Definitionen, die historische Herkunft und die Darstellung von Gütekriterien sowie Qualitätsstandards.
3. Beteiligte Personengruppen eines Assessment Center: Analysiert die spezifischen Rollen und Aufgaben von Bewerbern, Moderatoren und Beobachtern innerhalb des Verfahrens.
4. Ablauf und Bausteine eines Assessment Center: Erläutert die typische Struktur sowie spezifische Übungselemente wie Postkorbübung, Gruppendiskussion und Rollenspiele.
5. SWOT Analyse des Assessment Centers: Führt eine kritische Gegenüberstellung von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken durch, um den Nutzen des Instruments zu bewerten.
6. Empirische Untersuchung: Präsentiert die Ergebnisse einer standardisierten Befragung bei 45 Unternehmen in Bezug auf die zuvor theoretisch erarbeiteten Erkenntnisse.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und wirft einen Blick auf zukünftige Entwicklungen in der Personalauswahl.
Assessment Center, Personalauswahl, Personalentwicklung, Eignungsdiagnostik, Beobachter, Potenzialanalyse, SWOT-Analyse, Gütekriterien, Reliabilität, Validität, Objektivität, Soft Skills, Personalmarketing, Wahrnehmungsfehler, Verhaltenssimulation.
Die Arbeit untersucht das Assessment Center als ein Instrument der Personalauswahl und führt eine kritische Betrachtung der Vor- und Nachteile dieses Verfahrens durch.
Themen sind unter anderem die Grundlagen des Assessment Centers, die Rolle der beteiligten Akteure, der methodische Ablauf, eine SWOT-Analyse und eine empirische Studie zur Praxisanwendung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine fundierte Konzeption und Durchführung die Fehlerquote bei der Personalauswahl reduziert werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturrecherche und wird durch eine empirische Untersuchung ergänzt, bei der Fragebögen an Unternehmen versendet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Beschreibung der Rollen im Assessment Center, den Prozessablauf sowie die kritische SWOT-Analyse.
Zentrale Begriffe sind Assessment Center, Personalauswahl, Gütekriterien, Eignungsdiagnostik und Beobachterfehler.
Das Beobachtertraining wird als essenzielle Chance gesehen, um menschliche Wahrnehmungsfehler zu minimieren und die Objektivität der Beurteilungen zu erhöhen.
Kritikpunkte sind insbesondere die Kosten, der hohe Zeitaufwand, die Anfälligkeit für Beurteilungsfehler der Beobachter und die Gefahr des "Fakings" durch Bewerber.
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