Examensarbeit, 2005
49 Seiten, Note: 1,3
I. Planung des Unterrichtsversuches
1. Vorstellung des Themas
2. Das Bild im Geschichtsunterricht
3. Das Diagramm im Geschichtsunterricht
4. Hypothesen zum Unterrichtsversuch
5. Unterrichtsbedingungen
6. Bemerkungen zur Lerngruppe
7. Sachanalyse
7.1.Die mittelalterliche Stadt
7.2.Gesellschaft der mittelalterlichen Stadt
7.3.Die Juden – eine Randgruppe mit Sonderrechten
7.4.Die Zünfte
7.5.Die Regierung der Stadt
8. Didaktische Rechtfertigung
9. Methodische Überlegungen
II. Durchführung des Unterrichtsversuches
1. Vorbemerkungen
2. Erste Stunde
3. Zweite Stunde
4. Dritte Stunde
5. Vierte Stunde
6. Fünfte Stunde
7. Sechste Stunde
8. Siebte Stunde
9. Achte Stunde
10. Neunte Stunde
11. Zehnte Stunde
III. Auswertung des Unterrichtsversuches
1. Auswertung der Einzelstunden
2. Gesamtreflexion und Überprüfung der Hypothesen
Ziel dieser Arbeit ist die Erprobung methodischer Ansätze zur Förderung der Methodenkompetenz bei Schülern der 7. Klasse durch den gezielten Einsatz von Bildquellen und Diagrammen im Geschichtsunterricht am Beispiel des Themenbereichs "Städte im Mittelalter". Die Forschungsfrage untersucht, inwiefern diese Medien als Arbeitsmittel geeignet sind, historisches Lernen zu vertiefen, die Mitarbeit zu fördern und Schülern ein Verständnis für historische Zusammenhänge zu vermitteln.
I. 2. Das Bild im Geschichtsunterricht
„Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“
Das Zitat von Kurt Tucholsky wurde mit Hilfe psychologischer Untersuchung bewiesen. 1,8 Sekunden genügen, um ein Bild so zu betrachten, dass man es später wiedererkennen kann. In dem selben Zeitraum kann man dagegen nur einen Satz von höchstens sieben Wörtern verstehen. Aus der heutigen Informationsflut erreichen uns nur etwa zwei Prozent, in der Bilder bevorzugt werden.
Während die Medien täglich Tausende von Bildern produzieren und publizieren, setzt sich der Umgang mit Bildern als Quelle im Geschichtsunterricht nur langsam durch und erst in den letzten Jahren kommt ihm eine größere Bedeutung zu. Vor allem ist ihr Quellenwert bei der Vermittlung der Sachkultur, Mentalitätsgeschichte und Propaganda von enormer Relevanz. Obwohl es ein reichhaltiges Angebot an Bildquellen in der Literatur und im Internet sowie Hinweise für deren Einsatz im Geschichtsunterricht gibt, äußern viele Lehrer Bedenken gegen diese Quellenarbeit. Ursachen sind einerseits in genereller Unsicherheit gegenüber Neuem sowie mangelnder Erfahrung im Umgang mit dem Bildmaterial zu suchen, obwohl „Bilder [...] mehr als Texte [fesseln], weil sie unmittelbarer aktivieren. Sie können Personen direkt in einen Spannungszustand versetzen, der ihr Verhalten bestimmt [und wecken Emotionen, Stimmungen].“ Diese Erkenntnisse sollten Lehrende dazu bewegen, den Stellenwert des Bildeinsatzes im Unterricht neu zu gewichten, zumal zahlreiche Didaktiker eine Reihe von Verfahren anbieten, die dazu führen, dass sich Schüler auf ein Bild einlassen, sich in Details vertiefen oder Bilder in Zusammenhänge einordnen.
I. Planung des Unterrichtsversuches: Dieses Kapitel legt die theoretische Basis, erläutert die Auswahl des Themas "Städte im Mittelalter" und stellt die methodischen Überlegungen sowie Hypothesen für den Unterrichtsversuch dar.
II. Durchführung des Unterrichtsversuches: Hier werden die zehn Einzelstunden detailliert skizziert, wobei Lernziele, methodische Ansätze und der konkrete Unterrichtsverlauf für jede Stunde beschrieben werden.
III. Auswertung des Unterrichtsversuches: Dieser Teil reflektiert die Ergebnisse der durchgeführten Stunden, bewertet die Wirksamkeit der gewählten Methoden und prüft die aufgestellten Hypothesen anhand der gemachten Erfahrungen.
Geschichtsunterricht, Mittelalter, Stadtgeschichte, Bildquellen, Diagramme, Methodenkompetenz, Gesellschaftsordnung, Zünfte, Judenverfolgung, Stadtregiment, schülerzentrierter Unterricht, Quellenarbeit, didaktische Analyse, Historische Bildung, Lernmotivation.
Die Arbeit dokumentiert einen praxisorientierten Unterrichtsversuch, bei dem erforscht wird, wie Bilder und Diagramme im Geschichtsunterricht einer 7. Gymnasialklasse eingesetzt werden können, um das Thema „Städte im Mittelalter“ zu erschließen.
Im Zentrum stehen die Stadtentstehung, die soziale Gliederung der Stadtbevölkerung, das Zunftwesen, die Rolle der Juden als Minderheit sowie die Ausgestaltung von Herrschaftsverhältnissen.
Das Hauptziel ist die Förderung der Methodenkompetenz der Schüler. Sie sollen lernen, visuelle Quellen und statistische Daten selbstständig zu beschreiben, zu analysieren und zu interpretieren.
Der Autor stützt sich auf didaktische Fachliteratur (z.B. Panowsky, Bergmann, Mayer), führt den Unterrichtsversuch durch und evaluiert diesen durch Beobachtung, Schülergespräche und eine abschließende Schülerbefragung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Planung, die schrittweise Durchführung von zehn Unterrichtsstunden sowie eine detaillierte Auswertung und Reflexion der gesammelten Erfahrungen.
Wichtige Begriffe sind Methodenkompetenz, Bildquellen, historische Empathie, schülerzentrierte Arbeitsformen und der problemorientierte Geschichtsunterricht.
Zu Beginn zeigten die Schüler eine gewisse Distanz und Schwierigkeiten bei der Interpretation. Durch gezielte methodische Unterstützung und die Verknüpfung mit lebensweltnahen Beispielen verloren sie diese Hemmschwellen jedoch im Laufe der Einheit.
Die Methode wurde gewählt, um die Schüler zur kritischen Auseinandersetzung mit der These „Frei – aber nicht gleich!“ zu bewegen und ihre Fähigkeit zur argumentativen Stellungnahme sowie den Umgang mit historischen Informationen zu schulen.
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