Diplomarbeit, 2006
74 Seiten, Note: 2,0
A. Vorwort
B. Biographie
1) In Prag begonnen
2) Stufen erklommen
3) Viel Vorgenommen
4) Nicht mehr entronnen
C. Klavierwerk
1) Schulhoff als Pianist
2) Schulhoff als Komponist
2.1) Studienwerke
2.2) Impressionistische Anklänge
2.3) Traditionelle Formen
2.4) Konzerte im Vergleich
2.5) Sonaten im Vergleich
2.6) Kleine Tanzformen
3) Schulhoff und Jazz
3.1) Kunstjazz
3.2) Schlager
4) Inventionen (Kurze Einleitung)
4.1) Analyse Invention Nr. 5
4.2) Analyse Invention Nr. 10
Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit widmet sich dem Leben und dem kompositorischen Schaffen Erwin Schulhoffs, mit einem besonderen Schwerpunkt auf seinem Klavierwerk, welches exemplarisch anhand der elf Inventionen analysiert wird. Ziel der Untersuchung ist es, Schulhoffs Stilentwicklung vor dem Hintergrund seiner biographischen Etappen, der pianistischen und kompositorischen Wechselwirkung sowie seines Engagements in modernen Kunstströmungen nachzuzeichnen.
1) In Prag begonnen
Erwin Schulhoff wird am 8.Juni 1894 als erster Sohn in die Familie des wohl situierten Prager Geschäftsmannes Gustav Schulhoff geboren, später folgen noch die Geschwister Viola und Heinz. Der eher amusische Vater hegt gegenüber dem Musikerberuf von Grund auf Skepsis, die dann jedoch durch den Einfluss seines Onkels Julius Schulhoff, einem angesehenen Klaviervirtuosen mit europäischem Ruf, nach und nach erlischt, was auch Erwin zu gute kommt!
Gustav Schulhoff (1860-1942) stirbt im hohen Alter von zweiundachtzig Jahren im Konzentrationslager Theresienstadt, in das er kurz vor seinem Tod auf Grund der jüdischen Abstammung ausgewiesen wird.
Louise Schulhoff, geborene Wolf, hat eine starke musische Prägung erfahren bedingt durch die Tätigkeit ihres Vaters, Heinrich Wolf, welcher ein bedeutender Geiger und „langjähriger Konzertmeister eines Frankfurter Theaterorchesters ist“.
A. Vorwort: Erläuterung der Motivation für die Themenwahl, den Komponisten Erwin Schulhoff in den Fokus zu rücken und dessen bisher wenig in kompakter Form aufgearbeitetes Klavierwerk zu analysieren.
B. Biographie: Systematische Darstellung von Schulhoffs Lebensweg in vier Abschnitten, von seinen frühen Jahren in Prag über den künstlerischen Aufstieg bis hin zu seiner Verhaftung und dem Tod während der nationalsozialistischen Verfolgung.
C. Klavierwerk: Detaillierte Betrachtung von Schulhoffs pianistischem Wirken und seinem umfangreichen kompositorischen Schaffen, unterteilt in verschiedene Gattungen und Schaffensperioden wie Studienwerke, Jazz-Einflüsse und Inventionen.
Erwin Schulhoff, Klavierwerk, Biographie, 20. Jahrhundert, Jazz, Dadaismus, Inventionen, Komposition, Musikgeschichte, Tschechoslowakei, Pianist, Moderne, Kunstmusik, Musiktheorie, musikalische Prosa
Die Arbeit behandelt das Leben und das Klavierwerk des Komponisten und Pianisten Erwin Schulhoff.
Die Schwerpunkte liegen auf seiner biographischen Entwicklung, seinem pianistischen Wirken, der Rolle von Jazz und Dadaismus in seinem Schaffen sowie der formalen Analyse seiner Klavierwerke.
Ziel ist es, das bisher wenig in einer kompakten Monographie zusammengefasste Klavierwerk Schulhoffs strukturiert darzustellen und seinen persönlichen Stil durch eine Analyse ausgewählter Inventionen greifbar zu machen.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen biographischen Aufarbeitung sowie einer werkanalytischen Untersuchung, die besonders die pianistischen und kompositorischen Aspekte des Klavierwerks betrachtet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Biographie sowie eine detaillierte Katalogisierung und analytische Betrachtung des Klavierwerks, einschließlich der Einflüsse von Jazz und moderner Musik.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Erwin Schulhoff, Klavierwerk, Jazz, Dadaismus, Inventionen und Musik des 20. Jahrhunderts charakterisiert.
Schulhoff sah im Jazz eine moderne Ausdrucksform, die er als "Kunstjazz" in seine Kompositionen integrierte, um sich von traditionellen Konventionen zu befreien und eine neue musikalische Sprache zu finden.
Die zunehmende politische Verfolgung aufgrund seiner jüdischen Herkunft und sein Engagement für den Sozialismus führten zu einer Vereinfachung seiner Tonsprache, oft hin zum Arbeiterlied, was eine Abkehr von seinem früheren experimentellen Stil bedeutete.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

