Examensarbeit, 2004
59 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Persönlicher Zugang und Intention der vorliegenden Arbeit
1.2. Begriffsbestimmung: Paradies
2. Das Leben Roelant Saverys
2.1. Kurzbiografie
2.2. Exkurs: Der Hof Kaiser Rudolfs des Zweiten in Prag
3. Bildanalyse: Saverys Gemälde „Das Paradies“ von 1626
3.1. Bildbeschreibung – kompositorischer Aufbau
3.2. Farbgebung und Malweise
3.3. Konstellationen der dargestellten Tiere
3.4. Stilllebenhafte Elemente
3.5. Phantastische Aspekte
3.6. Vergleich mit Jacob Saverys Paradiesbild von 1601
3.7. Versuch einer persönlichen Einschätzung
4. Weitere Paradiesbilder Roelant Saverys
5. Paradieslandschaften und verwandte Themen um 1600
6. Zeitgenossen und mögliche Vorbilder
6.1. Waldlandschaften bei Coninxloo
6.2. Paradieslandschaften bei Jan Brueghel dem Älteren
7. Schlussteil: Kunstgeschichtliche Bedeutung und Weiterwirken von Saverys Werk
Die vorliegende Hausarbeit untersucht das Paradiesbild Roelant Saverys aus dem Jahr 1626, welches in der Berliner Gemäldegalerie aufbewahrt wird. Ziel ist es, die spezifische Bildkomposition, die Tierdarstellungen und die Rolle der Naturharmonie im Werk des Künstlers zu analysieren sowie seinen kunsthistorischen Stellenwert im Vergleich zu Zeitgenossen wie Jan Brueghel dem Älteren und Vorbildern wie Gillis van Coninxloo einzuordnen.
3.1. Bildbeschreibung – kompositorischer Aufbau
Ich stelle das Paradiesbild aus dem Jahr 1626, wie gesagt, deshalb ins Zentrum meiner Ausführungen, weil es in der Berliner Gemäldegalerie aufbewahrt wird und mir daher jederzeit die Möglichkeit offensteht, es im Original zu betrachten.8 Das Bild zeigt eine klar in Vorder-, Mittel- und Hintergrund gegliederte Waldlandschaft mitteleuropäischen Charakters. Über die gesamte Bildfläche sind zahllose einheimische, sowie exotische Tier- und Pflanzenarten verteilt.
An zentraler Stelle, auf einem sanften Hügel finden sich Adam und Eva, sowie die, sich um den Baum der Erkenntnis windende Schlange.
Die beiden Figuren erscheinen in dieser Fassung des Paradiesthemas nur ganz leicht aus der Mitte des Formats, dem Diagonalenschnittpunkt, gerückt und stehen also vordergründig im Zentrum des Geschehens. Betrachtet man das Gemälde jedoch im Ganzen, so wird man die beiden trotz ihrer exponierten Position bald als den nicht unbedingt bedeutendsten Teil einer unüberschaubaren Fülle von Geschöpfen betrachten müssen.
Immerhin: Der Baum der Erkenntnis, an dessen Stamm die Übergabe des Apfels stattfindet, gehört zu einer isolierten Baumgruppe auf einem sanften Hügel im Bildmittelgrund. Diese Handlung ist übrigens in einer Art Verdopplung dargestellt: Einerseits erhält Eva den Apfel von der Schlange, auf der anderen Seite überreicht sie ihrerseits dem Adam die Frucht.
1. Einleitung: Der Autor erläutert seinen persönlichen Zugang zum Thema, motiviert durch einen Besuch in der Berliner Gemäldegalerie, und definiert den Begriff des Paradieses im kunsthistorischen Kontext.
2. Das Leben Roelant Saverys: Es folgt eine biografische Skizze des Künstlers, ergänzt durch einen Exkurs über den kunstsinnigen Hof Kaiser Rudolfs II. in Prag, der Saverys Schaffen maßgeblich prägte.
3. Bildanalyse: Saverys Gemälde „Das Paradies“ von 1626: Das Hauptkapitel analysiert detailliert den kompositorischen Aufbau, die Farbigkeit, die Tierkonstellationen, die stilllebenhaften Elemente sowie die phantastischen Aspekte des Berliner Gemäldes und setzt es in Vergleich zu Jacob Savery.
4. Weitere Paradiesbilder Roelant Saverys: Hier werden andere Werke Saverys untersucht, um die Entwicklung seines Stils und die Variation des Paradies-Themas aufzuzeigen.
5. Paradieslandschaften und verwandte Themen um 1600: Der Autor beleuchtet den zeitgenössischen Hintergrund und die Faszination für Naturharmonie-Bilder, die sowohl wissenschaftliche Neugier als auch mystische Sehnsüchte widerspiegeln.
6. Zeitgenossen und mögliche Vorbilder: Ein Vergleich mit den Waldlandschaften von Gillis van Coninxloo und den Paradiesdarstellungen von Jan Brueghel dem Älteren verdeutlicht die künstlerischen Einflüsse und stilistischen Gemeinsamkeiten.
7. Schlussteil: Kunstgeschichtliche Bedeutung und Weiterwirken von Saverys Werk: Das Fazit fasst Saverys Beitrag zur niederländischen Malerei zusammen und würdigt seine Rolle als Mitbegründer des Tierstücks sowie sein spezifisches ästhetisches Erbe.
Roelant Savery, Paradieslandschaft, Niederländische Malerei, 17. Jahrhundert, Tierdarstellung, Jan Brueghel der Ältere, Rudolfinische Hofkunst, Naturharmonie, Bildkomposition, Garten Eden, Stillleben, Phantasiewelten, Kunstgeschichte, Tierstück, Genesis.
Die Arbeit untersucht das Paradiesbild von Roelant Savery aus dem Jahr 1626 und dessen künstlerische Einordnung innerhalb der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts.
Zu den zentralen Themen gehören die Komposition von Paradieslandschaften, das Verhältnis von Mensch und Tier, der Einfluss von Naturstudien sowie die Zusammenarbeit und Beeinflussung durch Zeitgenossen.
Ziel ist es, Savery als eigenständigen Künstler zu würdigen, der die Naturharmonie-Thematik durch seine spezielle Lichtführung und Bildorganisation maßgeblich mitgestaltet hat, trotz der Abhängigkeit von Vorbildern.
Der Autor nutzt vor allem die visuelle Bildanalyse vor dem Original in der Berliner Gemäldegalerie, ergänzt durch einen Vergleich mit kunsthistorischer Fachliteratur und zeitgenössischen Vorlagen.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Bildanalyse des Werks von 1626 sowie den Vergleich mit Jacob Savery und die Einordnung in den größeren Kontext der Arbeiten von Jan Brueghel dem Älteren.
Die Begriffe "Naturharmonie", "Tierstück", "Prager Hof", "Kompositionsanalyse" und "Rudolfinische Zeit" sind essenziell für das Verständnis der Argumentation.
Der Prager Hof bot Savery durch die enzyklopädischen Sammlungen von Fauna und Flora die besten Voraussetzungen für geistigen Austausch und die Entwicklung seines spezifischen Stils der Tier- und Naturdarstellung.
Der Autor interpretiert die aus dem Format herausblickenden Tiere teilweise als stilistische Schwäche oder "naiven" Einschlag, räumt aber ein, dass dies einen besonderen Reiz auf den Betrachter ausüben kann.
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