Diplomarbeit, 2006
71 Seiten, Note: 2,1
0 Problemstellung
1 Die Demografische Entwicklung in Deutschland
1.1 Der Altersstrukturwandel
1.2 Geburtendefizit und Altenquotient der Bevölkerung
1.3 Die Bevölkerungsprognose für Deutschland
1.4 Die Bevölkerungsentwicklung der Stadt Weimar
1.4.1 Die Gesamtentwicklung seit 1989
1.4.2 Die Veränderung der Altersstruktur
2 Die Analyse des Weimarer Wohnungsmarktes
2.1 Standortanalyse der Stadt Weimar
2.2 Die Entwicklung des Wohn- und Gebäudebestand seit 1995
2.2.1 Die Größe der Wohnungen
2.2.2 Der Mietspiegel der Stadt Weimar
2.3 Darstellung der Haushalts- und Lebensformen
2.3.1 Die Singlehaushalte
2.3.2 Die Familienhaushalte
2.3.3 Die Arbeitslosenhaushalte
3 Wohnungsleerstand
3.1 Die Ursachen des Leerstandes
3.1.1 Geborene und Verstorbene der Stadt Weimar von 1990 bis 2004
3.1.2 Die Zuzüge und Fortzüge 1989 bis 2003
3.2 Die Arbeitsmarktsituation in Deutschland
3.2.1 Die Arbeitslosenstatistik der Stadt Weimar
3.2.2 Einführung von Hartz-IV und die Auswirkungen
3.3 Die Plattenbauten
3.4 Leerstandsentwicklung und Rückbau
4 Stadtumbau und Stadtentwicklungskonzepte
4.1 Die Aufgaben und Ziele des Städtebaus
4.2 Das Sanierungsgebiet Innenstadt der Stadt Weimar
4.2.1 Die Städtebauliche Gesamtentwicklung seit 1990
4.2.2 Die Leitbilder und Entwicklungsziele der Stadt
4.3 Das Sanierungsgebiet Weimar West
4.4 Das Sanierungsgebiet Weimar Nord
4.5 Die Städtebauliche Bewertung vorliegender Konzepte
4.6 Zukünftige Stadtumbauprogramme
5 Prognosen und Fazit
5.1 Die Bevölkerungs- und Haushaltsprognose
5.1.1 Die Wohnraumnachfrage
5.1.2 Die Mietpreisentwicklung
5.1.3 Die Nachfrage nach Wohneigentum
5.2 Ein Fazit zu den Entwicklungen auf dem Weimarer Wohnungsmarkt
Diese Diplomarbeit analysiert die Veränderungen des Weimarer Wohnungsmarktes seit der Wiedervereinigung unter dem Einfluss des demografischen Wandels. Dabei wird untersucht, wie städtebauliche Entwicklungskonzepte auf die demografische Entwicklung und den Wohnungsleerstand reagieren und welche Auswirkungen aktuelle wohnungspolitische Rahmenbedingungen, wie etwa Hartz-IV, auf die Wohnraumnachfrage und soziale Strukturen in der Stadt ausüben.
3.1 Die Ursachen des Leerstandes
Die wohl augenscheinlichste Ursache des Wohnungsleerstandes ist die Abwanderung von Bewohnern, bedingt vor allem durch ökonomische Unzufriedenheiten. Aus Sicht Berliner Forscher, welche den demografischen Wandel und seine Folgen untersuchten, trägt die Abwanderung aus dem Osten des Landes in den Westen und die sinkenden Geburtenzahlen zur Schrumpfung jener gesamten Region bei. Da sich der Osten sozusagen entleert, stehen dementsprechend mehr Wohnungen zur Verfügung als gebraucht werden. Wohnungsleerstände sind folglich sowohl ein Indikator des Rückgangs der Bevölkerung als auch der Abwanderungen aus einer bestimmten Region.
Die negativen Folgen der daraus resultierenden Schrumpfung von Städten und anderen Regionen sind vielschichtig: „[Die] Schrumpfung produziert Wohnungsleerstände, sinkende Infrastrukturnachfrage, Schließung von Einrichtungen, weite Wege, Verfall von Immobilienwerten, fehlende Fachkräfte – kurz: Attraktivitätsverlust.“
Diese Ursachen betreffen vornehmlich den strukturellen Leerstand, wenn eine Wohnung bzw. mehrere Wohneinheiten dauerhaft (d.h. länger als drei Monate) leer stehen. Vom strukturellem Leerstand betroffene Wohnungen sind in einem guten baulichen Zustand und können jederzeit vermietet werden. Davon abzugrenzen ist der periodische Leerstand. Diese Terminologie bezeichnet den Zustand, wenn die betreffende Wohnung weniger als drei Monate nicht vermietet ist und aller Wahrscheinlichkeit nach in relativ kurzer Zeit ein neuer Nachmieter gefunden wird.
Diese Form des Leerstandes wird meist durch einen kurzfristigen Mieterwechsel bzw. durch notwendige Modernisierungsmaßnahmen verursacht. Auslöser für Leerstände können überdies technische Mängel innerhalb einer Wohnung sein. Aufgrund dessen kann es zu einem vorübergehenden Leerstand kommen, wobei die betreffende Wohnung aber nach Beseitigung der Mängel durch den Markt wieder nachgefragt wird.
0 Problemstellung: Einleitung in den demografischen Wandel und dessen Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt unter besonderer Berücksichtigung der neuen Bundesländer.
1 Die Demografische Entwicklung in Deutschland: Darstellung der demografischen Veränderungen, des Altersstrukturwandels und der daraus resultierenden Bevölkerungsprognosen für Deutschland und Weimar.
2 Die Analyse des Weimarer Wohnungsmarktes: Untersuchung des Wohnungsbestandes, der Haushaltsformen und der Mietpreissituation unter Einbeziehung einer Standortanalyse für Weimar.
3 Wohnungsleerstand: Analyse der Ursachen für Wohnungsleerstand, einschließlich demografischer Faktoren, Arbeitsmarktsituation und der Auswirkungen von Plattenbauten.
4 Stadtumbau und Stadtentwicklungskonzepte: Bewertung städtebaulicher Sanierungsmaßnahmen in den Gebieten Innenstadt, Weimar-West und Weimar-Nord sowie zukünftiger Programmstrategien.
5 Prognosen und Fazit: Zusammenführung der Erkenntnisse zur künftigen Wohnraumnachfrage, Mietpreisentwicklung und Wohneigentumsbildung mit abschließender Schlussbetrachtung.
Wohnungsmarkt, Weimar, demografischer Wandel, Wohnungsleerstand, Stadtumbau, Hartz-IV, Haushaltsstruktur, Mietspiegel, Stadtentwicklung, Plattenbau, Bevölkerungsentwicklung, Wohnraumnachfrage, Stadtsanierung, Wohneigentum, Stadtteile.
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Strukturwandel des Wohnungsmarktes in der Stadt Weimar seit der Wiedervereinigung und analysiert, wie städtebauliche Konzepte auf die Veränderungen der demografischen und sozialen Gegebenheiten reagieren.
Zentral sind der demografische Wandel, die Entwicklung der Wohn- und Gebäudebestände, das Phänomen des Wohnungsleerstandes, die städtebauliche Sanierung sowie die künftige Nachfrage nach Wohnraum und Wohneigentum.
Ziel ist es, den Weimarer Wohnungsmarkt kritisch zu analysieren, städtebauliche Entwicklungskonzepte darzustellen und aufzuzeigen, wie diese zur Stabilisierung des Wohnungsmarktes beitragen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung statistischer Daten, der Analyse städtebaulicher Rahmenpläne und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit sozioökonomischen Faktoren wie Haushaltsformen und Hartz-IV-Auswirkungen.
Der Hauptteil behandelt umfassend die Bevölkerungsentwicklung, die Analyse der Wohnraum- und Gebäudestruktur, die Problematik des Leerstandes, die Rolle des Stadtumbaus sowie Prognosen für die zukünftige Marktentwicklung.
Typische Schlüsselbegriffe sind Wohnungsmarkt, Stadtumbau, demografischer Wandel, Weimar, Leerstand, Wohnraumnachfrage und städtebauliche Entwicklung.
Die Arbeit untersucht, wie die Einführung von Hartz-IV den Wohnungsbedarf verändert, insbesondere durch die Suche nach kleineren, kostengünstigen Wohnungen, und welche sozialen Risiken, wie etwa Ghettobildung, dadurch entstehen können.
Die Sanierung wird als erfolgreich bewertet; die Stadt hat durch städtebauliche Maßnahmen eine qualitative Aufwertung erfahren, wobei der Prozess der Erneuerung langfristig über das Jahr 2020 hinaus fortgeführt werden muss.
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