Examensarbeit, 2005
81 Seiten, Note: 2,0
Vorwort
Einleitung
1. Historische Entwicklung des Textilen als Schulfach in Deutschland
2. Aktueller Stand
3. Allgemein bildendes Schulwesen
4. Baden-Württemberg: Bildungsstandards
4.1 Grundschule
4.2 Hauptschule und Werkrealschule
4.3 Realschule
4.4 Zusammenfassung
5. Nordrhein-Westfalen: Richtlinien und Lehrpläne
5.1 Grundschule
5.2 Hauptschule
5.3 Realschule
5.4 Zusammenfassung
6. Vergleich
7. Studienmöglichkeiten in Baden-Württemberg
Studienordnungen: Haushalt/ Textil
7.1 Grundschule
7.2 Hauptschule
7.3 Realschule
8. Studienmöglichkeiten in Nordrhein-Westfalen
8.1 Studienordnung Kunst/ Gestalten
8.2 Studienordnung: Textilgestaltung
9. Vergleich
10. Schlusskommentar
11. Ausblick
Die Arbeit untersucht vergleichend die textilen Fachinhalte im allgemein bildenden Schulwesen sowie in den entsprechenden Lehramtsstudiengängen der Bundesländer Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, die didaktische Einordnung, die Ausrichtung der Studienordnungen und die daraus resultierenden Herausforderungen für das Fach zu analysieren und kritisch zu hinterfragen.
1. Historische Entwicklung des Textilen als Schulfach
Die historische Entwicklung des Faches, für das so viele Bezeichnungen gelten und deshalb in diesem Kapitel der Begriff „des Textilen“ gewählt wurde, ist so umfangreich, dass hier nur die wichtigsten Ausschnitte gezeigt werden können. Dieser Abriss ist in sofern notwendig, als er die noch heute bestehende Problematik des Faches verdeutlicht und zu einem besseren Verständnis der weiterführenden Arbeit beiträgt.
Die Geschichte des Textilen reicht weit zurück. Schon im Altertum sind textile Arbeiten eine beliebte Beschäftigung für Frauen und Männer. So fertigen schon die Ägypter, Griechen, Römer und Germanen Gebrauchgegenstände aus textilem Material mittels verschiedener Verfahren, wie Nähen, Sticken und Weben an.
Im 8. Jahrhundert nehmen die Klosterschulen textile Verfahren in ihren Unterricht auf. Es entsteht ein Kanon, der Weben, Sticken, Nähen, Häkeln und Stricken umfasst. Zugänglich sind die Klosterschulen Adligen, später auch reichen Bürgerstöchtern. Das einfache Volk hingegen lernt die Textilarbeiten innerhalb der Familie, wo diese als Lebensnotwendigkeit gelten. Die im späteren Mittelalter handwerksmäßige Herstellung führt jedoch dazu, dass die Mütter ihre Töchter die einzelnen Verfahren nicht mehr lehren.
Im 16. Jahrhundert entwickeln sich daraufhin die so genannten Strickschulen, die allerdings auch das Nähen und Häkeln lehren. Die neu gegründeten öffentlichen Schulen nehmen die Textilarbeit noch nicht als Fach auf. Nach Abschluss dieser Schule, ist es für die Mädchen möglich eine Nähschule zu besuchen.
1. Historische Entwicklung des Textilen als Schulfach in Deutschland: Dieses Kapitel zeichnet den Weg des Faches von antiken Techniken über klösterliche Ausbildung bis hin zu den Industrieschulen und den ersten schulischen Reformen nach.
2. Aktueller Stand: Hier werden die verschiedenen Reformansätze und die daraus resultierende inhaltliche Vielfalt des Faches, aber auch die damit verbundenen Probleme in der öffentlichen Wahrnehmung analysiert.
3. Allgemein bildendes Schulwesen: Das Kapitel liefert einen kurzen Überblick über die Struktur des deutschen Bildungssystems, unterteilt in Primar-, Sekundar- und Sonderschulbereich.
4. Baden-Württemberg: Bildungsstandards: Diese Sektion untersucht die Integration textiler Fachinhalte in die Fächerverbünde der baden-württembergischen Schulen für verschiedene Schulformen.
5. Nordrhein-Westfalen: Richtlinien und Lehrpläne: Hier liegt der Fokus auf der Verankerung textiler Themen innerhalb der Richtlinien und Lehrpläne in Nordrhein-Westfalen sowie deren Einbindung in Kunst- und Musik-Lernbereiche.
6. Vergleich: Dieser Abschnitt fasst die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Bundesländern bezüglich Didaktik, Fächereinordnung und Inhalten zusammen.
7. Studienmöglichkeiten in Baden-Württemberg: Das Kapitel detailliert die modularisierte Lehrerbildung an den Pädagogischen Hochschulen des Landes mit Blick auf die Studieninhalte im Fach Haushalt/Textil.
8. Studienmöglichkeiten in Nordrhein-Westfalen: Hier wird das universitäre Studienangebot in Nordrhein-Westfalen beleuchtet, wobei besonders auf die Struktur der Studienordnungen eingegangen wird.
9. Vergleich: Ein finaler tabellarischer Vergleich der Studienordnungen beider Bundesländer verdeutlicht die unterschiedlichen Schwerpunkte in der Ausbildung.
10. Schlusskommentar: Der Autor resümiert die Ergebnisse und betont die Notwendigkeit einer fundierten fachlichen Ausbildung, um die Zukunft des Fachs zu sichern.
11. Ausblick: Dieses Kapitel reflektiert die Rolle des Textilunterrichts als notwendigen Gegenpol zur Entsinnlichung durch moderne Medien.
Textilunterricht, Bildungsstandards, Richtlinien, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Studienordnungen, Lehramt, Haushalt und Textil, Textilgestaltung, Fachdidaktik, Ästhetische Erziehung, Historische Entwicklung, Fächerverbund, Lehrpläne, Konsumerziehung.
Die Arbeit analysiert und vergleicht die fachliche und didaktische Verankerung des textilen Unterrichts in Schulen und Hochschulen der Bundesländer Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung des Faches, die Analyse der aktuellen Bildungsstandards bzw. Richtlinien sowie ein tiefgehender Vergleich der jeweiligen Studienordnungen für das Lehramt.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie textile Fachinhalte in verschiedenen Schulformen und Studiengängen eingebettet sind, welche Unterschiede in den pädagogischen Konzepten bestehen und welche Bedeutung eine fundierte Ausbildung für die Zukunft des Faches hat.
Die Arbeit stützt sich auf eine systematische Literaturanalyse, eine vergleichende Untersuchung offizieller Bildungspläne, Richtlinien und Studienordnungen sowie eine tabellarische Gegenüberstellung relevanter Daten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit den schulischen Vorgaben beider Bundesländer sowie eine eingehende Betrachtung der Lehrerbildung an Pädagogischen Hochschulen und Universitäten.
Textilunterricht, Bildungsstandards, Studienordnungen, Lehramt, Fachdidaktik, Ästhetische Erziehung und historischer Kontext sind zentrale Begriffe der Arbeit.
In Baden-Württemberg ist das Fach meist in Fächerverbünde integriert, während es in Nordrhein-Westfalen oft mit dem Fach Kunst gekoppelt oder als eigenständiger Lernbereich organisiert ist.
Der Autor argumentiert, dass das historische Erbe (wie die frühere Ausbildung zur Hausfrau oder der starke Kunstbezug) die heutige Ausrichtung und die Problematik des Faches maßgeblich prägt.
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