Diplomarbeit, 2005
76 Seiten, Note: 2.0
A. Grundlegung
I. Einleitung
II. Fragestellung
III. Gang der Untersuchung
B. Theoretische Grundlagen des interkulturellen Kompetenzerwerbs
I. Soziale und interkulturelle Kompetenzen
1. Begriffskennzeichnung „soziale Kompetenz“ und „sozial kompetentes Verhalten“
2. Die Bestimmung sozialer Kompetenzen
3. Interkulturelle Kompetenz
II. Dimensionen von Kulturen
1. Begriffskennzeichnung Kultur
2. Kulturelle Manifestationen
3. Kultur als Bedingung für Fremdheit
4. Kulturelle Prägung von Individuen
5. Der Umgang mit Vorurteilen
6. Problematiken bei Kulturvergleichen
7. Strukturierung und Vergleich von Kulturen
7.1 Einführung in die Kulturvergleichsstudien Geert Hofstedes
7.2 Machtdistanz - die Toleranz gegenüber Machtgefällen
7.3 Individualismus und Kollektivismus
7.4 Maskulinität und Femininität
7.5 Die Unsicherheitsvermeidung
7.6 Die Langfristorientierung - Kultur als Wettbewerbsvorteil?
7.7 Kritische Würdigung der Kulturvergleichsstudien von Hofstede
III. Besondere Anforderungen an die Interkulturelle Kommunikation mittels Sprache
1. Sprache und kulturelle Identität
2. „High-Context“, - und „Low-Context“- Kommunikationsstile nach Hall
C. Trainingsmethoden zum Erwerb interkultureller Kompetenzen
1. Diagnose Interkultureller Handlungskompetenzen: Die Assessment Center-Methode
2. Grundlagen interkulturellen Lernens
3. Interkulturelle Trainingsmethoden und Coaching
D. Zusammenfassung der Ergebnisse und offene Fragen
Die Diplomarbeit untersucht die Grundlagen interkultureller Kompetenz, insbesondere die Rolle von kulturellen Prägungen und Kommunikationsstilen im geschäftlichen Kontext. Ziel ist es, Lesenden einen Leitfaden zu bieten, um eigene sowie fremde kulturelle Einflüsse zu reflektieren und praktische Ansätze für den Kompetenzerwerb im interkulturellen Arbeitsalltag aufzuzeigen.
2. Kulturelle Manifestationen
Hofstede bezeichnete Kultur als Denk-, Fühl- und Handlungsmuster und prägte den Begriff von Kulturen als mentalen Programmen. Menschen sind somit kulturell programmiert, haben aber grundsätzlich die Möglichkeit von diesen mentalen Programmen abzuweichen und völlig neue, unerwartete und kreative Reaktionen oder Ideen zu zeigen.
Kulturelle Unterschiede manifestieren sich auf verschiedene Weise. Auf den fundamentalen, bereits als Kind erworbenen und meist unbewussten Werten einer Kultur lagern die bewussten Kulturmerkmale. Verbreitet ist das Zwiebelmodell, das mit vier charakteristischen Merkmalen von Kulturen - Symbole, Helden, Rituale und Werte - den Gesamtzusammenhang gut darstellt.
Die Symbole sind die oberflächlichsten und am leichtesten von Fremden wahrzunehmenden Merkmale einer Kultur. Neue Symbole entwickeln sich schnell und alte verschwinden. Symbole werden auch oft von Angehörigen anderer Kulturen nachgeahmt. Zu den Symbolen zählen Worte, Gesten, Bilder oder Objekte z.B. Flaggen, Kleidung oder CocaCola. „Kellogg’s feiert Amerika“ ist der Titel einer „Limited Edition“ des Cornflakeherstellers. In dieser Serie wird den US-amerikanischen Kunden unter der Überschrift „Zeig deinen amerikanischen Geist“ neben den Cornflakes zum Frühstück eine bebilderte Nachhilfe der eigenen Kultur vorgesetzt. Und damit auch jeder gleich weiß, woran hierbei zu denken ist, werden zentrale kulturelle Symbole und Helden der US-amerikanischen Kultur auf den Packungen abgebildet. Neben der Freiheitsglocke sind dies z.B. die Freiheitsstatue, der Weißkopfadler und die Präsidentengalerie am Mount Rushmore.
A. Grundlegung: Einleitung in die steigende Bedeutung interkultureller Kompetenz im globalen Geschäftsleben und Definition der Forschungsfragen sowie des methodischen Vorgehens.
B. Theoretische Grundlagen des interkulturellen Kompetenzerwerbs: Detaillierte Analyse sozialer Kompetenzen, Definition von Kultur durch verschiedene Dimensionen (nach Hofstede) und Erörterung der sprachlichen Besonderheiten in der interkulturellen Interaktion.
C. Trainingsmethoden zum Erwerb interkultureller Kompetenzen: Vorstellung praktischer Instrumente wie der Assessment-Center-Methode zur Diagnose sowie Systematisierung verschiedener Trainings- und Coaching-Ansätze.
D. Zusammenfassung der Ergebnisse und offene Fragen: Reflektion über die Prozesshaftigkeit von Kultur und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf im Bereich interkultureller Studien.
Interkulturelle Kompetenz, soziale Kompetenz, Kulturdimensionen, Geert Hofstede, interkulturelle Kommunikation, Machtdistanz, Individualismus, Kollektivismus, Unsicherheitsvermeidung, Assessment Center, interkulturelles Training, Coaching, Sprachbarrieren, Akkulturation, interkulturelles Lernen.
Die Arbeit behandelt die Bedeutung interkultureller Kompetenz im beruflichen Umfeld und analysiert, wie Menschen durch das Verständnis kultureller Unterschiede erfolgreicher kommunizieren und agieren können.
Die zentralen Felder umfassen die Definition sozialer und interkultureller Kompetenz, die Anwendung von Kulturvergleichsmodellen (insb. Hofstede) und die praktische Umsetzung durch Trainingsmethoden.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, worauf interkulturelle Kompetenz basiert, wie kulturelle Unterschiede beschrieben werden können und auf welchen praktischen Wegen diese Kompetenzen aufgebaut werden können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse und der Anwendung der Kulturdimensionen von Geert Hofstede, ergänzt durch die Analyse gängiger Trainingsmethoden.
Im Hauptteil werden soziale Kompetenzen definiert, Kulturen anhand von Dimensionen strukturiert, die Rolle der Sprache erläutert und verschiedene Methoden wie Assessment Center oder interkulturelles Coaching vorgestellt.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Interkulturelle Kompetenz, Kulturdimensionen, Hofstede, interkulturelle Kommunikation, Assessment Center und interkulturelle Trainingsmethoden.
In kollektivistischen Kulturen ist die soziale Harmonie von zentraler Bedeutung; das "Gesicht zu wahren" schützt das Ansehen in der Gruppe und vermeidet Konflikte, die als unhöflich empfunden würden.
Die Arbeit weist darauf hin, dass Hofstedes Methode (IBM-Personal) auf einer spezifischen Unternehmenssubkultur basiert und nationale Identitäten vereinfachend darstellt, was der Komplexität moderner Gesellschaften nicht immer gerecht wird.
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