Diplomarbeit, 1999
83 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
1.3 Definition und Abgrenzung der Gemeinkosten
2 Gemeinkostenmanagement durch die Kostenrechnung
2.1 Strategische Ausrichtung als Basis des Gemeinkostenmanagements
2.2 Vollkostenrechnung als Informationsbasis
2.2.1 Traditionelle Vollkostenrechnung
2.2.2 Prozeßkostenrechnung
2.2.3 Zielkostenrechnung
2.3 Teilkostenrechnung als Informationsbasis
2.3.1 Grenzkosten- und Deckungsbeitragsrechnung
2.3.2 Relative Einzelkosten- und Deckungsbeitragsrechnung
2.4 Unterstützung strategischer Entscheidungen durch die dargestellten Verfahren
3 Gemeinkostenmanagement durch Gemeinkostenanalysen
3.1 Wertanalyse nach DIN 69910 (WA)
3.2 Gemeinkostenwertanalyse (GWA)
3.3 Zero-Base-Budgeting (ZBB)
3.4 Vergleichende Zusammenfassung
4 Vergleich und Weiterentwicklung der Prozeßkostenrechnung als strategisch orientierter Gemeinkostenmanagement-Ansatz
4.1 Prozeßkostenrechnung versus Gemeinkostenanalysen
4.2 Prozeßkostenrechnung versus traditionelle Vollkostenrechnung
4.2.1 Planung und Kontrolle im Gemeinkostenbereich
4.2.1.1 Statistische und analytische Gemeinkostenplanung
4.2.1.2 Bezugsgrößenproblematik
4.2.1.3 Traditionelle Plankostenrechnung auf Vollkostenbasis
4.2.1.4 Planprozeßkostenrechnung
4.2.1.4.1 Ermittlung der Planprozeßkosten(-sätze)
4.2.1.4.2 Budgetierung der indirekten Leitungsbereiche
4.2.1.4.3 Prozeßorientierte Kontrolle und Steuerung
4.2.1.5 Kritische Beurteilung und Anwendungsprobleme
4.2.2 Kalkulation
4.2.2.1 Grundsätzliche Vorgehensweisen
4.2.2.2 Kalkulationseffekte der Prozeßkostenrechnung
4.2.2.2.1 Allokationseffekt
4.2.2.2.2 Komplexitätseffekt
4.2.2.2.3 Degressionseffekt
4.2.2.3 Kritische Beurteilung und Anwendungsprobleme
4.3 Weiterentwicklung der Prozeßkostenrechnung
4.3.1 Modifizierung durch Horváth/Mayer
4.3.2 Ansätze zur Weiterentwicklung nach Horváth/Mayer
4.3.3 Auswirkungen der Ergebnisse auf den Informationsgehalt für strategische Entscheidungen
4.3.4 Entwicklungstendenzen der Prozeßkostenrechnung
5 Zusammenfassung und Schlußbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die Grenzen verschiedener Gemeinkostenmanagement-Ansätze vor dem Hintergrund stetig steigender Gemeinkosten in Industrieunternehmen, mit dem Ziel, Methoden zur effizienten Planung, Steuerung und Kontrolle in indirekten Leistungsbereichen zu bewerten und die Prozeßkostenrechnung als strategisches Instrument weiterzuentwickeln.
4.2.1.4.1 Ermittlung der Planprozeßkosten(-sätze)
Die Planung der Prozeßkosten(-sätze) der Kostenstellen erfolgt in fünf Schritten: (1) Tätigkeitsanalyse zur Identifizierung von Prozessen, (2) Wahl geeigneter Maßgrößen, (3) Festlegung der Planprozeßmengen, (4) Planung der Prozeßkosten, (5) Ermittlung der Planprozeßkostensätze.
Ad (1): Tätigkeitsanalyse zur Identifizierung von Prozessen
Für den Aufbau einer Prozeßkostenrechnung ist die Analyse und Strukturierung aller in einem Untersuchungsbereich durchgeführten Tätigkeiten eine unabdingbare Voraussetzung. Wurde vor nicht zu langer Zeit eine Gemeinkostenwertanalyse oder ein Zero-Base-Budgeting durchgeführt, so kann auf diese Informationen zurückgegriffen werden, wenn die gewonnenen Daten ausreichend prozeßorientiert sind. Ansonsten werden durch die Tätigkeitsanalyse Daten einzelner Tätigkeiten der Mitarbeiter in den Kostenstellen des Untersuchungsbereichs ermittelt. Diese können z.B. durch persönliche Befragungen des Gruppen- bzw. Abteilungsleiters oder aller Mitarbeiter (Interviews) festgestellt werden. Des weiteren können eigene Aufzeichnungen der Mitarbeiter oder Zeitaufnahmen mit Hilfe des Multimomentverfahrens (Stichproben) verwendet werden. Die Ergebnisse der Tätigkeitsanalyse führen zu den Teilprozessen der jeweiligen Kostenstelle und werden in einer Teilprozeßliste zusammengefaßt.
1 Einleitung: Darstellung der Problematik steigender Gemeinkosten und der Zielsetzung der Arbeit zur Untersuchung adäquater Managementmethoden.
2 Gemeinkostenmanagement durch die Kostenrechnung: Evaluierung traditioneller Voll- und Teilkostenrechnungssysteme hinsichtlich ihrer Eignung für ein strategisches Gemeinkostenmanagement.
3 Gemeinkostenmanagement durch Gemeinkostenanalysen: Methodische Beschreibung und kritischer Vergleich von Wertanalyse, Gemeinkostenwertanalyse und Zero-Base-Budgeting.
4 Vergleich und Weiterentwicklung der Prozeßkostenrechnung als strategisch orientierter Gemeinkostenmanagement-Ansatz: Detaillierte Analyse der Prozeßkostenrechnung, ihrer Kalkulationseffekte, Anwendungsprobleme und Ansätze zu ihrer Weiterentwicklung.
5 Zusammenfassung und Schlußbetrachtung: Synthese der Ergebnisse und Bewertung der Prozeßkostenrechnung als Instrument zur Unterstützung der strategischen Planung und Steuerung.
Gemeinkostenmanagement, Prozeßkostenrechnung, Kostenrechnung, Gemeinkostenanalysen, Wertanalyse, Zero-Base-Budgeting, Gemeinkostenwertanalyse, Kostentreiber, Strategische Planung, Prozeßorientierung, Kalkulation, Gemeinkosten, Kostenkontrolle, indirekte Leistungsbereiche, Produktivitätssteigerung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herausforderung steigender Gemeinkosten in Industrieunternehmen und analysiert, wie diese durch moderne Methoden des Gemeinkostenmanagements geplant, gesteuert und kontrolliert werden können.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Vergleich traditioneller Kostenrechnungssysteme, der Anwendung von Gemeinkostenanalysen wie Wertanalyse oder ZBB sowie einer tiefgehenden Untersuchung der Prozeßkostenrechnung als strategisches Instrument.
Ziel ist es, die Eignung verschiedener Verfahren zu bewerten und aufzuzeigen, wie insbesondere die Prozeßkostenrechnung weiterentwickelt werden kann, um eine transparente und effiziente Steuerung indirekter Bereiche zu gewährleisten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich methodischer Vorgehensweisen von Kostenrechnungssystemen und Gemeinkostenanalysen, ergänzt durch Fallbeispiele und die Darstellung theoretischer Modellbildungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Kostenrechnung als Managementbasis, die Darstellung der Gemeinkostenanalysen sowie einen umfassenden Vergleich und die Weiterentwicklung der Prozeßkostenrechnung, inklusive ihrer Auswirkungen auf die Produktkalkulation.
Zentrale Begriffe sind Gemeinkostenmanagement, Prozeßkostenrechnung, Kostentreiber, Strategische Planung, indirekte Leistungsbereiche, Kostentransparenz und Gemeinkostenanalysen.
Während Gemeinkostenanalysen wie ZBB oder GWA oft punktuelle "Einmal-Aktionen" darstellen, integriert sich die Prozeßkostenrechnung permanent in das Kostenrechnungssystem und ermöglicht eine laufende Steuerung durch die Analyse von Prozeßketten.
Die Arbeit geht detailliert auf den Allokationseffekt, den Komplexitätseffekt und den Degressionseffekt ein, die durch eine verursachungsgerechtere Verrechnung von Gemeinkosten auf Produkte erzielt werden.
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