Examensarbeit, 2006
66 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. VALIE EXPORT
2.1 Biografie
2.2 Expanded cinema und Wiener Aktionismus
2.2.1 Cutting, 1967-1968, expanded cinema
2.2.2 Mediale Elemente und ihre Bedeutung von Cutting, expanded cinema
2.2.3 Tapp- und Tastkino, 1968, expanded cinema
2.2.4 Mediale Elemente und ihre Bedeutung bei Tapp- und Tastkino, expanded cinema
2.3 Zusammenfassung und Vergleich von Cutting und Tapp- und Tastkino, expanded cinema
3. Cindy Sherman
3.1 Biografie
3.2 Die Untitled Film Stills und ihre Nähe zu den Standbildern der traditionellen Filmproduktion
3.2.1 Untitled Film Still # 14, 1978
3.2.2 Deutungsversuch Untitled Film Still # 14
3.2.3 Untitled Film Still # 11, 1978
3.2.4 Deutungsversuch Untitled Film Still # 11
3.3 Vergleich der Untitled Film Stills # 14 und # 11
3.3.1 Mediale Aspekte der Untitled Film Stills
4. Vergleich der Werkbeispiele von VALIE EXPORT und Cindy Sherman
5. Ein Resümee
Die Arbeit analysiert die Relevanz medienspezifischer Aspekte in den Frühwerken von VALIE EXPORT und Cindy Sherman, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrer Auseinandersetzung mit dem Medium Film und der Konstruktion weiblicher Wirklichkeitswahrnehmung herauszuarbeiten.
3.2.1 Untitled Film Still # 14, 1978, (Abb. 10)
Bei der vorliegenden Fotografie handelt es sich um ein Hochformat. Leicht rechts versetzt neben der Bildmitte ist eine Frau zu sehen, die auf einem Holzfußboden steht und das Bild vertikal fast vollständig einnimmt. Sie trägt ein dunkles, ärmelloses, anscheinend schwarzes Kleid mit einem ebenfalls dunklen Lackgürtel, das kurz über ihren Knien endet. Über diesem Kleid ist sie noch mit einer ebenfalls dunklen, ärmellosen, transparenten, etwa taillenlangen Spitzenbluse bekleidet. Ihr rechter Arm liegt eng an ihrem Körper an, in der Hand hält sie einen dunklen Gegenstand, der nicht genau zu definieren ist. An diesem Arm befindet sich ein breiterer, heller Armreif in Höhe des Handgelenks.
Über diesem Armreif sind dunkle Flecke zu erkennen, die auf Blutergüsse, bzw. blaue Flecke hindeuten.
Mit ihrer linken Innenfläche der Hand fasst sie sich an ihr linkes Kinn und ihre linke Halsseite, der linke Arm, steht in sich angewinkelt von ihrem Oberkörper ab, so dass ihr Ellenbogengelenk für den Betrachter frontal zu sehen ist.
1. Einleitung: Darstellung der Zielsetzung, die Relevanz medienspezifischer Aspekte anhand von vier ausgewählten Frühwerken zweier Künstlerinnen zu untersuchen.
2. VALIE EXPORT: Umfassende Betrachtung der Biografie sowie der methodischen Herangehensweise an das expanded cinema und den Wiener Aktionismus.
3. Cindy Sherman: Analyse der Biografie und der Untitled Film Stills mit Fokus auf deren Ästhetik und Nähe zur traditionellen Filmproduktion.
4. Vergleich der Werkbeispiele von VALIE EXPORT und Cindy Sherman: Synoptische Gegenüberstellung der Arbeitsweisen, Intentionen und des Umgangs mit dem Medium Film.
5. Ein Resümee: Persönliche Bilanz der Autorin über die Erkenntnisse und die methodische Herausforderung der Untersuchung.
VALIE EXPORT, Cindy Sherman, Medienkunst, expanded cinema, Film, Performance, Fotografie, Untitled Film Stills, Cutting, Tapp- und Tastkino, mediale Aspekte, Rezeption, Wahrnehmung, Geschlechterbild, Dekonstruktion.
Die Arbeit untersucht, wie zwei bedeutende Medienkünstlerinnen, VALIE EXPORT und Cindy Sherman, in ihren Frühwerken mit medienspezifischen Aspekten experimentieren und das Medium Film sowie gesellschaftliche Rollenbilder hinterfragen.
Im Zentrum stehen die Konzepte des "expanded cinema", die Dekonstruktion des traditionellen Film- und Frauenbildes, die Rolle des Zuschauers sowie die Materialität künstlerischer Produktion.
Ziel ist es, die künstlerischen Strategien beider Frauen im Hinblick auf den Umgang mit Medien – von der performativen Aktion bis zur inszenierten Fotografie – zu analysieren und miteinander zu vergleichen.
Die Autorin nutzt eine kunstgeschichtliche und medientheoretische Analyse der Werke, unterstützt durch den Vergleich mit Primärquellen wie Zitaten der Künstlerinnen und zeitgenössischer Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Aktionen VALIE EXPORTS (Cutting, Tapp- und Tastkino) sowie eine Untersuchung ausgewählter Arbeiten aus Cindy Shermans Serie Untitled Film Stills, gefolgt von einem direkten Vergleich.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Medienkunst, expanded cinema, Performance, Inszenierung, Geschlechterbild, Dekonstruktion und Wahrnehmung medialer Wirklichkeiten beschreiben.
Das Schneiden dient ihr als Operator zur Herstellung von Film und Wirklichkeit. Sie nutzt den "medialen Bruch", um dem Betrachter die Konstruiertheit des Mediums und die Rolle der Leinwand bzw. des Körpers bewusst zu machen.
Obwohl sie die Ästhetik von Filmstandbildern imitieren, stellen sie keine tatsächlichen Szenen aus existierenden Filmen dar. Sherman kreiert "fake"-Szenen, die als eigenständige, komplexe Geschichten funktionieren und die Klischees der Filmbranche parodieren.
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