Diplomarbeit, 2001
95 Seiten, Note: 1,7
1. Vorwort
2. Vorklärungen
2.1. Das Anliegen
2.2. Die Methode
2.3. Über Star Trek
2.3.1. Zur Entstehung der Serie Star Trek
2.3.2. Von der Originalserie zu den neuen Serien
2.3.3. Hinweise zum metaphorischen Charakter der Serien
2.4. Das Problem der fiktiven außerirdischen Charaktere
2.5. Das Problem der Einheit der Serien
2.6. Begrifflichkeiten
2.6.1. Beamen
2.6.2. Holodeck/mobiler Emitter
2.6.3. Die Borg/Borg-Kollektiv
2.6.4. Borg-Implantate
2.6.5. Assimilieren
2.6.6. Warpgeschwindigkeit
3. Untersuchung
3.1. Untersuchung des Prozesses der „Vermenschlichung“ des Charakters Seven of Nine in der Serie Star Trek: „Voyager“
3.2. Skorpion (V71)
3.2.1. Der Inhalt
3.2.2. Analyse
3.2.2.1. Der sprechende Mensch
3.2.2.2. Der Mensch als Individuum
3.2.2.2.1. Teilhabe
3.2.2.2.2. Größe/Kleinheit des Menschen
3.2.3. Wertung
3.3. Die Gabe (V72)
3.3.1. Der Inhalt
3.3.2. Analyse
3.3.2.1. Der individuelle Mensch
3.3.2.2. Die Kleinheit des Menschen
3.3.2.3. Der Mensch im Bezug zum Menschen
3.3.2.3.1. Der personale Bezug
3.3.2.3.2. Der Mensch in Gesellschaft
3.3.2.3.2.1. Das Borg-Kollektiv
3.3.2.3.2.2. Das „menschliche Kollektiv“
3.3.2.4. Der Mensch als geschichtliches Wesen
3.3.2.5. Menschwerdung in Entscheidung
3.3.2.6. Die Freiheit des Menschen
3.3.2.6.1. Verschiedene Arten von Freiheit
3.3.2.6.2. Der Sinn der Freiheit
3.3.3. Wertung
3.4. Der Schwarze Vogel (V74)
3.4.1. Der Inhalt
3.4.2. Analyse
3.4.2.1. Verwiesenheit auf Sinn
3.4.3. Wertung
3.5. Apropos Fliegen (V79)
3.5.1. Der Inhalt
3.5.2. Analyse
3.5.2.1. Bewußtsein
3.5.2.1.1. Das Phänomen des Bewußtseins
3.5.2.1.2. Unterscheidungen
3.5.2.2. Der Mensch als denkendes Wesen
3.5.2.3. Mensch und Welt
3.5.3. Wertung
3.6. Leben nach dem Tod (V80); Die Omega-Direktive (V89)
3.6.1. Der Inhalt
3.6.1.1. Leben nach dem Tod (V80)
3.6.1.2. Die Omega-Direktive (V89)
3.6.2. Analyse
3.6.2.1. Von der Verwiesenheit des Menschen auf Sinn zu Gott
3.6.2.2. Zum Verhältnis von Philosophie und christlichem Glauben
3.6.3. Wertung
4. Zusammenfassende Wertung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, unter anthropologischem Blickwinkel zu untersuchen, welche Elemente des Menschen in den Serien von "Star Trek" dargestellt werden. Die Forschungsfrage leitet sich aus der Beobachtung ab, dass fiktive außerirdische Lebensformen Anfragen an das Menschsein stellen, und zielt darauf ab, diese Darstellungen im Lichte der philosophischen und theologischen Anthropologie zu interpretieren.
3.2.2.1. Der sprechende Mensch
Als Tuvok und Janeway beginnen, mit den Borg zusammenzuarbeiten, ergeben sich erste Unstimmigkeiten. Da die Borg zu einem Teil aus Technologie bestehen, die sie als „ein Verstand“ arbeiten läßt, verlangen sie von den Offizieren, sich an ein Gerät anschließen zu lassen, das ihnen ermöglicht, mit den Borg ohne Sprache zu kommunizieren. Dies sei maximale Kommunikation. Die Art dieser Kommunikation wird nicht genannt. Ohne auf die Realisierbarkeit der Technik einzugehen, kann man aber sagen, daß der Austausch rein informativer Art ist. Informationen werden mit allen Borg Drohnen ausgetauscht. Wie das genau vor sich geht, ist nicht bekannt. Es wird aber gesagt, daß die Borg die „Stimmen“ der anderen hören. Seven of Nine selbst „hört“ in dieser Folge eine Stimme, die ihr einen Befehl gibt. Es ist zwar so, daß ausschließlich Seven sie hört, aber für den Zuschauer, der diese Stimme ebenfalls hört, bleibt es dennoch Sprache. Somit gibt die Serie, obwohl sie es leugnet, einen Hinweis darauf, daß es ausschließlich nichtsprachliche Kommunikation zwischen Menschen nicht geben kann. Sie stellt diese These auf, indem sie behauptet, die Borg können mit den Menschen auf diese andere Weise kommunizieren. Sie kann sie aber nicht halten und widerspricht sich selbst. Wenn die Borg gedanklich miteinander kommunizieren, äußert sich dies für den Zuschauer dennoch in sprachlichen Lauten. Seven of Nine erhält zwar an einer Stelle einen Befehl, der ihr nicht von einem anderen Borg gesagt wird, sie, und ebenfalls der Zuschauer, hört aber eine Stimme, die den Befehl spricht.
So wird schon in der Serie klar, daß Sprache ein „Grundphänomen menschlichen Daseins“ ist. Der Mensch kommt aus einer sprachlich ausgelegten Welt, in der der Gedanke die Sprache, der Begriff nach dem Wort verlangt. Da Sinngehalte im einzelnen nur durch Sprache vermittelt werden können, kommt Coreth zu dem Schluß, daß es „keine menschliche Verständigungswelt ohne Sprache“ gibt, was die Serie einerseits zu leugnen versucht, indem sie die Borg auf diese Weise kommunizieren lassen will, andererseits betont sie aber immerhin die Wichtigkeit dieser Art der Kommunikation, wenn Janeway die „verbale Kommunikation“ vorzieht.
1. Vorwort: Einleitung zur Bedeutung von Star Trek und zur Motivation, die Serien unter einem anthropologischen Blickwinkel zu betrachten.
2. Vorklärungen: Definition des Anliegens, der gewählten Methode und der für die Untersuchung wichtigen Begrifflichkeiten aus dem Star Trek-Universum.
3. Untersuchung: Detaillierte Analyse verschiedener Episoden hinsichtlich anthropologischer Aspekte wie Individualität, Freiheit, Bewusstsein und Sinnfindung, zentriert auf den Charakter Seven of Nine.
4. Zusammenfassende Wertung und Ausblick: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf das Potenzial der fiktiven Serien als Ansatzpunkt für tiefere philosophische Diskurse.
Star Trek, Anthropologie, Menschwerdung, Seven of Nine, Borg, Individualität, Freiheit, Bewusstsein, Verwiesenheit auf Sinn, Philosophie, Theologie, Menschsein, Kommunikation, Ethik, Existenz.
Die Arbeit untersucht das Menschenbild in Star Trek-Serien, insbesondere in "Raumschiff Voyager", unter philosophischen und theologischen Gesichtspunkten.
Zentrale Themen sind die menschliche Individualität, Freiheit, der Prozess der Menschwerdung, das Bewusstsein, die Verwiesenheit auf Sinn und die Abgrenzung zum Borg-Kollektiv.
Ziel ist es zu klären, was Star Trek über den Menschen aussagt und ob diese Aussagen im Licht philosophischer und theologischer Anthropologie gedeutet werden können.
Die Untersuchung erfolgt anhand ausgewählter Folgen der vierten Staffel von "Voyager" und ergänzend von "Das nächste Jahrhundert", wobei das Schema Inhaltsangabe, Analyse und Wertung angewendet wird.
Im Hauptteil werden anhand konkreter Episoden anthropologische Kernelemente wie Sprache, Individualität, Geschichtlichkeit, Freiheit und der Sinn des Lebens analysiert und mit philosophischen Theorien verknüpft.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Menschsein, Individualität, Freiheit, Bewusstsein, Sinn, Borg-Kollektiv und philosophische Anthropologie charakterisieren.
Seven of Nine dient als zentrales Anschauungsobjekt für den Prozess der Menschwerdung, da sie als assimilierter Borg bewusst den Weg zurück zum Menschsein sucht.
Das Borg-Kollektiv wird als metaphorischer Kontrast zur menschlichen Individualität verstanden, der die Bedeutung von Freiheit, persönlichem Bewusstsein und einem eigenständigen Ich hervorhebt.
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