Diplomarbeit, 2006
118 Seiten, Note: 2,0
1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
2 Controlling und Performance Measurement in der Altenpflege
3 Abgrenzung des Untersuchungsbereiches „Pflegeheim“
4 Definition des Untersuchungsgegenstandes „Effizienz“
4.1 Abgrenzung der Begriffe „Effizienz“ und „Effektivität“
4.2 Facetten des Effizienzbegriffs
4.3 Gesetzmäßigkeiten und Empfehlungen zur Steigerung der Effizienz
5 Besonderheiten der Effizienzmessung in Pflegeheimen
5.1 Gesetzliche Forderungen zur Wirtschaftlichkeit von Pflegeheimen
5.2 Controlling als Instrument interner Qualitätssicherung in Pflegeheimen
5.3 Zusammenhang zwischen Qualität und Kosten
5.4 Outcome-Measurement in der Pflege
5.5 Benchmarking als Controlling-Aufgabe in der stationären Altenhilfe
6 Die „Balanced Scorecard“
6.1 Historische Entwicklung
6.2 Analyse des Managementinstrumentes „Balanced Scorecard“
6.3 Vergleich der BSC mit anderen Performance-Measurement-Konzepten
7 Die „Balanced-Efficiency-Scorecard“ für Pflegeheime
7.1 Anforderungen an Kennzahlen und Kennzahlensysteme
7.2 Erarbeitung der „Balanced Efficiency Scorecard“
7.2.1 Stakeholder-Analyse
7.2.2 Ableitung der zentralen Ziele aus der Stakeholder-Analyse
7.2.3 Erweiterung des Zielsystems für die Messung der Effizienz
7.2.4 Zuordnung der Ziele zu den vier Balanced-Scorecard Perspektiven
7.2.5 Ursache-Wirkungskette
7.2.6 Relevante Dimensionen für Effizienz-Indikatoren
7.2.7 Sammlung, Bewertung und Auswahl der relevanten Indikatoren
7.2.8 Erläuterungen zur Auswahl der Indikatoren
7.2.9 Ordnungssystem zur sachlogischen Strukturierung der Kennzahlen
7.2.10 Die „Balanced-Efficiency-Scorecard“ (BES)
7.2.11 Erläuterungen zur Berechnung der Effizienz
7.2.12 Visualisierung der Ergebnisse
7.3 Umgang mit den Ergebnissen
7.3.1 Diskussion der operativen und strategischen Ergebnisse im Team
7.3.2 Die BES als Basis für Prämienzahlungen an Führungskräfte
7.4 Empfehlungen zur Weiterentwicklung der BES
8 Resümee: Kritische Bewertung der „Balanced Efficiency-Scorecard“
9 Nachwort: Betrachtung der Effizienz aus einer kritischen Distanz
10 Anhang
10.1 Erläuterungen zur Arbeit von Dr. Andreas Näf
10.2 Entwurf einer effizienzorientierten Führungs-Scorecard
10.3 Performance-Indikatoren
Die Diplomarbeit zielt darauf ab, ein praxistaugliches Instrument zur Analyse und Steigerung der Effizienz in Pflegeheimen zu entwickeln, das insbesondere für Controller und Pflegefachberater anwendbar ist. Dabei wird die „Balanced Scorecard“ methodisch so angepasst, dass sie den spezifischen Anforderungen von Non-Profit-Pflegeeinrichtungen gerecht wird.
Die „Balanced-Efficiency-Scorecard“ (BES)
Das übergeordnete Ziel zu Beginn der Überlegungen im Bezug auf diese Arbeit, war die Bewertung der Effizienz von Pflegeheimen. Diese Effizienz sollte in Form einer Spitzenkennzahl mit Namen „BEX“ („Balanced Efficiency Index“) ermittelt werden. Der Einfachheit halber wurde auf die wohlklingende aber leicht verschlüsselte Bezeichnung „BEX“ verzichtet. Stattdessen wurde die Spitzenkennzahl schlicht „Effizienz Index“ genannt. Somit hat sich am Schluss die Terminologie noch etwas geändert, die Zielsetzung ist allerdings dieselbe geblieben. Dies ist insofern erfreulich, da es während der Erarbeitung Phasen gab, in denen das Projekt als nicht realisierbar erschien, angesichts der Komplexität des Analysegegenstands „Effizienz“ in NPO-Pflegeheimen.
Auf der folgenden Seite ist die vorerst endgültige Fassung der „Balanced-Efficiency-Scorecard“ für Pflegeheime abgebildet. Diese Version ist noch nicht direkt für einen Einsatz in der Praxis geeignet, da eine Testung der Indikatoren auf Validität und Reliabilität noch nicht erfolgt ist. Problematisch erscheint vorerst auch das Problem der Vergleichbarkeit von Pflegeeinrichtungen. Außerdem soll nochmals auf die Notwendigkeit einer erneuten Diskussion der BES mit den Leitungskräften vor Ort hingewiesen werden. Erst nachdem alle genannten Arbeitsschritte durchlaufen worden sind, kann an eine erste Testphase gedacht werden.
Zur besseren Verständlichkeit wurden hypothetische Werte für das Heim „A“ eingetragen. Dieses rein fiktive Heim, wie auch die drei Vergleichseinrichtungen, ähnelt stark einem der Heime des Bürgerspitals z. Hl. Geist in Würzburg. Die eingegebnen Daten sind allerdings nur grob geschätzt, um die Systematik und Praktikabilität der BES testen zu können. Für die Kategorie „Personalmanagement“ wurden keine eigenen Indikatoren ausgewählt. Diese Kategorie wird indirekt durch die anderen Indikatoren im Bereich „Personal-Performance“ mit abgebildet.
Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit: Diese Einführung verdeutlicht den steigenden wirtschaftlichen Druck auf Pflegeheime und definiert die Zielsetzung der Entwicklung eines effizienzorientierten Steuerungsinstruments.
Controlling und Performance Measurement in der Altenpflege: Hier werden die theoretischen Grundlagen für zielorientiertes Arbeiten in Systemen sowie die Konzepte des Performance Measurements im Gesundheitswesen erläutert.
Abgrenzung des Untersuchungsbereiches „Pflegeheim“: Dieses Kapitel definiert die spezifischen Eigenschaften von Non-Profit-Pflegeeinrichtungen und beschreibt die relevanten Rahmenbedingungen ihrer Leistungserstellung.
Definition des Untersuchungsgegenstandes „Effizienz“: Es erfolgt eine wissenschaftliche Klärung der Begriffe Effizienz und Effektivität sowie der ökonomischen Prinzipien, die für eine Leistungsanalyse notwendig sind.
Besonderheiten der Effizienzmessung in Pflegeheimen: Das Kapitel diskutiert die Herausforderungen bei der Messung von Qualität und Kosten sowie die Bedeutung des Outcome-Measurements.
Die „Balanced Scorecard“: Hier wird die historische Entwicklung und das Grundgerüst der Balanced Scorecard als Instrument des strategischen Controllings vorgestellt.
Die „Balanced-Efficiency-Scorecard“ für Pflegeheime: Dies ist der Hauptteil, in dem die Herleitung, die Kennzahlen, das Ordnungssystem und die praktische Anwendung der BES ausführlich beschrieben werden.
Resümee: Kritische Bewertung der „Balanced Efficiency-Scorecard“: Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Instrument, seinen Stärken, Schwächen und Potenzialen für die Praxis.
Nachwort: Betrachtung der Effizienz aus einer kritischen Distanz: Ein philosophischer Blick auf das Effizienzprinzip und seine Auswirkungen auf die Gesellschaft.
Pflegemanagement, Effizienz, Balanced Efficiency-Scorecard, Performance Measurement, Controlling, Non-Profit-Organisation, Altenpflege, Kennzahlensysteme, Qualitätsmanagement, Benchmarking, Stakeholder-Analyse, Prozessoptimierung, Unternehmenssteuerung, Outcome-Messung, Wirtschaftlichkeit.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Steuerungsinstruments namens „Balanced-Efficiency-Scorecard“ (BES), um die Effizienz in stationären Pflegeeinrichtungen messbar und vergleichbar zu machen.
Zentrale Themen sind das Controlling in der Altenpflege, die Abgrenzung von Effizienz- und Effektivitätskonzepten, die Anwendung von Performance-Measurement-Systemen sowie die praktische Erarbeitung von Kennzahlen für den Pflegebereich.
Das primäre Ziel ist es, ein praxistaugliches Analyseinstrument zu konstruieren, das Pflegeeinrichtungen dabei unterstützt, vorhandene Ineffizienzen aufzudecken und ihre betriebliche Leistungsfähigkeit zu verbessern.
Die Arbeit adaptiert das Modell der „Balanced Scorecard“ und erweitert es durch eine Stakeholder-Analyse, induktive Zielableitung sowie die Bildung von Ursache-Wirkungsketten, um eine spezifische „Balanced-Efficiency-Scorecard“ für Pflegeheime zu erstellen.
Der Hauptteil dokumentiert schrittweise die Erarbeitung der BES, inklusive der Auswahl geeigneter Indikatoren, deren methodische Gewichtung, das Ordnungssystem für die Kennzahlen sowie die Anleitung zur Berechnung und Visualisierung der Ergebnisse.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Pflegemanagement, Effizienz, Balanced Efficiency-Scorecard, Controlling, Benchmarking und Qualitätsmanagement charakterisiert.
Die Komplexität resultiert daraus, dass sich die Ergebnisse der Pflege (Outcome) nicht rein monetär bewerten lassen und stark von individuellen, subjektiven Faktoren sowie den spezifischen Bedürfnissen der Bewohner abhängen.
Die BES ist als Ordnungssystem konzipiert, das zwar subjektive Komponenten zulässt, aber durch die Einbettung in ein transparentes Ursache-Wirkungs-Modell und eine kritische Auseinandersetzung im Team Fehlsteuerungen und Anreize für manipulatives Verhalten (dysfunktionale Konsequenzen) minimieren möchte.
Das Modell dient als Leitfaden. Der Autor betont, dass vor einer Anwendung eine Testphase auf Validität und Reliabilität sowie eine Diskussion mit den Leitungskräften vor Ort unerlässlich sind, um die Praktikabilität in der jeweiligen Einrichtung zu gewährleisten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

