Diplomarbeit, 2003
94 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Die Anfänge von E-Learning
1.2 Evaluation von E-Learning
1.3 Einleitendes zum Begriff „Didaktik“
1.4 Der Begriff „Mikrodidaktik“ als Bezugsrahmen und Arbeitsfeld
1.5 Makrodidaktische Dimensionen als Abgrenzung zum Arbeitsfeld
1.6 Ziel und Nutzen dieser Arbeit
1.7 Notwendigkeit einer Begriffbestimmung
1.7.1 Terminologie
2. Diskussion didaktischer Ansätze unter der Perspektive des E-Learnings
2.1 Offenheit moderner didaktischer Theorien – offene Systeme
2.2 Die bildungstheoretische Didaktik im Rahmen kritisch-konstruktiver Erziehungswissenschaft
2.2.1 Die (gesellschafts-)kritische Seite
2.2.2 Die planmäßig – inhaltliche Seite
2.2.3 Die methodische Seite
2.2.4 Zusammenfassung
2.3 Lerntheoretische Didaktik
2.3.1 Das Berliner Modell nach Heimann
2.3.2 Das Hamburger Modell nach Schulz
2.3.3 Zusammenfassung
2.4 Der informationstheoretische Ansatz
2.4.1 Programmierte Instruktion
2.4.2 Die kybernetische Didaktik von Felix von Cube
2.4.3 Zusammenfassung
2.5 Konstruktivistische Didaktik
2.5.1 Wissenserwerb
2.5.2 Anforderungen an E-Learning im Rahmen der situierten Kognition
2.5.3 Weitere konstruktivistisch orientierte Dimensionen
2.5.4 Zusammenfassung
2.6 Rückblick auf klassische Ansätze
3. Bestehende Modelle
3.1 Klassifikation durch Würfelmodelle
3.1.1 Control/Engagement/Synthesis
3.1.2 Heuristisches Modell zur Softwarebewertung
3.2 Kriterienkataloge
3.2.1 Erweiterte Prüfliste für Lernsysteme (EPL)
3.2.2 QGS-Verfahren
3.3 A Framework for Pedagogical Evaluation of Virtual Learning Environments
3.3.1 Conversational Framework
3.3.2 Überblick über die didaktischen Dimensionen
3.3.3 Viable Systems Model
3.3.4 Überblick über die didaktischen Dimensionen
3.3.5 Zusammenfassung
3.4 Rückblick auf bestehende Modelle
4. Sammlung der diskutierten Dimensionen
4.1 Ziele
4.2 Inhalte und Thema
4.3 Zielgruppe
4.4 Kosten
4.4.1 Kontrolle
4.5 Methode
4.5.1 Aufgaben/Übungen(/Tests)
4.5.2 Kommunikation
4.5.3 Kollaboration
4.5.4 Gestaltung
4.5.5 Control
4.5.6 Dozent
4.5.7 Situation
4.6 Zusammenfassung
5. Verhältnisse und Abhängigkeiten der Dimensionen
5.1 Eingansdimensionen
5.2 Zentrale Dimension „Methode“ und ihre Unterdimensionen
6. Ausblick
6.1 Grenzen von E-Learning
6.2 Blended Learning als Erweiterung
7. Resümee
8. Literatur
Ziel dieser Arbeit ist es, innerhalb des mikrodidaktischen Bereichs relevante didaktische Dimensionen zu identifizieren, die bei der pädagogischen Gestaltung und Beurteilung von E-Learning-Programmen als Instrumente dienen können. Die Forschungsarbeit setzt sich kritisch mit bestehenden didaktischen Ansätzen auseinander, um diese für die spezifischen Erfordernisse des E-Learnings zu übersetzen und ein theoretisches Fundament für deren Einordnung zu schaffen.
1.1 Die Anfänge von E-Learning
Anfangs schien es, E-Learning könnte diese Forderung erfüllen, da es just-in-time (vgl. Schenkel u. a. 2000, 7) eingesetzt werden kann, da die Kosten für Trainer und Weiterbildner weitgehend reduziert werden, da Teilnehmer orts- und zeitunabhängig neben ihrer Arbeitstätigkeit selbstständig, selbstorganisiert und selbstgesteuert lernen und da es sich mit E-Learning grundsätzlich einfacher und schneller lernen lassen sollte. Unter anderen diente der letztgenannte Punkt als Argument dafür, E-Learning auch generell, außerhalb der betrieblichen Weiterbildung zu etablieren, um den Teilnehmern eben dieses einfache und schnelle Lernen zu ermöglichen. An unkritischen Aufzählungen von Vorteilen von E-Learning mangelt es auch im Jahr 2000 nicht (vgl. beispielsweise Fischer in: Reglin 2000, 211f). Das neuentdeckte Medium „Computer“ sollte per se das Lernen revolutionieren, und eine Zeit lang schien, als ob der Computer tatsächlich traditionelle Konzepte des Lernens verdrängen könnte. Mittlerweile ist man zu der Einsicht gelangt, dass allein ein neues Medium, selbst wenn es als das „Neue Medium“ bezeichnet wird, keine „Innovationen oder gar Revolutionen in der Bildungsarbeit auszulösen“ (Kerres 2001, 11) vermag. „Die Medieneuphorie ist eher realistischen Kosten-Nutzen-Erwägungen gewichen. Es interessiert heute, für welche Inhalte das netzgestützte Lernen eher geeignet ist, ob damit bestimmte Zielgruppen besonders gut angesprochen werden können oder quasi im Gegenzug möglicherweise auch bestimmte Zielgruppen an der Teilnahme an lebenslangem Lernen eher ausgeschlossen werden“ (Meisel in: Apel/Kraft 2003, 5). Es ist also so, dass sich E-Learning einer kritischen Beleuchtung unterziehen muss, in der erkennbar werden soll, wozu es sich besser eignet als konventionelle Methoden, wo also der „pädagogische Mehrwert“ (a.a.O.) liegt, der durch den Einsatz von E-Learning verfügbar gemacht wird. E-Learning um des E-Learnings Willen stellt eine verfehlte Technikgläubigkeit dar, die unter Umständen mehr kostet und weniger Nutzen bringt als der Einsatz eines Präsenzseminars oder anderer Lehrformen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von E-Learning in der heutigen Informationsgesellschaft ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, didaktische Dimensionen als Beurteilungsinstrumente zu entwickeln.
2. Diskussion didaktischer Ansätze unter der Perspektive des E-Learnings: Die verschiedenen didaktischen Strömungen werden kritisch auf ihre Nutzbarmachung für E-Learning analysiert, um grundlegende Strukturmomente der Unterrichtsplanung abzuleiten.
3. Bestehende Modelle: Dieses Kapitel prüft vorhandene Würfelmodelle und Kriterienkataloge auf ihren didaktischen Gehalt und ihre Eignung zur Qualitätsevaluation von E-Learning.
4. Sammlung der diskutierten Dimensionen: Die zentralen Dimensionen wie Ziele, Inhalte, Methoden und Kosten werden zusammengefasst und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Gestaltung und Beurteilung von E-Learning erläutert.
5. Verhältnisse und Abhängigkeiten der Dimensionen: Es wird versucht, die erarbeiteten Dimensionen in eine logische Struktur zu bringen, um die wechselseitigen Abhängigkeiten und notwendigen Bedingungen innerhalb der E-Learning-Konzeption aufzuzeigen.
6. Ausblick: Hier werden die Grenzen des reinen E-Learnings thematisiert und das Konzept des Blended Learning als komplementäre Erweiterung vorgestellt.
7. Resümee: Das Resümee fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, E-Learning auf einer fundierten didaktischen Basis zu planen.
E-Learning, Didaktik, Mikrodidaktik, Unterrichtsplanung, pädagogischer Mehrwert, Evaluation, Kriterienkatalog, Lerntheoretische Didaktik, Konstruktivismus, situierte Kognition, Blended Learning, Medien, Vermittlung, Lernumgebung, Lernstrategien
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung didaktischer Dimensionen, die als Instrumente zur Einordnung und Beurteilung von E-Learning-Programmen dienen sollen.
Zentrale Themen sind didaktische Theorien, Modelle zur Evaluation von Lernsoftware, die Strukturierung von E-Learning-Konzepten sowie die Verhältnisse und Abhängigkeiten zwischen verschiedenen didaktischen Faktoren.
Das Ziel ist es, aus einer didaktischen Perspektive ein theoretisches Gerüst zu schaffen, mit dem E-Learning-Angebote professionell gestaltet, eingeordnet und evaluiert werden können.
Der Autor führt eine Literaturanalyse und Diskussion bestehender didaktischer Ansätze und Evaluationsmodelle durch, um diese für das spezifische Feld des E-Learnings zu systematisieren und weiterzuentwickeln.
Im Hauptteil werden klassische didaktische Ansätze (bildungstheoretisch, lerntheoretisch, informationstheoretisch, konstruktivistisch) untersucht, bestehende Bewertungsmodelle analysiert und eine Sammlung didaktischer Dimensionen für E-Learning abgeleitet.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie E-Learning, Didaktik, Mikrodidaktik, Evaluation, konstruktivistische Didaktik und didaktische Dimensionen charakterisiert.
Der Begriff dient der analytischen Abgrenzung des Arbeitsfeldes, um Entscheidungen auf der Ebene der konkreten Lehr-Lernsituationen zu fokussieren und die theoretische Diskussion der didaktischen Dimensionen handhabbar zu begrenzen.
Kosten werden als didaktische Dimension verstanden, da ökonomische Rahmenbedingungen bei der Konzeption und Durchführung von E-Learning unmittelbare Auswirkungen auf die methodische Gestaltung und die Qualität des Lernangebots haben.
Das Blended Learning wird als Lösung für die systemimmanenten Grenzen des rein computerbasierten Lernens vorgeschlagen, insbesondere wenn motorische Lernziele oder komplexe soziale Situationen gefordert sind, die E-Learning allein nicht abdecken kann.
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