Diplomarbeit, 2004
164 Seiten, Note: 1,3
I Einstieg
1. MOTIVATION
2. ZIEL- UND HANDLUNGSRELEVANTE FRAGEN
3. METHODE UND GANG DER UNTERSUCHUNG
II Einordnung der Begrifflichkeiten
1. BÜRGERSCHAFTLICHES ENGAGEMENT
2. CORPORATE CITIZENSHIP
2.1 Corporate Volunteering als Teil des Corporate Citizenship und des Corporate Social Responsibility
2.2 Entwicklung in den USA, Großbritannien und den Niederlanden
2.3. Aktueller Stand in Deutschland
3. SOZIALE ARBEIT UND DEREN ZIELGRUPPEN
III Corporate Volunteering
1. FORMEN DES CORPORATE VOLUNTEERING
1.1 Vier Muster des Corporate Volunteering
1.1.1 Anerkennung und Unterstützung des Engagements der Mitarbeiter
1.1.2 Ermunterung der Mitarbeiter zu bürgerschaftlichem Handeln
1.1.3 Aktive Zusammenarbeit mit Non-Profit-Organisationen
1.1.4 Unternehmens- und Arbeitnehmerengagement
1.2 Personaleinsatz als Instrument der Personal- und Teamentwicklung
1.2.1 Einsatz und Entwicklung von sozialer und kommunikativer Kompetenz
1.2.2 Einsatz und Entwicklung von Managementkompetenz
1.2.3 Einsatz und Vertiefung von Projektmanagement und Fachkompetenz
1.2.4 Einsatz und Entwicklung von Teamkompetenz, Gruppenkommunikation, und Gruppenpotential
2. CORPORATE VOLUNTEERING AUS SICHT DER BETEILIGTEN
2.1 Wirtschaft
2.1.1 Unternehmen
2.1.2 Mitarbeiter
2.2 Vermittlungsorganisationen
2.3 Dritter Sektor
3. ZUSAMMENFASSUNG
IV Personalentwicklung durch Sozialpraktika in der Praxis
1. SEITENWECHSEL
1.1 Projektbeschreibung
1.2 Praxisbeispiel: Hospizarbeit
1.2.1 Fortbildung in der Hospizarbeit
1.2.2 Hospizarbeit
1.2.3 Freiwillige Helfer in der Hospizarbeit
2. ALTERA – DIE ANDERE SEITE
2.1 Projektbeschreibung
2.2 Praxisbeispiel: Wohnungslosenhilfe
2.2.1 Lernwoche bei Asphalt, dem Straßenmagazin
2.2.2 Das Straßenmagazin Asphalt
2.2.3 Freiwillige Helfer bei Asphalt
3. ZUSAMMENFASSUNG
V Diskussion
1. NUTZEN UND RISIKEN VON CORPORATE VOLUNTEERING ALS INSTRUMENT DER PERSONALENTWICKLUNG
1.1 Nutzen und Risiken für die Beteiligten
1.1.1 Unternehmen
1.1.2 Mitarbeiter und Führungskräfte
1.1.3 Non-Profit-Organisationen und Soziale Arbeit
1.2 Nutzen für die Zielgruppen der Sozialen Arbeit
1.3 Status der teilnehmenden Führungskräfte und Mitarbeiter
2. DISKUSSION DER PRAXISBEISPIELE
2.1 SeitenWechsel
2.1.1 Sterbende und schwerkranke Menschen als Zielgruppe
2.1.2 Freiwillige Helfer und Teilnehmer an SeitenWechsel im Hospiz
2.1.3 Chancen und Risikopotentiale
2.1.4 Empfehlungen zur Herstellung einer Win-Win-Situation
2.2 Altera
2.2.1 Verkäufer von Straßenmagazinen als Zielgruppe
2.2.2 Freiwillige Helfer und Teilnehmer an Altera bei Asphalt
2.2.3 Chancen und Risikopotentiale
2.2.4 Empfehlungen zur Herstellung einer Win-Win-Situation
2.3 SeitenWechsel und Altera im Vergleich
3. ABLEITUNG VON GESTALTUNGSEMPFEHLUNGEN FÜR DIE PRAXIS
3.1 … für die Projektträger
3.2 … für die Zielgruppen
3.3 … für die Soziale Arbeit
3.4 … für die Unternehmen
3.5 … für die Führungskräfte und Mitarbeiter
VI Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert kritisch das Konzept des Corporate Volunteering als Instrument der Personalentwicklung unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen auf Zielgruppen in der Sozialen Arbeit. Dabei wird untersucht, ob das in der Wirtschaft oft postulierte Prinzip der Win-Win-Situation auch in sensiblen sozialen Arbeitsfeldern wie der Hospizarbeit oder der Wohnungslosenhilfe Bestand hat.
1.2.1 Einsatz und Entwicklung von sozialer und kommunikativer Kompetenz
Sozialausbildung
Diese Variante des Personaleinsatzes versucht eine bestimmte Zielgruppe innerhalb des Unternehmens anzusprechen: Auszubildende.
Die Sozialausbildung kann – auf freiwilliger Basis – in die originäre Ausbildung integriert werden. Junge Mitarbeiter teilen sich für mehrere Wochen den Arbeitsplatz mit – in der Praxis – meist geistig- oder körperbehinderten Menschen. Wichtig ist hierbei die Vor- und Nachbereitung des Einsatzes, da Berührungsängste auf allen Seiten bestehen können. Kennzeichnend für diesen Typus ist der Einsatz über die Dauer von mehreren Wochen.
Die ‚Valeo Wischersysteme GmbH’, mit Sitz im baden-württembergischen Bietigheim-Bissingen, stellt ein gutes Beispiel für die Form der Sozialausbildung dar. Seit 1997 existiert eine dauerhafte Kooperation zwischen dem Unternehmen und einer Werkstatt für geistig behinderte Menschen in Bietigheim-Bissingen. Jedes Jahr haben zwölf Auszubildende im dritten Lehrjahr mit dem Ausbildungsberuf Industriemechaniker, Fachrichtung Produktionstechnik, die Möglichkeit für einen Monat in der Werkstatt mitzuarbeiten. In einer ersten Phase lernen sie den dortigen Produktionsalltag kennen und übernehmen Betreuungsfunktionen für die behinderten Menschen. Während der zweiten Phase versuchen sie eigenverantwortlich die Werkstatt auf die speziellen Bedürfnisse behinderter Menschen anzupassen. Die Auszubildenden können durch diese Form von CV sowohl ihre fachlichen als auch ihre sozialen und persönlichen Kompetenzen – durch die Offenheit für Neues und den Umgang mit anderen Menschen – erweitern. Das Zusammenarbeiten mit behinderten Menschen trägt zudem zum Abbau von Vorurteilen bei.
I Einstieg: Das Kapitel motiviert die Arbeit vor dem Hintergrund gesellschaftlichen Wandels und der zunehmenden Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements von Unternehmen, wobei das Ziel der kritischen Analyse von Corporate Volunteering formuliert wird.
II Einordnung der Begrifflichkeiten: Hier werden zentrale Begriffe wie bürgerschaftliches Engagement, Corporate Citizenship und Corporate Social Responsibility definiert und in den Kontext der Sozialen Arbeit eingeordnet.
III Corporate Volunteering: Es werden fünf verschiedene Formen von Corporate Volunteering detailliert vorgestellt, wobei der Schwerpunkt auf dem Personaleinsatz als Instrument der Personalentwicklung liegt.
IV Personalentwicklung durch Sozialpraktika in der Praxis: Die Projekte "SeitenWechsel" und "Altera" werden als konkrete Praxisbeispiele zur Personalentwicklung in der Hospiz- und Wohnungslosenhilfe ausführlich analysiert.
V Diskussion: Die Ergebnisse aus den vorangegangenen Kapiteln werden kritisch diskutiert, wobei insbesondere der Nutzen und die Risiken für die beteiligten Akteure und die Zielgruppen der Sozialen Arbeit beleuchtet werden.
VI Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, würdigt die Arbeit kritisch und gibt Empfehlungen für zukünftige Forschungsvorhaben sowie Einschätzungen zur Entwicklung von Corporate Volunteering.
Corporate Volunteering, Corporate Citizenship, Personalentwicklung, Soziale Arbeit, Sozialpraktika, Freiwilligenarbeit, Win-Win-Situation, Bürgergesellschaft, Personaleinsatz, Hospizarbeit, Wohnungslosenhilfe, Unternehmen, Zielgruppen, Sozialmanagement, CSR
Die Arbeit untersucht kritisch den Einsatz von Corporate Volunteering (betriebliche Freiwilligenprogramme) als Instrument der Personalentwicklung und dessen Auswirkungen auf die betroffenen Zielgruppen in der Sozialen Arbeit.
Die Themen umfassen die Definition von Corporate Citizenship, die verschiedenen Formen des Corporate Volunteering, die Verknüpfung mit Personalentwicklung sowie die Analyse konkreter Praxisbeispiele im sozialen Sektor.
Das Ziel ist es, kritisch zu analysieren, ob Corporate Volunteering tatsächlich eine "Win-Win-Situation" für alle Beteiligten darstellt – insbesondere unter Berücksichtigung des Wohls der Klienten in sozialen Einrichtungen.
Neben einer ausführlichen theoretischen Aufarbeitung des Themas nutzt die Arbeit Experteninterviews mit Personen aus dem sozialen Arbeitsfeld, um Hintergrundinformationen und Praxisreflexionen zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Differenzierung der Formen des Corporate Volunteering, die detaillierte Vorstellung der Praxisbeispiele "SeitenWechsel" und "Altera" sowie die abschließende kritische Diskussion von Nutzen und Risiken.
Wichtige Begriffe sind Corporate Volunteering, Personalentwicklung, Sozialpraktika, Bürgergesellschaft, Soziale Arbeit und Unternehmensethik.
Ein zentraler Kritikpunkt ist die mögliche Störung der professionellen Arbeit durch fachfremde Unternehmensmitarbeiter, die Gefahr eines "Sozialtourismus" sowie die Frage, ob die Bedürfnisse der Klienten ausreichend gewahrt bleiben.
Die Autorin weist darauf hin, dass die Zielgruppen (Adressaten der Sozialen Arbeit) in der bisherigen Debatte meist als passive Beteiligte außen vor bleiben, und fordert eine stärkere Berücksichtigung ihrer Rechte auf Selbstbestimmung und Mitsprache.
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