Diplomarbeit, 2006
99 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Motivation und Problemstellung
1.2 Vorgehensweise und Aufbau der Untersuchung
2. Der Mittelstand in Deutschland
2.1 Was ist der „Mittelstand“? – Definitionen
2.1.1 Die Definition der Europäischen Union
2.1.2 Die Definition des IfM Bonn
2.2 Die wirtschaftliche Bedeutung
2.2.1 Die Bedeutung des Mittelstands in Deutschland
2.2.2 Die Stellung der KMU im europäischen Vergleich
2.3 Die Finanzstruktur des Mittelstands
2.3.1 Die Bedeutung der Finanzierungsquellen
2.3.2 Der Finanzmarkt im Wandel
3. Finanztheoretische und empirische Evidenz
3.1 Eigenkapitallücke und Eigenkapitalrationierung
3.2 Das Auftreten asymmetrischer Information
3.3 Theoretische Modelle der Kreditrationierung
3.4 Theoretische Modelle der Eigenkapitalrationierung
3.5 Empirische Untersuchung
3.5.1 Vorbemerkungen
3.5.2 Die Auswirkungen des Finanzsystems
3.5.3 Verfügbarkeit der Eigenkapitalfinanzierungsinstrumente
3.6 Zusammenfassung und Zwischenfazit
4. Staatliche Förderung der Eigenkapitalfinanzierung
4.1 Die KfW Bankengruppe
4.1.1 Auftrag und Bedeutung
4.1.2 Die Struktur der KfW Bankengruppe
4.2 Die KfW Mittelstandsbank
4.3 Die Beteiligungsfinanzierung der KfW Mittelstandsbank
4.3.1 Die Early-Stage-Förderung
4.3.2 Die Later-Stage-Förderung
4.4 „Eigenkapital für den breiten Mittelstand“
4.4.1 Die Zielgruppe
4.4.2 Die Ziele
4.4.3 Der Kerngedanke und Lösungsansatz
4.4.4 Der Private Equity-Ansatz
4.4.5 Der MBG-Ansatz
4.4.6 Die Umsetzung am Beispiel des HessenFonds
4.5 Die Mezzanine Förderung - Unternehmerkapital
5. Die Evidenz der Förderung
5.1 Die theoretische Rechtfertigung staatlicher Förderung
5.2 Die Gestaltung staatlicher Förderung
5.2.1 Breitenwirksame vs. gezielte Förderung
5.2.2 Ex ante vs. ex post Förderung
5.2.3 Direkte Finanzierung vs. Haftungsübernahme
5.3 EK für den breiten Mittelstand – Subvention oder Innovation?
5.3.1 Ist die Förderung des „breiten Mittelstands“ gerechtfertigt?
5.3.2 Die Ausgestaltung des Förderprogramms
5.3.3 Die Beurteilung der Initiative
6. Resümee
Die Arbeit untersucht, ob für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland eine „Eigenkapitallücke“ existiert, die einen staatlichen Eingriff rechtfertigt. Dabei wird analysiert, inwieweit veränderte Rahmenbedingungen auf dem Finanzmarkt den Zugang zu Kapital erschweren und ob die staatliche Förderung durch die KfW eine effiziente Lösung zur Stärkung der Eigenkapitalbasis darstellt.
3.2 Das Auftreten asymmetrischer Information
Neoklassische Standardmodelle über die Finanzierung von Unternehmen gehen in der Regel von der Annahme eines perfekten Kapitalmarkts aus. Ist ein Kapitalmarkt vollkommen und vollständig, treten keine Finanzierungslücken oder Rationierungsprobleme auf. Die Hauptannahmen eines perfekten Kapitalmarkts wurden jedoch von einem Großteil der theoretischen Arbeiten in den letzten Jahren in Frage gestellt, da es in der Realität häufig zu Marktunvollkommenheiten kommt. Ist z.B. eine Firma über ihr Investitionsvorhaben besser informiert als der potentielle Investor, kann eine externe Finanzierung teuer werden, wenn sie denn überhaupt angeboten wird. Gründe dafür können „Adverse Selection“ und „Moral Hazard“ Phänomene sein.
Diese Probleme sind besonders ausgeprägt, wenn Kapitalanlagen wenig gesichert sind.
1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung bezüglich der Eigenkapitalschwäche im deutschen Mittelstand und der Motivation für eine staatliche Förderung.
2. Der Mittelstand in Deutschland: Definition des Begriffs Mittelstand sowie eine Analyse seiner wirtschaftlichen Bedeutung und Finanzstruktur.
3. Finanztheoretische und empirische Evidenz: Theoretische Untersuchung von Finanzierungslücken sowie eine empirische Analyse der Verfügbarkeit von Eigenkapitalinstrumenten.
4. Staatliche Förderung der Eigenkapitalfinanzierung: Vorstellung der KfW Bankengruppe und spezifischer Förderprogramme zur Stärkung der Eigenkapitalbasis.
5. Die Evidenz der Förderung: Diskussion der theoretischen Rechtfertigung und der optimalen Gestaltung staatlicher Eingriffe.
6. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse zur Frage der staatlichen Notwendigkeit und Wirksamkeit der Förderung.
Mittelstand, Eigenkapital, Eigenkapitallücke, KMU, KfW, Finanzierung, Beteiligungskapital, Mezzanine, Basel II, Marktversagen, Equity Gap, Unternehmensfinanzierung, Investitionen, Förderprogramm, Finanzmarkt.
Die Arbeit untersucht die finanzielle Situation kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland, insbesondere den erschwerten Zugang zu Eigenkapital im Kontext veränderter Finanzmarktbedingungen.
Der Fokus liegt auf der Definition des Mittelstands, theoretischen Modellen zur Kredit- und Eigenkapitalrationierung sowie der praktischen Ausgestaltung staatlicher Förderprogramme durch die KfW.
Das Ziel ist zu klären, ob ein Marktversagen bei der Eigenkapitalversorgung des „breiten Mittelstands“ vorliegt und ob ein staatlicher Eingriff hierdurch gerechtfertigt sowie effizient gestaltet werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse ökonomischer Finanzierungsmodelle, ergänzt durch eine empirische Auswertung vorliegender Wirtschaftsdaten und Befragungsergebnisse.
Der Hauptteil analysiert die Gründe für Finanzierungsprobleme, prüft die Verfügbarkeit alternativer Instrumente wie Private Equity und Mezzanine-Kapital und bewertet die Förderinitiativen der KfW kritisch.
Die zentralen Begriffe umfassen Mittelstand, Eigenkapitalfinanzierung, Eigenkapitallücke, KMU-Förderung, Marktversagen und Finanzmarktstruktur.
Es hat in der Vergangenheit langfristige Finanzierungen gesichert und Informationsasymmetrien durch langjährige Beziehungen abgebaut, was eine hohe Eigenkapitalquote weniger notwendig machte.
Er dient als Praxisbeispiel für ein marktkonformes Förderprogramm, das gezielt Unternehmen außerhalb des Standard-Zielsegments unterstützt, um deren Mezzanine-Kapitalversorgung zu verbessern.
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