Diplomarbeit, 2006
119 Seiten, Note: 2,0
1. Problemstellung
2. Revenue-Management
2.1 Entstehungsgeschichte des Revenue-Managements
2.2 Grundlagen des Revenue-Managements
2.2.1 Begriffsabgrenzung
2.2.2 Anwendungsvoraussetzungen des Revenue-Managements
2.2.3 Implementierungsstufen eines Revenue-Managements
2.3 Der Revenue-Management-Planungsprozess
2.4 Mögliche Probleme bei der Anwendung von Revenue-Management
3. Freizeitparks
3.1 Begriffsabgrenzung
3.2 Vergangenheit und Gegenwart der Freizeitparkbranche
3.2.1 Vom Jahrmarkt zum Themenpark
3.2.2 Aktuelle Marktsituation der Freizeitparkbranche
3.3 Entstehungsgeschichte und aktuelle Beispiele der Preissetzung von Freizeitparks
3.3.1 Entstehungsgeschichte der Bepreisung von Freizeitparks
3.3.2 Aktuelle Tarife und Tarifbedingungen ausgewählter Freizeitparks
3.4 Der Dienstleistungscharakter von Freizeitparks
4. Revenue-Management für Freizeitparks
4.1 Anwendungsvoraussetzungen des Revenue-Managements bei Freizeitparks
4.2 Anwendungspotential eines Revenue-Managements bei Freizeitparks
4.3 Gegenwärtiger Gebrauch von Revenue-Management bei Freizeitparks
4.4 Innovatives Pricing für Freizeitparks im Rahmen eines Revenue-Managements
5. Zusammenfassung der Forschungsfragestellungen
6. Empirische Erhebung zur Identifizierung von Besucherpräferenzen
6.1 Erhebungsumfang und Auswahl der Auskunftspersonen
6.2 Auswertungen anhand deskriptiver Statistiken
6.2.1 Soziodemographische Verteilung
6.2.2 Direkt ermittelte Präferenzen der Probanden
6.2.3 Direkt ermittelte Zahlungsbereitschaften der Probanden
6.3 Auswertungen anhand einer Conjoint-Analyse
6.3.1 Grundidee und Arbeitsschritte einer Conjoint-Analyse
6.3.2 Erhebung der Daten
6.3.3 Auswertung der Daten
6.4 Preis-Marktanteils-Funktionen spezifischer Tickettypen
6.4.1 Preis-Marktanteils-Funktionen von Express-Tickets
6.4.2 Preis-Marktanteils-Funktionen von datierten Tickets
6.4.3 Preis-Marktanteils-Funktionen von Tickets mit beschränktem Zugang zu Shows
7. Zusammenfassung
Das primäre Ziel dieser Diplomarbeit ist es, ein Anwendungspotential für Revenue-Management in der Freizeitparkbranche aufzuzeigen und daraus Vorschläge für eine innovative Preissetzung abzuleiten. Dabei wird untersucht, wie durch Methoden der Preis- und Kapazitätssteuerung Erträge gesteigert und die Nachfrage geglättet werden kann, ohne die Kundenzufriedenheit negativ zu beeinflussen.
2.1 Entstehungsgeschichte des Revenue-Managements
Zum ersten Mal wurde das Revenue-Management in der Luftfahrt angewendet. Die zivile Luftfahrtbehörde der Vereinigten Staaten (CAB) regulierte bis 1978 den US-Luftverkehrsmarkt und damit den allgemeinen Betrieb von Streckennetzen, die Ausgestaltung des Leistungsangebots sowie die Preissetzung der Fluglinien. Dies wurde 1978 durch den Airline-Deregulation-Act beendet. Als Folge dieser Deregulierung stieg die Anzahl der US-Linienfluggesellschaften in den Jahren 1978 bis 1984 von anfangs 36 auf 123 an. Für die etablierten Fluglinien hatte dies einen starken Preiskampf mit Niedrigpreisanbietern wie People-Express zur Folge.
Aufgrund einer deutlich schlankeren Kostenstruktur verfügten diese Neugründungen über das notwendige Potential, um einen intensiven Preiswettbewerb mit den traditionsreichen amerikanischen Luftverkehrsgesellschaften auszulösen. Robert L. Crandall, Vorsitzender und Geschäftsführer von American Airlines, musste einen Weg finden, um sein Unternehmen wettbewerbsfähig zu erhalten. Um sich gegen die neu entstandene Konkurrenz behaupten zu können, entwickelte er das Yield-Management, den Vorreiter des Revenue-Managements. Er bemerkte, dass sein Unternehmen bereits billigere Flüge „produzierte“ als die Chartergesellschaften. Die Maschinen der American Airlines waren zu jener Zeit nur zur Hälfte ausgelastet. Die leeren Plätze, die mit jedem Flug transportiert wurden, verursachten in der Produktion praktisch keine zusätzlichen Kosten. American Airlines hatte kein Problem mit den Kosten, sondern mit den Einnahmen.
1. Problemstellung: Einleitung in die Bedeutung des Revenue-Managements und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich dessen Anwendungspotentials bei Freizeitparks.
2. Revenue-Management: Detaillierte Darstellung der Grundlagen, Entstehungsgeschichte, Planungsprozesse sowie der Anwendungsvoraussetzungen und Problemfelder dieses Management-Konzepts.
3. Freizeitparks: Analyse der Struktur, Geschichte, Marktbedingungen und des speziellen Dienstleistungscharakters der Freizeitparkbranche.
4. Revenue-Management für Freizeitparks: Untersuchung, inwieweit die spezifischen Bedingungen von Freizeitparks die Voraussetzungen für ein Revenue-Management erfüllen und wie dieses gegenwärtig angewendet wird.
5. Zusammenfassung der Forschungsfragestellungen: Überleitung zum empirischen Teil durch Darstellung der Relevanz von Besucherpräferenzen für die Preissetzung.
6. Empirische Erhebung zur Identifizierung von Besucherpräferenzen: Durchführung und Auswertung einer Umfrage unter Probanden zur Ermittlung von Zahlungsbereitschaften und Nutzenpräferenzen mittels deskriptiver Statistik und Conjoint-Analyse.
7. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der Ergebnisse und Fazit zum Nutzen eines innovativen Pricings für die Branche.
Revenue-Management, Freizeitparks, Preisdifferenzierung, Yield-Management, Conjoint-Analyse, Preissetzung, Kapazitätssteuerung, Besucherpräferenzen, Zahlungsbereitschaft, Dienstleistungsmarketing, Ticketflexibilität, Marktsegmentierung, Preis-Marktanteils-Funktion, Erlösmaximierung, Kundenzufriedenheit.
Die Arbeit untersucht die Übertragbarkeit und das Anwendungspotential von Revenue-Management-Methoden auf die Freizeitparkbranche, um Erlöse durch innovative Preissetzung zu optimieren.
Die zentralen Themen sind das Revenue-Management, die strukturellen Gegebenheiten der Freizeitparkbranche, der Dienstleistungscharakter von Parks sowie die empirische Analyse von Besucherpräferenzen.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis der theoretischen Anwendungsvoraussetzungen zu prüfen, ob Revenue-Management für Freizeitparks geeignet ist, und konkrete Strategien für ein innovatives Pricing zu entwickeln.
Die Arbeit nutzt deskriptive Statistiken sowie eine Conjoint-Analyse, um indirekt die Präferenzen von Parkbesuchern hinsichtlich verschiedener Ticketeigenschaften zu messen und in einem Simulationsmodell auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Revenue-Managements, eine Analyse des Freizeitparksektors, eine kritische Prüfung der Anwendungsvoraussetzungen sowie eine empirische Studie zur Identifizierung von Besucherpräferenzen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Revenue-Management, Preisdifferenzierung, Conjoint-Analyse und Freizeitparks definiert.
Aufgrund des hohen Kapitalbedarfs für ständige Reinvestitionen und den Expansionsdruck müssen Freizeitparks ihre Erlöse steigern, was durch eine an der Zahlungsbereitschaft orientierte Preisgestaltung erreicht werden kann.
Die Kundenzufriedenheit ist ein kritischer Erfolgsfaktor; eine zu komplexe oder als ungerecht empfundene Tarifstruktur könnte Besucher abschrecken, weshalb das Ziel der Erlösmaximierung stets mit einer hohen Servicequalität in Einklang gebracht werden muss.
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