Diplomarbeit, 2005
361 Seiten, Note: 1,0
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
Teil A – THEORETISCHER UND EMPIRISCHER HINTERGRUND
1. Phänomenologie von Bewusstseinszuständen
1.1. Evolutionstheoretische Überlegungen der Bewusstseinsentwicklung
1.2. Typologien, Topographien und Dimensionen des menschlichen Bewusstseins
1.2.1 Dittrich (1990): Typologie normaler und veränderter Wachbewusstseinszustände
1.2.2 Topographien veränderter Wachbewusstseinszustände
1.2.3 Topographien des Unbewussten
1.3. Kategorien, Dimensionen und Verläufe von Erfahrungen veränderten Wachbewusstseins
1.3.1 Zustandsbetrachtungen
1.3.2 Verlaufsbetrachtungen
2. Trance: Versuch einer Begriffsdefinition über Abgrenzungen
2.1. Trance: allgemeine Einführungen
2.2. Ergotrope Trancen
2.2.1. Trancereisen in andere Wirklichkeiten
2.2.2. Besessenheitstrancen
2.2.3. Einfügung: Ekstase und Enthusiasmus
2.3. Trophotrope Trancen
2.3.1. Hypnotische Trance
2.3.2. Meditative Trance
3. Determinanten von Trance
3.1. Induktion: Taxonomie und Induktionsunabhängigkeit veränderter Bewusstseinszustände
3.2. Suggestion und Suggestibilität
3.2.1. Determinanten der Suggestibilität
3.2.2. Ritualleiter-Teilnehmer-Interaktion
3.3. Dissoziation
4. Ritual, Set und Setting
4.1. Ritual
4.1.1. Mythos
4.1.2. Formalia, Symbole und Performanz
4.2. Set und Setting
4.2.1. Set
4.2.2. Setting
4.2.3. Einfügung: Zeit
5. Umgang mit Erfahrungen veränderter Bewusstseinszustände
5.1. Erlebnis versus Erfahrung
5.1.1. Erlebnis
5.1.2. Erfahrung
5.2. Integration
5.2.1. Autotelische Erlebnisse und reflektierter Umgang
5.2.2. Adaption: Assimilation und Akkomodation
5.3. Dimensionen der Integration: individuelle und soziokulturelle Determinanten
5.3.1. Weltbild
5.3.2. Extreme der Interpretation: Grenz- und Gewohnheitserfahrungen
5.3.3. Individuation
6. Schamanismus und Trance: Rituelle Körperhaltungen
6.1. Schamanismus
6.1.1. Schamanisches Weltbild
6.1.2. Schamane als Beruf(ung) zum Psychologen?
6.2. Rituelle Körperhaltungen
6.2.1. Zur Person: Felicitas Goodman
6.2.2. Anthropologie
6.2.3. Methodik: das Ritual
7. Forschungsstand: Rituelle Körperhaltungen
7.1. Grundlagenartikel (Goodman, 1986)
7.2. Physiologische Aspekte
7.2.1. Neurophysiologische Veränderungen
7.2.2. Neurochemische Veränderungen
7.3. Psychologische Aspekte
7.3.1. Wenzel (1995)
7.3.2. Kremer und Krippner (1994)
7.3.3. Woodside, Kumar und Pekala (1997)
7.4. Diplomarbeiten
7.4.1. Baldemair (1999)
7.4.2. Schirmbrand (1991)
7.4.3. Gesell (2004)
7.5. Zusammenfassung: Erlebniskonsistenz Ritueller Körperhaltungen
7.6. Zusammenfassung: Determinanten und Konsequenzen von Tranceerfahrungen Ritueller Körperhaltungen
7.7. Zusammenfassung: Vergleiche zwischen Erfahrenen und Neulingen
7.8. Zusammenfassung: Methodenkritik
Teil B – METHODENTEIL
8. Fragestellungen der Studie
8.1. Fragestellung 1: Erlebniskonsistenz Ritueller Körperhaltungen
8.2. Fragestellung 2: Determinanten und Konsequenzen von Tranceerfahrungen Ritueller Körperhaltungen
8.3. Fragestellung 3: Vergleiche zwischen Erfahrenen und Neulingen
9. Begründung der Auswahl qualitativer Methoden
9.1. Menschenbild: Kognitiver Realismus, Interpretatives Paradigma und Symbolischer Interaktionismus
9.2. Sensibilität der Fragestellung
9.3. Unerforschtheit der Fragestellung
9.4. Unzureichende quantitative Erhebungsinstrumente
9.5. Explikation: Offenlegung des Untersuchungsprozesses und Ergebnisgenerierung
10. Rahmenbedingungen der Forschung
10.1. Selbsterfahrungsgruppe „Reisen in die andere Wirklichkeit“
10.2. Auswahl der untersuchten Rituellen Körperhaltungen
10.3. Aspekte der Teilnehmerauswahl
10.3.1. Theoretische Aspekte: Theoretical Sampling
10.3.2. Praktische Aspekte
10.4. Datenschutz
10.5. Untersuchungsplan: Tabellarischer Überblick
11. Vorstellung der ausgewählten qualitativen Methoden
11.1. Teilnehmende Beobachtung
11.1.1. Eignung für die Fragestellung der Studie (teilnehmende Beobachtung)
11.1.2. Konzeption, Inhaltlichkeit und Durchführung (teilnehmende Beobachtung)
11.1.3. Datenerfassung (teilnehmende Beobachtung)
11.1.4. Auswertung und kritische Reflexion (teilnehmende Beobachtung)
11.2. Selbstentwickelter Fragebogen
11.2.1. Eignung für die Fragestellung der Studie (Fragebogen)
11.2.2. Konzeption und Inhaltlichkeit (Fragebogen)
11.2.3. Durchführung und Datenerfassung (Fragebogen)
11.2.4. Auswertung (Fragebogen)
11.3. Rezeptives Interview
11.3.1. Eignung für die Fragestellung der Studie (rezeptives Interview)
11.3.2. Konzeption und Inhaltlichkeit (rezeptives Interview)
11.3.3. Durchführung (rezeptives Interview)
11.3.4. Datenerfassung (rezeptives Interview)
11.3.5. Auswertung (rezeptives Interview)
11.4. Erfahrungszentriertes Interview
11.4.1. Eignung für die Fragestellung der Studie (erfahrungszentriertes Interview)
11.4.2. Konzeption (erfahrungszentriertes Interview)
11.4.3. Inhaltlichkeit: Interviewleitfaden (erfahrungszentriertes Interview)
11.4.4. Durchführung (erfahrungszentriertes Interview)
11.4.5. Datenerfassung (erfahrungszentriertes Interview)
11.4.6. Auswertung (erfahrungszentriertes Interview)
12. Gütekriterien
12.1. Objektivität, Verfahrensdokumentation und Regelgeleitetheit
12.2. Reliabilität
12.3. Validitätsformen qualitativer Sozialforschung
TEIL C – ERGEBNISTEIL
13. Ergebnisse der teilnehmenden Beobachtung
13.1. Teilnehmerstatistik
13.2. Körperpositionen der Rituellen Körperhaltungen
13.3. Ritualablauf: Rituelle Körperhaltungen und die Selbsterfahrungsgruppe
13.4. Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse
14. Ergebnisse des Fragebogens
14.1. Demographische Angaben
14.1.1. Interviewteilnehmer der rezeptiven Interviews
14.1.2. Interviewteilnehmer der erfahrungszentrierten Interviews
14.2. Bestimmung des Erfahrungsniveaus von Neulingen, Mittleren und Erfahrenen
14.3. Erfahrungshintergrund
14.4. Erlebnisintensität, praktische Übung und theoretisches Wissen
14.5. Erlernbarkeit von Trance
14.6. Erwartungen an Rituelle Körperhaltungen
14.7. Wichtiges im Selbsterfahrungsnachmittag
14.8. Erkenntnisse aus den Kreisgesprächen
14.9. Störung durch empirische Arbeiten
14.10. Teilnahme und Intensität Ritueller Körperhaltungen
14.11. Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse
15. Ergebnisse der rezeptiven Interviews
15.1. Kategorienüberblick: Erlebniskonsistenz Ritueller Körperhaltungen
15.2. Bärenhaltung (1. RK)
15.2.1. Kategorie: Sinneserleben (1_Bärenhaltung)
15.2.2. Kategorie: Zeiterleben (1_Bärenhaltung)
15.2.3. Kategorie: Gefühlserleben (1_Bärenhaltung)
15.2.4. Kategorie: Gefühle der Verjüngung (1_Bärenhaltung)
15.2.5. Kategorie: Kontrollerleben (1_Bärenhaltung)
15.2.6. Kategorie: Verbalisierung und Kommunizierbarkeit (1_Bärenhaltung)
15.3. Olmekischer Prinz (2. RK)
15.3.1. Kategorie: Sinneserleben (2_Olmekischer Prinz)
15.3.2. Kategorie: Zeiterleben (2_Olmekischer Prinz)
15.3.3. Kategorie: Gefühlserleben (2_Olmekischer Prinz)
15.3.4. Kategorie: Gefühle der Verjüngung (2_Olmekischer Prinz)
15.3.5. Kategorie: Kontrollerleben (2_Olmekischer Prinz)
15.3.6. Kategorie: Verbalisierung und Kommunizierbarkeit (2_Olmekischer Prinz)
15.4. Saami-Schamane (5. RK)
15.4.1. Kategorie: Sinneserleben (5_Saami-Schamane)
15.4.2. Kategorie: Zeiterleben (5_Saami-Schamane)
15.4.3. Kategorie: Gefühlserleben (5_Saami-Schamane)
15.4.4. Kategorie: Gefühle der Verjüngung (5_Saami-Schamane)
15.4.5. Kategorie: Kontrollerleben (5_Saami-Schamane)
15.4.6. Kategorie: Verbalisierung und Kommunizierbarkeit (5_Saami-Schamane)
15.5. Südmährische Frau (8. RK)
15.5.1. Kategorie: Sinneserleben (8_Südmährische-Frau)
15.5.2. Kategorie: Zeiterleben (8_Südmährische-Frau)
15.5.3. Kategorie: Gefühlserleben (8_Südmährische-Frau)
15.5.4. Kategorie: Gefühle der Verjüngung (8_Südmährische-Frau)
15.5.5. Kategorie: Kontrollerleben (8_Südmährische-Frau)
15.5.6. Kategorie: Verbalisierung und Kommunizierbarkeit (8_Südmährische-Frau)
15.6. Vergleich der untersuchten Rituellen Körperhaltungen
15.6.1. Kategorie: Sinneserleben
15.6.2. Kategorie: Zeiterleben
15.6.3. Kategorie: Gefühlserleben
15.6.4. Kategorie: Gefühle der Verjüngung
15.6.5. Kategorie: Kontrollerleben
15.6.6. Kategorie: Verbalisierung und Kommunizierbarkeit
15.7. Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse
16. Ergebnisse der erfahrungszentrierten Interviews
16.1. Kategorienüberblick: Determinanten und Konsequenzen von Tranceerfahrungen Ritueller Körperhaltungen
16.2. Allgemeines Verständnis von Trance Ritueller Körperhaltungen
16.2.1. Veränderungen im Denken [EI-1]
16.2.2. Veränderungen der Sinneswahrnehmung [EI-1]
16.2.3. Schwierigkeiten der Kommunizierbarkeit von Tranceerfahrungen [EI-1]
16.3. Trancecharakteristik Ritueller Körperhaltungen
16.3.1. Kontrollverlust [EI-1, EI-2]
16.3.2. Vergleiche und Abgrenzungen Ritueller Körperhaltungen
16.3.3. Begriffsverwendung` Trance´ für Erfahrungen Ritueller Körperhaltungen [EI-4]
16.4. Motivation zu Rituellen Körperhaltungen [EI-4]
16.5. Tranceerfahrungen Ritueller Körperhaltungen im Ritual
16.5.1. Ritualverlauf
16.5.2. Ritualleiterin [EI-32]
16.6. Bedeutende Tranceerfahrungen Ritueller Körperhaltungen
16.6.1. Schlüsselerfahrung: Ersterfahrung [EI-4; EI-5]
16.6.2. Schlüsselerfahrung: Nicht Ersterfahrung [EI-4; EI-5 + Explikation]
16.6.3. Veränderungen aus Schlüsselerfahrung [EI-4; EI-5]
16.6.4. (Grundlegende) Lebensveränderungen [EI-13; EI-14 + Explikation]
16.7. Wirkungen von Tranceerfahrungen Ritueller Körperhaltungen auf den Alltag
16.7.1. Nachwirkungen
16.7.2. Unterstützung: Verstehen der eigenen Person
16.7.3. Unterstützung: Verstehen der Umwelt
16.7.4. Unterstützung: Positive Veränderungen vermuteter Fremdbilder
16.7.5. Problematik: Schwierigkeiten der Verbalisierung und Kommunizierbarkeit
16.8. Bedürfnis, gezielte Anwendung und Abgrenzung von Tranceerfahrungen Ritueller Körperhaltungen gegenüber Drogenerfahrungen
16.8.1. Bedürfnis nach Rituellen Körperhaltungen [EI-22 + Explikation]
16.8.2. Abgrenzungen zu Drogen und Alkohol [EI-21 + Explikation]
16.8.3. Gezielte Anwendung Ritueller Körperhaltungen im Ritual [EI-18, EI-19]
16.8.4. Taktiken der Erfahrungsverarbeitung im Übergang vom Ritual in den Alltag [EI-8]
16.9. Erlernbarkeit
16.9.1. Günstige Lernvoraussetzungen [EI-33 bis EI-35]
16.9.2. Ungünstige Lernvoraussetzungen [EI-35]
16.9.3. Zeitabhängige Veränderungen der Tranceerlebnisse [EI-12 + Explikation]
16.10. Abweichungsprofil [EI-36 bis EI-39]
16.10.1. Beeinflussung durch Wissenschaftlichkeit [EI-36]
16.10.2. Persönliche Bedeutung des Interviews [EI-36 bis EI-39]
16.11. Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse
TEIL D – DISKUSSION UND AUSBLICK
17. Diskussion der Ergebnisse zu den Fragestellungen
17.1. Trance – ein Begriff für das Erleben Ritueller Körperhaltungen?
17.2. Fragestellung 1: Erlebniskonsistenz Ritueller Körperhaltungen
17.2.1. Schwerpunkte Ritueller Körperhaltungen: Wie konsistent sind die Tranceerlebnisse?
17.2.2. Erlebniskategorien
17.2.3. Erlebnishorizonte: Ungewohnte taktile und außergewöhnliche visuelle und visionäre (Grenz-)Erlebnisse
17.2.4. Unangenehme Erlebnisse: Sind diese wirklich notwendig?
17.3. Fragestellung 2: Determinanten von Tranceerfahrungen Ritueller Körperhaltungen
17.3.1. Ritual: Interaktion von Set und Setting sowie Aspekte der Fremdsuggestion
17.3.2. Motivation: Suche nach (Selbst-)Erkenntnis im Sinne einer personalen und transpersonalen Persönlichkeitsentwicklung
17.3.3. Erfahrungshorizonte: (Des-)Integration der Persönlichkeit
17.3.4. Verbalisierung und Kommunizierbarkeit
17.3.5. Bedürfnis, gezielte Anwendung und Abgrenzung von Tranceerfahrungen Ritueller Körperhaltungen zu Drogenerfahrungen
17.4. Fragestellung 3: Vergleiche zwischen Neulingen und Erfahrenen: Ein hermeneutischer Ansatz zur Entwicklung eines Trance-Schemas
17.4.1. Entwicklung eines Trance-Schemas im Innen
17.4.2. Entwicklung eines Trance-Schemas im Beziehungsverhalten
17.5. Abgrenzung Ritueller Körperhaltungen hin zu einer spirituellen Körper- und Psychotherapie
17.5.1. Ansatz zu einer spirituellen Körper- und Psychotherapie
17.5.2. Grenzen des Ansatzes zu einer spirituellen Körper- und Psychotherapie
18. Diskussion der eingesetzten Methoden
18.1. Objektivität, Subjektivität und Selbstreflexion: Die Forscherin als Erhebungsinstrument
18.2. Gütekriterien: Qualität der Arbeit
18.2.1. Objektivität, Verfahrensdokumentation und Regelgeleitetheit
18.2.2. Reliabilität, Stabilität und Reproduzierbarkeit sowie Beeinflussung der Teilnehmer durch den wissenschaftlichen Hintergrund der Studie
18.2.3. Validitätsformen qualitativer Sozialforschung, Gültigkeit der Studiengruppe und Vergleichbarkeit des Rituals zu den Rituellen Körperhaltungen
18.3. Angemessenheit der methodischen Konzeption, Durchführung und Auswertung
18.3.1. Teilnehmende Beobachtung
18.3.2. Fragebogen
18.3.3. Rezeptive Interviews
18.3.4. Erfahrungszentrierte Interviews
18.3.5. Zusammenfassende Bewertung: Zur Ökonomie der vorliegenden Arbeit
19. Grenzen der Arbeit
Die Arbeit untersucht, ob durch spezifische rituelle Körperhaltungen konsistente Tranceerlebnisse induziert werden können und wie die Teilnehmer die aus diesen Erfahrungen resultierenden Erkenntnisse in ihren Alltag integrieren. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich das Erfahrungsniveau der Teilnehmer auf die Trancephänomene auswirkt und inwieweit rituelle Körperhaltungen als Methode der Körper- und Psychotherapie fungieren können.
Rituelle Körperhaltung: Singender Schamane
Der Singende Schamane steht, den Rücken gerade, Knie leicht gebeugt. Füße parallel, ca. 15 cm auseinander. Die Oberarme liegen eng am Körper, die Hände werden zu lockeren Fäusten geballt (Als ob sie ein kleines Ei hielten), und so auf die Brustmitte gelegt (Herzchakra), dass sich nur die Knöchel der kleinen Finger berühren. Während der Trance wird ein offenes »Aaaaaaa« intoniert.
1. Phänomenologie von Bewusstseinszuständen: Überblick über evolutionstheoretische und psychologische Ansätze zur Strukturierung und Klassifizierung von Bewusstseinszuständen.
2. Trance: Versuch einer Begriffsdefinition über Abgrenzungen: Differenzierung zwischen ergotropen und trophotropen Tranceformen zur begrifflichen Präzisierung.
3. Determinanten von Trance: Untersuchung von Induktion, Suggestion und Dissoziation als wesentliche Faktoren für das Auftreten von Trancezuständen.
4. Ritual, Set und Setting: Analyse der Rahmenbedingungen und rituellen Voraussetzungen, die das Erleben von Trance beeinflussen.
5. Umgang mit Erfahrungen veränderter Bewusstseinszustände: Diskussion über die psychologische Integration von Tranceerfahrungen in den alltäglichen Lebenskontext.
6. Schamanismus und Trance: Rituelle Körperhaltungen: Einführung in das schamanische Weltbild und die spezifische Praxis der Felicitas Goodman.
7. Forschungsstand: Rituelle Körperhaltungen: Kritische Zusammenfassung bisheriger Studien zur Konsistenz und Physiologie ritueller Körperhaltungen.
8. Fragestellungen der Studie: Definition der drei forschungsleitenden Fragen zu Erlebniskonsistenz, Determinanten/Konsequenzen und Erfahrungsniveaus.
9. Begründung der Auswahl qualitativer Methoden: Rechtfertigung des qualitativen Forschungsansatzes aufgrund der Unerforschtheit und explorativen Natur des Themas.
10. Rahmenbedingungen der Forschung: Beschreibung des Settings der Selbsterfahrungsgruppe und der Kriterien für die Teilnehmerauswahl.
11. Vorstellung der ausgewählten qualitativen Methoden: Detaillierte Darstellung von teilnehmender Beobachtung, Fragebögen sowie rezeptiven und erfahrungszentrierten Interviews.
12. Gütekriterien: Reflexion über Objektivität, Reliabilität und Validität unter Berücksichtigung der qualitativen Forschungsmethodik.
13. Ergebnisse der teilnehmenden Beobachtung: Auswertung der Beobachtungsdaten zur Teilnehmerstruktur und dem Ablauf der Rituellen Körperhaltungen.
14. Ergebnisse des Fragebogens: Statistische Analyse der demographischen Daten und des Erfahrungshintergrunds der Teilnehmer.
15. Ergebnisse der rezeptiven Interviews: Phänomenologische Analyse der Tranceberichte in Bezug auf Sinneseindrücke, Zeiterleben und Gefühle.
16. Ergebnisse der erfahrungszentrierten Interviews: Vertiefende Untersuchung der persönlichen Motivation, der Alltagsintegration und der Bedeutung von Tranceerfahrungen.
17. Diskussion der Ergebnisse zu den Fragestellungen: Reflexion der Befunde hinsichtlich der Erlebniskonsistenz, der persönlichen Entwicklung und der spirituellen Körpertherapie.
18. Diskussion der eingesetzten Methoden: Kritische Würdigung des methodischen Vorgehens, der Selbstreflexion und der Ökonomie der Arbeit.
19. Grenzen der Arbeit: Reflexion über die methodischen Einschränkungen und die psychologische Fokussierung der Untersuchung.
Rituelle Körperhaltungen, Ekstatische Trance, Bewusstseinszustände, Schamanismus, Qualitative Sozialforschung, Felicitas Goodman, Transpersonale Psychologie, Selbsterfahrung, Integration, Grenzerfahrungen, Körperbewusstsein, Autotelische Erlebnisse, Suggestion, Dissoziation, Psychosomatik
Die Diplomarbeit untersucht das Tranceerleben bei Rituellen Körperhaltungen und erforscht, wie diese ekstatischen Erfahrungen psychologisch verstanden und in den Alltag der Teilnehmer integriert werden können.
Die Untersuchung deckt die Phänomenologie veränderter Bewusstseinszustände, schamanische Weltbilder, die methodischen Grundlagen ritueller Körperhaltungen sowie die psychologische Integration von außergewöhnlichen Erfahrungen ab.
Ziel ist es, die Annahme einer Erlebniskonsistenz bei spezifischen Körperhaltungen zu überprüfen und zu verstehen, wie Neulinge im Vergleich zu erfahrenen Praktizierenden Tranceerfahrungen deuten und nutzen.
Die Studie nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, bestehend aus teilnehmender Beobachtung, einem selbstentwickelten Fragebogen sowie rezeptiven und erfahrungszentrierten Leitfadeninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, ein methodisches Design zur Erfassung der Erlebnisse, eine umfangreiche Ergebnisdarstellung der qualitativen Daten und eine kritische Diskussion der Befunde.
Die wichtigsten Begriffe sind Rituelle Körperhaltungen, Ekstatische Trance, Bewusstseinszustände, Schamanismus, Qualitative Sozialforschung und Transpersonale Psychologie.
Die Forscherin ist durch ihre aktive Teilnahme an der Selbsterfahrungsgruppe selbst Teil des Forschungsfeldes, was eine kontinuierliche Selbstreflexion erforderlich machte, um subjektive Verzerrungen zu minimieren.
Teilnehmer berichten von einer verbesserten Selbstfürsorge, einer gesteigerten Fähigkeit zur Perspektivübernahme und einem leichteren Zugang zu biographisch bedeutsamen Themen.
Die Studie zeigt keine eindeutige, objektive Erlebniskonsistenz. Vielmehr erweist sich das Erleben als heterogen und stark abhängig vom Set und Setting sowie dem individuellen Erfahrungsniveau der Teilnehmer.
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