Bachelorarbeit, 2006
42 Seiten
1 EINLEITUNG
2 DAS POSTULAT DER GENERATIONENGERECHTIGKEIT
2.1 Generationengerechtigkeit – das Modewort der 90er
2.1.1 Demografischer Wandel und Sozialstaat
2.1.2 Der Wertewandel und die Solidarität
2.2 Generationentheorien
2.2.1 Kohorte, Altersgruppe oder Generation?
2.3 Der Gerechtigkeitsbegriff
2.3.1 John Rawls Theorie der Gerechtigkeit
2.4 Generationengerechtigkeit revisited
2.4.1 ökonomische Aspekte der Generationengerechtigkeit
2.4.2 ökologisch-nachhaltige Aspekte der Generationengerechtigkeit
2.4.3 Soziale und politische Aspekte der Generationengerechtigkeit
3 DER NATIONALE AKTIONSPLAN (NAP) FÜR EIN KINDERGERECHTES DEUTSCHLAND 2005-2010
3.1 Inhalte
3.2 Generationengerechtigkeit im NAP
3.2.1 ökonomische Generationengerechtigkeit im NAP
3.2.2 ökologisch-nachhaltige Generationengerechtigkeit im NAP
3.2.3 politische und soziale Generationengerechtigkeit im NAP
4 SCHLUSSFOLGERUNG UND AUSBLICK
5 LITERATUR
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit das politische Konzept des „Nationalen Aktionsplans für ein kindergerechtes Deutschland 2005-2010“ (NAP) die normativen Grundsätze der Generationengerechtigkeit in die politische Praxis umsetzt und ob sich die Forderungen des Konzepts mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Generationengerechtigkeit vereinbaren lassen.
2.1.1 Demografischer Wandel und Sozialstaat
Die demografische Verschiebung, welche einen massiven gesellschaftlichen Wandel nach sich gezogen hat und sich noch weiterhin stark auf unsere Gesellschaft auswirken wird, kann sicherlich als Grund für eine Vielzahl an aktuellen und die Generationendebatte betreffenden Probleme verstanden werden. Mittlerweile ist es auch weitläufig bekannt, was Demoskopen und andere Gesellschaftswissenschaftler schon seit mehreren Jahrzehnten prophezeien. Auch in bildungsferneren Bevölkerungsteilen ist man sich sicherlich in Ansätzen darüber im Klaren, was sich seitdem in den westlichen Gesellschaften verändert hat und noch verändern wird. Ich spare mir deswegen an dieser Stelle eine detailliertere Ausführung dazu, da ich voraussetze, dass der Leser über die grundsätzlichsten Zusammenhänge einer zunehmenden Rentnerzahl und einer kleiner werdenden Zahl an Jugendlichen bescheid weiß. Letztendlich geht es mir auch eher um die Folgen dieses Prozesses.
Festzuhalten ist, dass wir heute schon mit verhältnismäßig mehr Neurentnern mit einer gewachsenen, durchschnittlichen Lebenserwartung von immer noch fast 15 Jahren leben, als mit Jugendlichen unter 18 Jahren. Schon heute sind für jedes Mitglied der Gesellschaft die Folgen spürbar und somit wird der soziale Wandel Tag für Tag erlebt. Es ist nicht schwer zu erraten, dass somit schon auf direktem Wege die Beziehungen und Verhältnisse zwischen den Generationen einen ganz anderen Stellenwert erhalten. Wenn die gesellschaftlichen und staatlichen Institutionen und Strukturen auf Verhältnisse ausgerichtet sind, die zur der heutigen Zeit nicht mehr gegeben sind, so wird klar, dass es zu Reibungspunkten innerhalb der Solidargemeinschaft kommen kann.
1 EINLEITUNG: Der Autor führt in die Problematik der Generationengerechtigkeit ein, diskutiert deren hohe Relevanz im politischen Diskurs und umreißt die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2 DAS POSTULAT DER GENERATIONENGERECHTIGKEIT: Dieses Kapitel erörtert die wissenschaftlichen Grundlagen, einschließlich des Einflusses demografischer Verschiebungen, Wertewandel sowie der Gerechtigkeitstheorie von John Rawls.
3 DER NATIONALE AKTIONSPLAN (NAP) FÜR EIN KINDERGERECHTES DEUTSCHLAND 2005-2010: Der Autor analysiert den NAP als politisches Konzept und bewertet dessen Ansätze zur Förderung von Kindern und Jugendlichen anhand generationengerechter Kriterien.
4 SCHLUSSFOLGERUNG UND AUSBLICK: Im Fazit wird beurteilt, inwieweit der NAP als erfolgreiche Umsetzung generationengerechter Politik betrachtet werden kann und welche Herausforderungen für zukünftiges politisches Handeln bestehen.
5 LITERATUR: Umfassendes Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur zur Generationengerechtigkeit.
Generationengerechtigkeit, Sozialstaat, Demografischer Wandel, Gerechtigkeit, John Rawls, Nachhaltigkeit, Nationaler Aktionsplan, Kindergerechtigkeit, Politikwissenschaft, Sozialpolitik, Generationenvertrag, Partizipation, Generationenbilanzierung, Familienpolitik, Bildungsgerechtigkeit
Die Arbeit untersucht das normative Konzept der Generationengerechtigkeit und dessen praktische Anwendung im politischen Alltag, insbesondere anhand des „Nationalen Aktionsplans für ein kindergerechtes Deutschland 2005-2010“.
Zu den Kernbereichen zählen die ökonomische Generationengerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie soziale und politische Aspekte der intergenerationellen Beziehungen.
Die zentrale Frage lautet, ob der untersuchte Nationale Aktionsplan eine brauchbare Umsetzung der normativen Grundsätze des Postulats der Generationengerechtigkeit darstellt und inwieweit die Forderungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen vereinbar sind.
Es handelt sich um eine qualitative Analyse eines politischen Konzepts, bei der die Inhalte des NAP an den Maßstäben der wissenschaftlich erarbeiteten Definitionen der Generationengerechtigkeit abgeglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Begriffs und seiner wissenschaftlichen Theorien sowie eine praktische Analyse der im NAP definierten Handlungsfelder, etwa im Bildungsbereich oder bei der politischen Partizipation von Kindern.
Wesentliche Begriffe sind Generationengerechtigkeit, demografischer Wandel, Sozialstaat, Generationenvertrag und Kindergerechtigkeit.
Der NAP dient als aktuelles Beispiel für den Versuch, politische Maßnahmen für eine nachfolgende Generation zu formulieren, wodurch die Komplexität der Umsetzung abstrakter Gerechtigkeitskriterien in konkretes Regierungshandeln sichtbar wird.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der NAP zwar notwendige kurzfristige Verbesserungen für Kinder anstrebt, jedoch als Gesamtkonzept die weitreichenden Anforderungen des Postulats der Generationengerechtigkeit nicht vollumfänglich erfüllen kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

