Diplomarbeit, 2006
75 Seiten, Note: 2,0
1 Einführung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2 Ausgewählte Rahmenbedingungen
2.1 Informationsüberlastung
2.2 Sozio-kulturelle Trends
3 Abgrenzung der Gestaltungselemente von Anzeigen, Läden und Websites
3.1 Anzeigengestaltung
3.2 Ladengestaltung
3.3 Websitegestaltung
4 Sozialtechnische Grundlagen zur Anzeigen-, Laden- und Websitegestaltung
4.1 Aktivierung
4.1.1 Techniken der Aktivierung
4.1.2 Aktivierende Anzeigengestaltung
4.1.3 Aktivierende Ladengestaltung
4.1.4 Aktivierende Websitegestaltung
4.2 Kognitive Informationsverarbeitung
4.2.1 Unterstützung kognitiver Prozesse durch die Anzeigengestaltung
4.2.2 Unterstützung kognitiver Prozesse durch die Websitegestaltung
4.3 Der kognitive Ansatz der Umweltpsychologie
4.3.1 Ladengestaltung auf Basis des kognitiven Ansatzes der Umweltpsychologie
4.3.2 Websitegestaltung auf Basis des kognitiven Ansatzes der Umweltpsychologie
4.4 Ableitung von Erfolgsfaktoren für die Websitegestaltung
5 Analyse der Websites führender Sportartikelhersteller aus sozialtechnischer Sicht
5.1 Analyse aus aktivierungstheoretischer Sicht
5.2 Analyse auf Basis der kognitiven Prozesse
5.3 Analyse vor dem Hintergrund des kognitiven Ansatzes der Umweltpsychologie
5.4 Zusammenführung und Bewertung
6 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, inwiefern verhaltenswissenschaftliche Grundlagen aus der Anzeigen- und Ladengestaltung auf moderne Online-Auftritte übertragen werden können, um Nutzer effektiv zu aktivieren und kognitive Prozesse zu unterstützen. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Websites führender Sportartikelhersteller wie Nike, Adidas und Puma.
3.3 Websitegestaltung
Ziel einer jeden Website ist die Vermittlung von Informationen an den User (vgl. Schweibenz/Thissen. 2003, S. 24). Websitegestaltung geht über das bloße Design eines Online Auftritts hinaus, denn sie gestaltet auch die Struktur von Inhalten, die Navigation und die Benutzerführung (vgl. Lankau, 2000, S. 36). Werden Internetseiten nicht medien- und zielgruppengerecht aufbereitet und gestaltet, ist der Nutzer nicht in der Lage die gesuchten Informationen zu finden und wird die Seite nach kurzer Zeit wieder verlassen (vgl. Jacobsen, 2002, S. 125; Schweibenz/Thissen, 2003, S. 24). Dabei ist die benutzerfreundlichste Struktur, die erreichbar ist, anzustreben: „Übersichtlichkeit von außen, Orientierungshilfen im Inneren, Richtige Informationsart und -menge am richtigen Ort, Leitsystem der kürzesten Wege“ (Werner/Stephan, 1998, S. 167).
Im Vordergrund der Gestaltung der Informationsarchitektur einer Website steht die logische Strukturierung des Angebots (vgl. Kuhlen, 1991, S. 79). Dabei müssen Informationen nicht zwangsläufig in linearer Anordnung präsentiert werden sondern können auf Grund der Hypertext-Fähigkeit des Internets über logische Verknüpfungen (Links) miteinander vernetzt werden (vgl. Kuhlen, 1991, S. 12ff.).
Die einfachste Art, Informationen darzubieten, besteht in deren linearen Aufbau (vgl. Lambrecht, 2002, S. 24). Die Inhalte sind dabei von einem übergreifenden Thema ausgehend chronologisch oder logisch angeordnet, wodurch die Abfolge des Abrufs von Informationen vorgegeben ist (vgl. Werner/Stephan, 1998, S. 170). Am häufigsten werden Informationen in hierarchischen Strukturen, so genannten Baumstrukturen, angeboten, wobei sich die Seiten, ausgehend von der Homepage immer tiefer verzweigen (vgl. Lambrecht, 2002, S. 24).
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet die Herausforderungen der Websitegestaltung im Vergleich zu klassischen Medien und definiert die Zielsetzung einer verhaltenswissenschaftlich fundierten Analyse.
2 Ausgewählte Rahmenbedingungen: Es werden soziokulturelle Entwicklungen wie Informationsüberlastung, Individualisierung und Erlebnisorientierung als Einflussfaktoren auf das moderne Nutzerverhalten identifiziert.
3 Abgrenzung der Gestaltungselemente von Anzeigen, Läden und Websites: Dieses Kapitel differenziert die spezifischen Anforderungen und Gestaltungsparameter von Printanzeigen, stationären Läden und Internetauftritten.
4 Sozialtechnische Grundlagen zur Anzeigen-, Laden- und Websitegestaltung: Der theoretische Kernteil erläutert aktivierungstheoretische Grundlagen, kognitive Informationsverarbeitung und den Ansatz der Umweltpsychologie.
5 Analyse der Websites führender Sportartikelhersteller aus sozialtechnischer Sicht: Eine praktische Anwendung der Theorie auf die Online-Präsenzen von Nike, Adidas und Puma, um Stärken und Verbesserungspotenziale aufzuzeigen.
6 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Übertragbarkeit sozialtechnischer Regeln auf das Medium Internet mit einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Websitegestaltung, Aktivierung, Sozialtechniken, Kognitive Informationsverarbeitung, Umweltpsychologie, Informationsarchitektur, Usability, Online-Marketing, Sportartikelhersteller, Benutzerführung, Navigation, Markenkommunikation, Erlebniskonsum, Individualisierung, Kundenbindung.
Die Arbeit analysiert die Online-Auftritte großer Sportartikelhersteller unter Anwendung verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Werbe- und Handelspsychologie.
Die Kerngebiete umfassen die Themen Aktivierung, kognitive Informationsverarbeitung, umweltpsychologische Ansätze sowie Informationsarchitektur und Usability.
Das Ziel ist zu überprüfen, ob verhaltenswissenschaftliche Regeln der Anzeigen- und Ladengestaltung erfolgreich auf Webseiten übertragen werden können, um die Effektivität der Kommunikation zu steigern.
Die Arbeit nutzt einen deduktiven Ansatz, indem sie zunächst theoretische Grundlagen erarbeitet und diese anschließend in einer systematischen Analyse auf die konkreten Webauftritte von Nike, Adidas und Puma anwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Aktivierung und Kognition sowie eine anschließende detaillierte Fallstudie der Sportartikelhersteller hinsichtlich ihrer Webdesign-Strategien.
Wichtige Begriffe sind Sozialtechniken, Websitegestaltung, kognitive Prozesse, Markenkommunikation, Usability und verhaltenswirksame Gestaltung.
Websites sind durch ihre Multimedialität und die erforderliche aktive Nutzerbeteiligung komplexer, weshalb sie höhere Anforderungen an Orientierungshilfen und eine logische Informationsstruktur stellen.
Die Analyse zeigt, dass alle drei Hersteller noch deutliches Verbesserungspotenzial bei der Orientierungsfreundlichkeit und der systematischen Unterstützung kognitiver Prozesse aufweisen.
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