Diplomarbeit, 2006
114 Seiten, Note: 1,0
1. Ausgangssituation
1.1. Zielsetzung der Arbeit
1.2. Methodisches Vorgehen
1.3. Grundlagen und Definitionen
1.3.1. Erlebnismanagement
1.3.1.1. Erlebnis
1.3.1.2. Entstehen von Erlebnissen
1.3.1.3. Erlebnisgesellschaft
1.3.1.4. Erlebnisökonomie
1.3.1.5. Definition Erlebnismanagement
1.3.2. Naturnaher Tourismus
1.3.2.1. Ökotourismus
1.3.2.2. Sanfter Tourismus
1.3.2.3. Nachhaltiger Tourismus
1.3.2.4. Naturtourismus
1.3.2.5. Definition des naturnahen Tourismus
2. Nachfrage nach naturnahen Erlebnisangeboten
2.1. Zunehmende Erlebnisorientierung
2.1.1. Sozioökonomischer Wandel
2.1.2. Soziokultureller Wandel
2.1.3. Motivkomplex Erlebnisse in der Reiseanalyse
2.2. Natur als Nachfragefaktor
2.2.1. Urlaubsreisemotive
2.2.2. Motivkomplex Naturerlebnismöglichkeiten
2.2.2.1. Nach Altersgruppen
2.2.2.2. Nach Lebensphasen
2.2.2.3. Nach Reiseerfahrung
2.2.2.4. Nach Bildung
2.2.2.5. Nach Reisezielen
2.2.2.6. Nach Käufertypen
2.2.3. Typologisierung
2.2.4. Fazit
3. Naturnahe Erlebnisangebote
3.1. Einführung in das Erlebnis-Setting Konzept
3.1.1. Erlebnis
3.1.2. Wahrnehmung
3.1.3. Atmosphäre
3.1.4. Inszenierung
3.2. Inszenierungstheorie
3.2.1. Leitthema
3.2.2. Inszenierungskonzept
3.2.3. Attraktionen / Aktivitäten
3.2.4. Szenerie
3.2.5. Besucherlenkung
3.2.6. Wohlbefinden
3.2.7. Besucher / Gäste
3.2.8. Zusammenfassung
3.3. Empfehlungen zur praktischen Umsetzung des Erlebnis-Settings am Beispiel Wandern
3.3.1. Trend Wandern
3.3.2. Wanderwege als Erlebnis-Sets
3.3.2.1. Erkenntnisse aus der Landschaftspsychologie
3.3.2.1.1. Naturnähe
3.3.2.1.2. Gewässer
3.3.2.1.3. Offener Bewuchs
3.3.2.1.4. Abwechslungsreichtum
3.3.2.1.5. Neues und Vertrautes
3.3.2.2. Erkenntnisse aus Profilstudien
3.3.2.2.1. Art der Wege
3.3.2.2.2. Markierungen
3.3.2.2.3. Attraktionen am Wegesrand
3.3.2.2.4. Infrastruktur
3.3.2.3. Erkenntnisse aus der Inszenierungstheorie
3.3.2.3.1. Abgrenzung von Inszenierungsbereichen
3.3.2.3.2. Vom Banalen zum Besonderen
3.3.2.3.3. Theming
3.3.2.3.4. Storytelling
3.3.2.3.5. Dramaturgischer Spannungsbogen
3.3.3. Wanderweg als Erlebnis-Set in der Praxis – Der Märchenlandweg
4. Chancen-Risiken Analyse des naturnahen Erlebnistourismus
4.1. Risiken / Gefahren
4.1.1. Umweltkomponente
4.1.2. Ökonomische Aspekte
4.1.3. Inszenierung vs. Authentizität
4.1.4. Kommunikationspolitik
4.1.5. Widerstand in der Destination
4.2. Chancen / Gelegenheiten
4.2.1. Zunehmende Erlebnisorientierung
4.2.2. Begriff Natur
4.2.3. Potential der Marktsegmente
4.2.4. Innovationswettbewerb
4.2.5. Mehrbezahlungsbereitschaft der Naturnahen
4.2.6. Einstellungsänderung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, einen Leitfaden für die Implementierung von Erlebnis-Setting- und Inszenierungsstrategien in Wanderdestinationen zu entwickeln. Dabei wird untersucht, wie naturnahe Erlebnisangebote konzipiert werden können, die den aktuellen Nachfrageentwicklungen entsprechen und eine wissenschaftliche Einordnung von Erlebnismanagement im naturnahen Tourismus ermöglichen.
1.3.1.2. Entstehen von Erlebnissen
Erlebnisse sind nicht produzierbar. Jedoch können die verschiedenen Faktoren der Umwelt auf bestimmte Art und Weise gestaltet werden, um dem Individuum Erlebnisse zu ermöglichen. Es kann versucht werden, eine „besonders günstige äußere Situation herzustellen, aber das angestrebte innere Ereignis, das Erlebnis, ist damit nicht identisch.“
Die vier E´s der Erlebnisgesellschaft (Ereignis Erlebnis Erkenntnis Erfahrung) geben Auskunft über das Entstehen von Erlebnissen. Die Komponenten Ereignis, Erlebnis, Erkenntnis, Erfahrung bedingen einander und hängen voneinander ab. Erlebnisse setzen Ereignisse voraus. Ein Erlebnis kann also nur stattfinden, wenn ein aus der externen Umwelt generierter Reiz als Erlebnisauslöser (Ereignis) fungiert. Die Umwelt wirkt aufgrund ihrer Eigenschaften wie Farben, Geruch, Klang, etc. und ihrer symbolischen Bedeutung. Das Erlebnis kann dabei als die Reaktion und Bewertung des Individuums auf diesen Reiz interpretiert werden. Ob eine Reaktion bzw. welche Reaktion stattfindet, hängt zunächst vom Ereignis ab und von den Charaktermerkmalen und Bedürfnissen der jeweiligen Person.
1. Ausgangssituation: Das Kapitel führt in die hohe Bedeutung des Naturerlebnisses für Touristen ein und beleuchtet die Notwendigkeit einer professionellen Erlebnisgestaltung, um dem inflationären Gebrauch des Begriffs "Erlebnis" entgegenzuwirken.
2. Nachfrage nach naturnahen Erlebnisangeboten: Dieses Kapitel analysiert die zunehmende Erlebnisorientierung durch sozioökonomische und soziokulturelle Faktoren und untersucht spezifische Marktsegmente hinsichtlich ihrer Präferenzen für Naturerlebnisse.
3. Naturnahe Erlebnisangebote: Das Kapitel stellt das Erlebnis-Setting-Konzept und die Inszenierungstheorie vor und leitet praktische Empfehlungen für den Wandertourismus ab, um Wanderwege als attraktive Erlebnis-Sets zu gestalten.
4. Chancen-Risiken Analyse des naturnahen Erlebnistourismus: Der letzte Teil bewertet kritisch die Herausforderungen, wie die Umweltkomponente oder das Konfliktpotenzial in Destinationen, und stellt diese den Marktchancen gegenüber.
Erlebnismanagement, Naturnaher Tourismus, Inszenierung, Erlebnis-Setting, Wandertourismus, Erlebnisgesellschaft, Erlebnisökonomie, Destinationsmanagement, Naturerlebnis, Kundenorientierung, Nachfrageanalyse, Tourismusmarketing, Nachhaltigkeit, Wandern, Marktsegmente
Die Diplomarbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und praktischen Anwendung von Erlebnismanagement und Inszenierungsstrategien im Kontext des naturnahen Tourismus, insbesondere am Beispiel des Wanderns.
Zentrale Themenfelder sind die Erlebnisgesellschaft, die theoretischen Grundlagen der Inszenierung, die Nachfrageanalyse bei verschiedenen Marktsegmenten sowie die strategische Chancen- und Risikoanalyse für Tourismusdestinationen.
Die Arbeit fragt, wie durch die Anwendung von neu entwickelten Erlebnis-Setting-Methoden und Inszenierungsstrategien naturnahe Angebote geschaffen werden können, die sowohl den aktuellen Gästebedürfnissen entsprechen als auch eine authentische Qualität sichern.
Die Autor wählt eine zweifache Vorgehensweise: Eine theoretische Abgrenzung der Begrifflichkeiten, gefolgt von einer Sekundäranalyse der Nachfrage auf Basis von Reiseanalysen, sowie die Ableitung praktischer Handlungsempfehlungen für die Inszenierung von Wanderwegen.
Der Hauptteil konzentriert sich auf das Erlebnis-Setting-Konzept, die Inszenierungstheorie nach Müller/Scheurer und die praktische Implementierung dieser Ansätze in Wanderdestinationen, inklusive der Bedeutung von Infrastruktur und Besucherlenkung.
Wichtige Schlagworte sind neben Erlebnismanagement und Inszenierung vor allem Erlebnis-Setting, Naturnaher Tourismus, Wandertourismus und Zielgruppenorientierung.
Das Konzept beschreibt Räume, die so gestaltet sind, dass sich der Besucher vorübergehend heimisch und emotional aufgeladen fühlt; es dient als Vorbild für die Gestaltung inszenierter Wanderwege.
Um ein Erlebnis über den gesamten Verlauf einer Wanderung aufrechtzuerhalten, hilft die Unterteilung in Phasen wie Einstimmung, Aktion und Rekreation, um dem Gast einen logischen und emotionalen Erlebnisverlauf zu bieten.
Ein fundiertes Erlebnis-Setting zielt auf tiefgreifende, elementare Erlebnisse ab, die die Sinneswahrnehmung und das emotionale Wohlbefinden ansprechen, statt nur auf kurzfristige, oberflächliche Effekte.
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