Diplomarbeit, 2006
143 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
I EINLEITUNG
1 FRAGESTELLUNG UND BEGRÜNDUNG DES THEMAS
2 AUFBAU DER ARBEIT
II SEKUNDÄRANALYTISCHER TEIL
3 KINDER ALS TEIL DER GESELLSCHAFT
3.1 Einführung
3.2 Definition Kind
3.3 Definition Kindheit und ihr Wandel
3.4 Die kindliche Entwicklung
3.4.1 Einführung
3.4.2 Entwicklungsstufen nach PIAGET
3.4.3 Wahrnehmung
3.4.4 Bedürfnisse
3.4.4.1 Einführung
3.4.4.2 Der Bedürfnisbegriff
3.4.4.3 Kindliche Bedürfnisse
3.4.5 Freizeitverhalten und Fantasien von Kindern
3.5 Kinder als Zielgruppe
3.6 Zusammenfassung
4 DAS KINDERFERNSEHEN
4.1 Einführung
4.2 Geschichte des Kinderfernsehens
4.3 Programmangebot der deutschen Fernsehsender für Kinder
4.4 Fernsehverhalten von Kindern
4.5 Bedeutung des Fernsehens für die kindliche Entwicklung
4.6 Pädagogische Bedenken
5 FERNSEHWERBUNG FÜR KINDER
5.1 Exkurs: Kindermarketing
5.2 Begriff Kinderwerbefernsehen
5.3 Fernsehwerbezeiten
5.4 Geschichtlicher Überblick
5.5 Rechtliche Bedingungen
5.6 Werbeverhalten von Kindern
5.6.1 Einführung
5.6.2 Altersspezifische Merkmale
5.6.3 Kindliche Bewertung von Fernsehwerbung
5.6.4 Zusammenfassung
5.7 Werbewirkung bei Kindern
5.8 Kritik an Kinderwerbung
6 ZWISCHENFAZIT
III EMPIRISCHER TEIL
7 ANALYSE FERNSEHWERBESPOTS FÜR KINDER
7.1 Einführung
7.2 Methode
7.3 Fehlerquellen
7.4 Die Stichprobe
7.5 Sequenzprotokolle der ausgewählten Werbespots
7.6 Analyse formale Kriterien
7.6.1 Formale Eigenschaften
7.6.2 Unterschiede Jahreszeiten
7.6.3 Werbestrategien und Werbetechniken
7.6.4 Zusammenfassung
7.7 Analyse Bedürfnisdarstellung
7.7.1 Kategorisierung
7.7.2 Kategorien in den Fernsehwerbespots für Kinder
7.7.3 Auswertung
7.7.3.1 Einführung
7.7.3.2 Bedürfnisgruppen in Fernsehwerbung für Kinder
7.7.3.3 Bedürfnisgruppen bei Unterteilung nach Alter
7.7.3.4 Bedürfnisgruppen bei Unterteilung nach Geschlecht
7.7.3.5 Bedürfnisgruppen bei Unterteilung nach Jahreszeiten
7.7.3.6 Bedürfnisgruppen bei Unterteilung nach Werbespotklassen
7.7.4 Mittel der Bedürfnisdarstellung
7.7.5 Zusammenfassung
IV SCHLUSS
8 FORSCHUNGSAUSBLICK
9 FAZIT
Die Arbeit untersucht, ob und wie kindliche Bedürfnisse in der Fernsehwerbung reflektiert werden. Dabei wird analysiert, ob eine gezielte Darstellung dieser Bedürfnisse erfolgt oder ob diese lediglich als untergeordnetes Mittel der Produktpräsentation eingesetzt werden, um die junge Zielgruppe effektiver anzusprechen.
3.4 Die kindliche Entwicklung
Für Erwachsene bedeutet Kindsein und Kindheit vor allem viel Freizeit, Spiel, Unbeschwertheit und Sorglosigkeit. Oft wird jedoch vergessen, dass während der Kindheit alles gelernt werden muss, was man zum Überleben braucht. In keiner Lebensphase entwickelt und verändert sich der Mensch so schnell und vielfältig. Die folgenden Ausführungen sollen einen Überblick zur kindlichen Entwicklung zwischen dem dritten und zwölften Lebensjahr geben.
Das Wesen „Kind“ ist in seinem Verhalten, seinem Denken, seinen Bedürfnissen und Wünschen sehr komplex. Kinder sind zwischen ihrem ersten und zwölften Lebensjahr nicht gleich. Sie unterscheiden sich in ihren kognitiven Fähigkeiten, Interessen und Bedürfnissen. Die Kindheit umfasst demnach unterschiedlichste Entwicklungsstufen. Aus der Betrachtung der kindlichen Entwicklung ergeben sich für die folgenden Kapitel wichtige Grundlagen, denn auch kindliche Bedürfnisse sowie das Fernseh- und Werbeverhalten der Kinder resultieren aus ihren jeweiligen Entwicklungsstufen. Die Zielgruppe „Kind“ kann so differenzierter und umfassender betrachtet werden. Außerdem ist eine Ableitung der jeweiligen Zielgruppe eines Werbespots für Kinder, ohne das strategische Wissen des Unternehmens, nur anhand der Entwicklungsmerkmale der Darsteller bzw. des Produktes möglich.
1 FRAGESTELLUNG UND BEGRÜNDUNG DES THEMAS: Erläutert die wachsende Bedeutung von Kindern als Zielgruppe und stellt die Forschungsfrage nach der Reflexion kindlicher Bedürfnisse in der Fernsehwerbung.
2 AUFBAU DER ARBEIT: Skizziert die methodische Gliederung der Arbeit in einen sekundäranalytischen Teil zur kindlichen Entwicklung und einen empirischen Teil zur Spot-Analyse.
3 KINDER ALS TEIL DER GESELLSCHAFT: Untersucht die psychosozialen Grundlagen von Kindheit, Entwicklung und Bedürfnissen sowie deren Relevanz für das Kindermarketing.
4 DAS KINDERFERNSEHEN: Beleuchtet die Medienlandschaft, das Nutzungsverhalten von Kindern und die pädagogische Debatte über mediale Einflüsse.
5 FERNSEHWERBUNG FÜR KINDER: Analysiert rechtliche Rahmenbedingungen, geschichtliche Aspekte sowie das spezifische Werbeverhalten und die Rezeption durch Kinder.
6 ZWISCHENFAZIT: Führt die theoretischen Erkenntnisse zusammen und bereitet den Übergang zur empirischen Untersuchung vor.
7 ANALYSE FERNSEHWERBESPOTS FÜR KINDER: Führt die qualitative Inhaltsanalyse der ausgewählten Werbespots durch, um die Bedürfnisdarstellung systematisch zu untersuchen.
Kinder, Fernsehwerbung, kindliche Bedürfnisse, Zielgruppe, Kindermarketing, Medienkompetenz, qualitative Inhaltsanalyse, Werbewirkung, Entwicklungsstufen, Konsumverhalten, Werbespots, Bedürfnisgruppen, Fernsehverhalten, Markenaffinität, Kommunikation.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit Fernsehwerbespots für Kinder kindliche Bedürfnisse reflektieren und als zentrales Gestaltungselement einsetzen.
Die zentralen Themen umfassen die kindliche Psychologie, die Mediennutzung durch Kinder sowie die Praxis und Kritik von Kinderwerbung.
Ziel ist es zu klären, ob die Darstellung kindlicher Bedürfnisse in der Werbung eine bewusste Strategie zur Zielgruppenansprache darstellt oder nur ein Mittel zum Zweck der Produktverkaufsförderung ist.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus einer theoretischen Literaturanalyse und einer qualitativen Inhaltsanalyse von 24 ausgewählten Fernsehwerbespots.
Der Hauptteil analysiert, welche Bedürfnisgruppen (Grund-, Bindungs-, Sicherheits- und Explorationsbedürfnisse) in verschiedenen Spots vorkommen und wie diese mit Faktoren wie Alter, Geschlecht und Jahreszeit korrelieren.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Kindermarketing, Bedürfnisdarstellung, Medienrezeption und die psychologische Entwicklung von Kindern im Kontext industrieller Werbung.
Die Untersuchung zeigt, dass Werbemacher bevorzugt auf Themen wie Familie, Freundschaft und soziale Zugehörigkeit setzen, da diese Bedürfnisse bei Kindern universell vorhanden sind und eine hohe emotionale Relevanz für das Produkt erzielen.
Formale Kriterien wie schnelle Schnitte, bunte Farben, Musik und der Einsatz von Kinderdarstellern dienen dazu, die eingeschränkte Aufmerksamkeit von Kindern zu binden und Informationen kindergerecht aufzubereiten.
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