Diplomarbeit, 2006
94 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Definition
2 Entwicklung und Marktsituation
2.1 Der Anfang
2.2 Die geschichtliche Entwicklung
2.2.1 Anfang in Japan
2.2.2 Reaktion Europas
2.2.3 Entwicklung in den USA
2.2.4 Der Anfang der digitalen Ära
2.3 Der heutige Stand
2.3.1 USA
2.3.2 Asien
2.3.3 Australien
2.3.4 Europa
2.4 Zukünftige Entwicklung
2.4.1 Warum diesmal?
2.4.2 Wie geht es weiter?
3 Technische Grundlagen
3.1 Kontribution
3.1.1 Zeilensprungverfahren und Bildqualität
3.1.2 Schnittstellen und Speicherung
3.1.3 Formatkonvertierung
3.2 Distribution
3.2.1 Videokompression
3.2.2 Tonkompression
3.2.3 DVB
3.3 Verbraucher
3.3.1 Decoder
3.3.2 HDMI
3.3.3 Displays
4 Betriebliche Abläufe
4.1 Kontribution
4.2 Sendeabwicklung
4.3 Distribution
4.4 EBU
5 Planung für das ARD-Sendezentrum
5.1 Lösungsansatz
5.2 [1] Testinstallation
5.3 [2] Vorläufige Installation
5.3.1 Erweiterung der Sendeabwicklung
5.3.2 HD Compression Center
5.3.3 Uplink
5.4 [3] Integration von HDTV
5.4.1 Havarie-Sendestraße
5.4.2 Sendeabwicklung
5.4.3 HD Compression Center
5.4.4 Kontribution
5.5 Alternative Ansätze
5.6 EBU
6 Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung
6.2 Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein technisches Konzept für die Einführung von HDTV im ARD-Sendezentrum in Frankfurt zu entwickeln, um die zentrale Ausspielstelle technologisch für die Zukunft zu sichern. Dabei werden die aktuelle Marktsituation sowie technische Möglichkeiten analysiert, um eine fundierte Strategie für den Übergang zu HDTV zu erarbeiten.
2.1 Der Anfang
Wie kam es eigentlich zu der Entwicklung von HDTV? Natürlich gibt es das in Kapitel 1.4 schon erwähnte generelle Streben nach immer mehr Informationen und immer mehr Details. Doch dies war nur ein Grund für den Startschuss einer jahrzehntelangen Entwicklung, die heute ganz neue Möglichkeiten der Bildqualität liefert.
Essentiell geht es aber um handfeste finanzielle Interessen in Größenordnungen von Milliarden Dollar. „Markets do not exist; they are created“ [Nib91, S. 46] ist die Grundidee dahinter. Sollen neue Absatzmärkte entstehen, müssen neue Anreize geboten werden. Dabei geht es zum einen um den Markt der professionellen Technik für Produktion und Ausstrahlung, aber viel mehr noch um die Technik für die Endkunden. Wird ein neuer Standard durchgesetzt und beim Verbraucher ein Kaufanreiz erzeugt, können die sich so erschließenden Märkte gigantisch sein. Der Schlüssel, um sich solche neu erschaffenen Märkte dann auch zu sichern, sind die verwendeten Standards. „Wer die Normen hat, hat die Märkte“ stellte der Bundesforschungsminister Riesenhuber auf der Funkausstellung 1987 treffend fest. Hier liegt der Antriebsmotor für sämtliche Entwicklungen, die in den nächsten Kapiteln beschrieben werden.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation für die Arbeit durch den technologischen Wandel zum HDTV und definiert die Zielsetzung, ein tragfähiges technisches Konzept für das ARD-Sendezentrum zu erstellen.
2 Entwicklung und Marktsituation: Dieses Kapitel gibt einen historischen Rückblick auf die Entwicklung von HDTV und analysiert den aktuellen Stand sowie die Marktsituation weltweit, um Voraussetzungen für eine Einführung in der ARD zu identifizieren.
3 Technische Grundlagen: Die technischen Grundlagen von HDTV werden hier detailliert betrachtet, wobei insbesondere die Bereiche Kontribution, Distribution und die Anforderungen an die Verbraucherseite beleuchtet werden.
4 Betriebliche Abläufe: Dieses Kapitel untersucht die bestehenden Betriebsabläufe, Signalwege und die technische Infrastruktur des ARD-Sendezentrums als Basis für die Planung der HDTV-Integration.
5 Planung für das ARD-Sendezentrum: Hier wird basierend auf den vorherigen Analysen ein Stufenmodell zur schrittweisen Einführung von HDTV, von der Testinstallation bis zur vollständigen Integration, entwickelt.
6 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf die zukünftige Bedeutung von HDTV für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.
HDTV, ARD, Sendezentrum, Medientechnik, Digitalisierung, Rundfunk, Broadcast, Kontribution, Distribution, MPEG, DVB, Bildqualität, Sendetechnik, Systemplanung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Planung und der technischen Realisierbarkeit der Einführung von HDTV im ARD-Sendezentrum in Frankfurt unter Berücksichtigung aktueller Standards und Betriebsabläufe.
Die zentralen Themen umfassen die historische Entwicklung von HDTV, technische Grundlagen wie Bildformate und Kompression sowie die Analyse der betrieblichen Abläufe bei der ARD.
Das Hauptziel ist die Entwicklung eines technischen Konzepts, das eine reibungslose Integration von HDTV in die bestehende ARD-Infrastruktur ohne Gefährdung des laufenden Sendebetriebs ermöglicht.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche zur Marktsituation und Technik, einer Analyse der Ist-Zustände in der ARD-Sendeabwicklung sowie der eigenständigen Entwicklung eines Stufenmodells für die Implementierung.
Der Hauptteil behandelt die technischen Parameter der Kontribution und Distribution, Anforderungen an Empfangsgeräte sowie detaillierte Szenarien für eine schrittweise Einführung von HDTV, von der Testphase bis zur vollen Integration.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie HDTV, ARD, Sendeabwicklung, Digitalisierung, DVB-S2, AVC und Systemintegration charakterisieren.
Die Herausforderung liegt in der Komplexität der zentralen Sendeabwicklung und der Notwendigkeit, eine moderne HDTV-Infrastruktur zu integrieren, während die Stabilität des laufenden SD-Sendebetriebs zu 100% gewährleistet bleiben muss.
Die Fußball-WM 2006 wird als Katalysator betrachtet, da sie als erste Großveranstaltung in HD produziert wird und einen hohen Druck auf die Sender ausübt, entsprechende Kapazitäten für die HD-Ausstrahlung bereitzustellen.
Die Testphase zeigt, dass durch professionelle Konvertierung von SD-Material in HD eine deutliche Steigerung der wahrgenommenen Bildqualität erreicht werden kann, insbesondere bei großen Flachbildschirmen.
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