Diplomarbeit, 2004
88 Seiten, Note: eins
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
Diese Diplomarbeit untersucht die subjektiven Erfahrungen von erwachsenen Angehörigen von Menschen, die traumatische Erlebnisse durchgemacht haben. Der Fokus liegt dabei auf der emotionalen und psychischen Belastung, die Angehörige erfahren, sowie auf ihren Bewältigungsstrategien. Die Arbeit will zum Verständnis der Herausforderungen beitragen, die Angehörige in dieser Situation bewältigen müssen.
Die Einleitung führt in das Thema ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung. Es wird auf die Forschungslücke im Bereich der Angehörigen von Traumatisierten hingewiesen und die Zielsetzung der Arbeit dargelegt.
Im ersten Kapitel wird das Trauma aus psychologischer Perspektive beleuchtet. Es werden verschiedene Arten von Traumatisierungen, die Entstehung und Folgen sowie mögliche Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt.
Kapitel 2 widmet sich dem Angehörigen. Es wird die Rolle des Angehörigen in der Psychotraumatologischen Forschung und die Definition der Sekundären Traumatisierung erläutert. Die Entstehung von Compassion Fatigue und die Bedeutung des Familiensystems im Kontext der Bewältigung von Trauma werden ebenfalls behandelt.
Der Methodenteil beschreibt die qualitative Forschung, die in der Arbeit angewendet wurde. Es werden die Grounded Theory und das problemzentrierte Interview vorgestellt.
Kapitel 4 stellt die Ergebnisse der Untersuchung dar. Es wird ein Paradigmatisches Modell entwickelt, welches das Kernphänomen "Enttäuschung/Frustration des Anlehnungsbedürfnisses" und seine ursächlichen und intervenierenden Bedingungen beleuchtet. Die Ergebnisse werden in Bezug auf die Handlungs- und Interaktionalen Strategien der Angehörigen interpretiert.
Traumatisierung, Sekundäre Traumatisierung, Angehörige, Traumafolgen, Compassion Fatigue, Familiensystem, Bewältigungsstrategien, Qualitative Sozialforschung, Grounded Theory, Problemzentriertes Interview.
Sekundäre Traumatisierung beschreibt die psychische Belastung von Angehörigen oder Helfern, die durch den engen Kontakt mit einer primär traumatisierten Person ähnliche Symptome wie eine posttraumatische Belastungsstörung entwickeln.
Compassion Fatigue oder Mitgefühlsmüdigkeit bezeichnet die emotionale Erschöpfung, die entsteht, wenn Angehörige über lange Zeit die traumatischen Erlebnisse eines Partners miterleben und mitleiden.
Ein Kernphänomen ist die Frustration des Anlehnungsbedürfnisses. Angehörige fühlen sich oft emotional isoliert, da der Traumatisierte aufgrund seiner eigenen Belastung emotional unerreichbar sein kann.
Ein stabiles soziales Netz ist entscheidend für die Bewältigung. Isolation hingegen verstärkt die Belastung für das gesamte Familiensystem und kann die Heilung verzögern.
Strategien reichen von aktiver Suche nach Hilfe und Gesprächen über Konfliktvermeidung bis hin zur Leugnung der eigenen Belastung, um den Partner zu schonen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

