Diplomarbeit, 2002
91 Seiten, Note: 1,2
1 Einleitung
2 Begrifflich-systematische Grundlagen
2.1 Kundenzufriedenheit
2.1.1 Begriff der Kundenzufriedenheit
2.1.2 Formen der Kundenzufriedenheit
2.1.3 Abgrenzung zwischen Kundenzufriedenheit und Qualität
2.2 Arbeitszufriedenheit
2.2.1 Begriff der Arbeitszufriedenheit
2.2.2 Formen der Arbeitszufriedenheit
2.2.3 Theorien der Arbeitszufriedenheit
2.3 Dienstleistung
2.3.1 Begriff der Dienstleistung
2.3.2 Rolle des Handels im Dienstleistungssektor
3 Beziehung zwischen Kundenzufriedenheit und Arbeitszufriedenheit
3.1 Dienstleistungsbesonderheiten und deren Folgen für Kundenzufriedenheit und Arbeitszufriedenheit im Einzelhandel
3.2 Dimensionen und Indikatoren der Kundenzufriedenheit im Facheinzelhandel
3.3 Dimensionen und Indikatoren der Arbeitszufriedenheit im Facheinzelhandel
3.4 Messansätze der Kundenzufriedenheit und der Arbeitszufriedenheit
3.5 Überblick zu den Forschungsansätzen der Beziehungsanalyse
3.6 Einfluss der Kundenzufriedenheit auf die Arbeitszufriedenheit
3.7 Einfluss der Arbeitszufriedenheit auf die Kundenzufriedenheit
4 Empirische Überprüfung des Zusammenhangs von Kundenzufriedenheit und Arbeitszufriedenheit bei Dienstleistungen im Handel
4.1 Untersuchungsdesign
4.1.1 Ziel der Erhebung und Erhebungsinstrumente
4.1.2 Untersuchungsablauf
4.1.3 Auswertungsverfahren
4.2 Untersuchungsergebnisse
4.2.1 Überprüfung der Erhebungsinstrumente
4.2.2 Analyse der Kundenzufriedenheit im Facheinzelhandel
4.2.3 Analyse der Arbeitszufriedenheit im Facheinzelhandel
4.2.4 Analyse des Einflusses der Kundenzufriedenheit auf die Arbeitszufriedenheit
4.2.5 Analyse des Einflusses der Arbeitszufriedenheit auf die Kundenzufriedenheit
5 Schlussbetrachtung
Ziel dieser Arbeit ist es, die Wirkungsbeziehung zwischen Kundenzufriedenheit und Arbeitszufriedenheit im Facheinzelhandel zu analysieren und theoretisch abgeleitete Hypothesen empirisch zu überprüfen, um die Bedeutung der Mitarbeiterorientierung für den Unternehmenserfolg zu beleuchten.
2.1.1 Begriff der Kundenzufriedenheit
Kundenzufriedenheit gehört heute unbestritten zu den wesentlichen unternehmerischen Zielgrößen und hat sich neben den klassischen ökonomischen Unternehmenszielen etabliert. Trotz der Popularität der Kundenzufriedenheitsuntersuchung mangelt es bis heute an einer einheitlichen Zufriedenheitstheorie. Der Kundenzufriedenheitsbegriff weist jedoch in der Literatur starke inhaltliche Übereinstimmungen auf, wie die folgenden Definitionen zeigen:
Kundenzufriedenheit ist „... das Ergebnis eines komplexen Informationsverarbeitungsprozesses, in dessen Zentrum im Sinne eines psychologischen Soll/Ist-Vergleichs die Bewertung aktueller Erfahrungen (Ist-Komponente) mit den Leistungen eines Anbieters anhand der Erwartungen bzw. eines Anspruchsniveaus (Soll-Komponente) durch den Kunden erfolgt“.
„Kundenzufriedenheit ist das Ergebnis eines psychischen Vergleichsprozesses zwischen der wahrgenommenen Produktrealität und der Erwartung an diesem Produkt.“
Folglich lässt sich Kundenzufriedenheit als Ergebnis eines Soll-Ist-Vergleichs erfassen, bei dem die Erwartungen des Kunden (Soll-Komponente) mit der subjektiv wahrgenommenen Bedürfnisbefriedigung durch den Anbieter (Ist-Komponente) in Relation gesetzt werden. Diese Form der Konzeptualisierung von Kundenzufriedenheit ist die zentrale Aussage des „Konfirmation/Diskonfirmations-Paradigma“, bei dem die Entsprechung der wahrgenommenen Leistung (Ist-Komponente) und dem zugrundeliegenden Vergleichsstandart (Soll-Komponente) eine Konfirmation (Bestätigung) zur Folge hat, aus der Kundenzufriedenheit entsteht. Übertrifft die Ist-Leistung die Soll-Leistung (positive Diskonfirmation) resultiert ebenfalls Kundenzufriedenheit, wohingegen eine im Vergleich zur Soll-Leistung zu geringe Ist-Leistung (negative Diskonfirmation) zu Unzufriedenheit führt.
1 Einleitung: Diese Einleitung identifiziert die wachsende Bedeutung der Kundenorientierung im Handel und stellt die Forschungsfrage nach der Wirkungsbeziehung zwischen Kundenzufriedenheit und Arbeitszufriedenheit.
2 Begrifflich-systematische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Konstrukte der Kundenzufriedenheit und Arbeitszufriedenheit sowie den Dienstleistungsbegriff und stellt relevante theoretische Ansätze vor.
3 Beziehung zwischen Kundenzufriedenheit und Arbeitszufriedenheit: Hier werden die theoretischen Zusammenhänge zwischen Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit im Handel analysiert, einschließlich der Einflüsse von Rollenkonflikten und Motivation.
4 Empirische Überprüfung des Zusammenhangs von Kundenzufriedenheit und Arbeitszufriedenheit bei Dienstleistungen im Handel: Dieses Kapitel beschreibt das Design, den Ablauf und die Ergebnisse der empirischen Studie, inklusive der Validierung der Hypothesen mittels statistischer Verfahren.
5 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und leitet daraus Anforderungen an ein ganzheitliches Zufriedenheitsmanagement in Handelsunternehmen ab.
Kundenzufriedenheit, Arbeitszufriedenheit, Einzelhandel, Mitarbeiterorientierung, Soll-Ist-Vergleich, Konfirmation/Diskonfirmations-Paradigma, Arbeitsmotivation, Rollenkonflikt, Dienstleistungsqualität, Mitarbeiterbindung, Beziehungsanalyse, Unternehmenserfolg, Personalmanagement, Facheinzelhandel, empirische Forschung
Die Arbeit analysiert die Wechselwirkungen zwischen der Kundenzufriedenheit und der Arbeitszufriedenheit von Mitarbeitern, speziell innerhalb des Facheinzelhandels.
Im Zentrum stehen die Konzepte der Kundenzufriedenheit, die verschiedenen Formen der Arbeitszufriedenheit sowie deren gegenseitige Beeinflussung im direkten Kundenkontakt.
Das Ziel ist es, die Wirkungsbeziehung zwischen Mitarbeitermotivation und Kundenzufriedenheit empirisch zu belegen und zu prüfen, ob die wahrgenommene Kundenzufriedenheit eine Dimension der Arbeitszufriedenheit darstellt.
Es wird ein expliziter, merkmalsorientierter Messansatz verfolgt, wobei Daten mittels standardisierter Fragebögen erhoben und mit multivariaten statistischen Methoden, wie Regressionsanalysen, ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Zufriedenheitskonstrukte und eine empirische Analyse, die den Zusammenhang anhand von Daten eines Handelsunternehmens prüft.
Zentrale Begriffe sind Kundenzufriedenheit, Arbeitszufriedenheit, Facheinzelhandel, Mitarbeiterbindung und der Soll-Ist-Vergleich.
Die Untersuchung zeigt, dass die vom Mitarbeiter wahrgenommene Kundenzufriedenheit als eigenständige Dimension der Arbeitszufriedenheit interpretiert werden kann und einen signifikanten Beitrag zur Gesamtarbeitszufriedenheit leistet.
Die Mitarbeitermotivation dient als Bindeglied zwischen Arbeitszufriedenheit und der Fähigkeit, Kunden zufrieden zu stellen, wobei ihre direkte Abhängigkeit von Arbeitszufriedenheit komplex und durch Motivationsfilter moderiert ist.
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