Examensarbeit, 2006
85 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Festlegung und Eingrenzung des Themas
1.2 Zentrale Fragestellung und Ziele der Arbeit
1.3 Methodische Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2. Der Konstruktivismus als pädagogische Weltanschauung
2.1 Definitionen und Grundlagen
2.1.1 Probleme traditioneller Unterrichtsansätze
2.1.2 Schlüsselbegriffe des Konstruktivismus
2.1.3 Grundzüge konstruktivistischer Didaktik
2.1.4 Paul Watzlawick – ein radikal-konstruktivistischer Standpunkt
2.1.4.1 Kritische Meinung zu WATZLAWICK von Bettina Girgensohn-Marchand
2.1.2 Heinz Mandl – aus der Sicht eines moderaten Konstruktivisten
2.2 Abgrenzung des Begriffes „Konstruktivismus“ in Bezug auf das Ziel der Arbeit
2.2.1 Konstruktivismus und Instruktion
2.3 Anforderungen an konstruktivistische Lernumgebungen
2.3.1 Gestaltungsansätze
3. Außerschulisches Lernen
3.1 Definition
3.2 Begründung für den Unterricht
3.3 Schwierigkeiten und Probleme
3.4 Warum ist außerschulisches Lernen in der Geographie relevant?
3.5 Exkursionsdidaktische Strukturelemente aus Kategorien der Erkenntnistheorie
3.6 Anschlussmöglichkeiten exkursionsdidaktischer Leitbilder
4. Synthese: Kriterien und Leitlinien für die Analyse und Planung der Untersuchung
5. Das Wattenmeer als außerschulischer Lernort
5.1 Naturerleben im Wattenmeer
5.2 Das Multimar Wattforum
5.3 Untersuchung des Arbeitsbogens „Erkundungsbogen durch die Ausstellung“ auf konstruktivistische Merkmale
5.4 Analyse des Themenbuches „Ebbe, Flut, Sturmflut“ auf konstruktivistische Merkmale
5.5 Ein konstruktivistischer Arbeitsbogen zum Themenbuch „Ebbe, Flut, Sturmflut“
6. Zusammenfassung und Perspektiven
Die Arbeit untersucht das Potenzial konstruktivistischer Didaktik für den Geographieunterricht an außerschulischen Lernorten, speziell am Beispiel des Wattenmeeres. Das Ziel ist es, den Mehrwert einer konstruktivistisch orientierten Planung für Schülerexkursionen aufzuzeigen und Ansätze für eine gelungene Verknüpfung von Konstruktion und Instruktion zu liefern.
2.1 Definitionen und Grundlagen
Da sich viele Wissenschaftler mit dem Konstruktivismus auf verschiedenste Arten auseinandersetzen, gibt es auch sehr viele Definitionen, von denen ich an dieser Stelle einige vorstellen möchte:
„Der Radikale Konstruktivismus begreift sich selbst als eine Konstruktion und nicht als eine letzte Wahrheit, er ist eine Möglichkeit, die Dinge zu sehen. Für mich ist, dies kann ich auch mit Blick auf meine therapeutische Arbeit sagen, allein die Frage ausschlaggebend, welche Konstruktion sich als die nützlichste und menschlichste erweist“ (P. WATZLAWICK).
“Constructivism is a philosophy and a cognitive, developmental psychology that explains learning as a case of interpreting and inferring about the world. Meaning is understood to be the result of humans setting up relationships, reflecting on their actions, and modeling and constructing explanations” (C. TWOMEY FOSNOT).
„Der Konstruktivismus lehrt, dass unsere Erkenntnis durch Konstruktion zustandekommt, er macht damit keine Aussage über das Seiende“ (C. FLOYD).
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Arbeit ein, definiert den Fokus auf die konstruktivistische Didaktik im Kontext außerschulischer Lernorte und erläutert die Zielsetzung sowie den methodischen Aufbau der Untersuchung.
2. Der Konstruktivismus als pädagogische Weltanschauung: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Konstruktivismus dargelegt, wobei zwischen radikalen und gemäßigten Ansätzen unterschieden und die Relevanz für den Schulunterricht herausgearbeitet wird.
3. Außerschulisches Lernen: Dieses Kapitel definiert außerschulisches Lernen, beleuchtet dessen Begründungen und Problematiken im schulischen Alltag und stellt den Bezug zum Fach Geographie her.
4. Synthese: Kriterien und Leitlinien für die Analyse und Planung der Untersuchung: In diesem Teil werden die zuvor erarbeiteten theoretischen Aspekte zu einem Analyseraster zusammengeführt, um eine methodische Grundlage für die nachfolgende Untersuchung des Praxisbeispiels zu schaffen.
5. Das Wattenmeer als außerschulischer Lernort: Dieser Hauptteil analysiert das Multimar Wattforum sowie konkrete Lehrmaterialien (Arbeitsbogen und Themenbuch) hinsichtlich ihrer konstruktivistischen Gestaltung und leitet daraus Optimierungspotenziale ab.
6. Zusammenfassung und Perspektiven: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung und diskutiert die Möglichkeiten der Übertragbarkeit auf andere außerschulische Lernorte sowie die Rolle der Lehrkraft.
Konstruktivismus, außerschulisches Lernen, Didaktik, Wattenmeer, Multimar Wattforum, Wissenskonstruktion, Lernumgebung, Geographieunterricht, radikaler Konstruktivismus, moderater Konstruktivismus, Instruktion, Transfer, authentisches Lernen, Selbstorganisation, Exkursionsdidaktik.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung konstruktivistischer Didaktik auf außerschulische Lernorte, am konkreten Beispiel des Multimar Wattforums im Nationalpark Wattenmeer.
Die zentralen Themenfelder sind die konstruktivistische Lerntheorie, Didaktik des außerschulischen Lernens, die Analyse didaktischer Materialien und die praktische Unterrichtsplanung im Fach Geographie.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie konstruktivistische Prinzipien effektiv in die Planung und Gestaltung von Exkursionen einfließen können, um ein nachhaltigeres Lernen zu ermöglichen.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und eine qualitative Inhaltsanalyse von Arbeitsmitteln des Multimar Wattforums zur praktischen Untersuchung.
Im Hauptteil findet eine detaillierte Analyse der Arbeitsbögen und Themenbücher des Multimar Wattforums statt, um deren Übereinstimmung mit konstruktivistischen Anforderungen zu prüfen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Konstruktivismus, außerschulisches Lernen, Wissenskonstruktion und didaktische Transformation charakterisieren.
Die Autorin argumentiert, dass der moderate Konstruktivismus im schulischen Kontext besser handhabbar ist, da er eine notwendige Balance zwischen Schülerautonomie und pädagogischer Instruktion erlaubt.
Die Originalbegegnung im Gelände wird als essenzieller Teil des Geographieunterrichts gesehen, um Primärerfahrungen zu sammeln und Lerninhalte mit der realen Lebenswelt zu verknüpfen.
Reframing wird als Methode genutzt, um Schülern durch neue Problemstellungen eine Rekonstruktion ihrer bisherigen Deutungsmuster zu ermöglichen, wenn diese im Gelände auf Widersprüche stoßen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

