Diplomarbeit, 2006
72 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 EIB/KNX
2.1 Software
2.1.1 ETS2
2.1.1.1 Projektierung
2.1.1.2 Inbetriebnahme/Test
2.1.2 Elvis
2.1.2.1 Der Elvis-Prozessserver
2.1.2.2 Die Bedienstation
2.1.2.3 Die Projektierung
2.1.2.4 Anwendungsbeispiele
2.2 Hardware
2.2.1 Raumtemperaturregler
2.2.2 Präsenzmelder
2.2.3 EIBGW-MBus
3 Messung des Aufwärm- und Abkühlverhaltens
3.1 Temperaturverlauf vom 05.04.2006
3.2 Temperaturverlauf vom 07.-10.06.2006
3.3 Bestimmung der Aufwärmung
3.4 Bestimmung der Abkühlung
4 Modell und Simulation der Räume I120 und I122
4.1 Modell des Raumes I122
4.1.1 Eingangsgrößen
4.1.2 Parameter des Modells
4.1.3 Submodellbeschreibung
4.1.3.1 Fensterlüftung
4.1.3.2 Fenster
4.1.3.3 Raumtemperaturregler
4.1.3.4 Wärmeströme durch Wände
4.1.3.5 Raumtemperaturknoten
4.1.4 Implementierung unter Matlab/Simulink
4.1.5 Verifikation der Simulation
4.1.6 Simulationen mit dem Modell
4.1.6.1 Ermittlung des Sollwertes des Nacht-Betriebes
4.1.6.2 Ermittlung des Sollwertes des Frostschutzbetriebes
4.1.6.3 Abschätzung der Energieeinsparung
4.2 Modell beider Räume
4.2.1 Simulationen mit dem Modell
5 Nutzungsabhängige Raumheizung
5.1 Nutzungsabhängige Raumheizung mit Elvis
5.1.1 Anforderungen
5.1.2 Programmierung
5.2 Einbau von Präsenzmeldern
6 Auswertung der aufgezeichneten Daten
7 Fazit und Ausblick
8 Quellen
A Anhang
A.2 Testprotokoll
A.3 Anzahl der Sonnenstunden im März und April 2006
A.4 Stundenpläne
A.4.1 WS 2005/06
A.4.2 SS 2006
Ziel der Arbeit ist es, die Heizwärmeeffizienz von zwei Seminarräumen der Hochschule Bremen durch den Einsatz einer nutzungsabhängigen Raumheizungsregelung mittels KNX/EIB-Gebäudesystemtechnik und Elvis-Software zu optimieren, um den Energieverbrauch signifikant zu senken.
1 Einleitung
Im Zentrum für Informatik und Medientechnologien (ZIMT) der Hochschule Bremen befinden sich zwei in der Bauweise gleiche Seminarräume (I122 und I123), die auf ähnliche Weise genutzt werden. Die Seminarräume besitzen zwei getrennte Heizkreisläufe mit jeweils einem Zähler für die Heizwärmemenge. Einer der Räume (I122) ist mit KNX/EIB-Komponenten für eine Einzelraum-Heizungsregelung, der andere (I123) ist mit den üblichen Thermostatventilen ausgestattet. Mit Hilfe der Gebäudesystemtechnik wird der Raum I122 auf 21°C geregelt. Wenn ein oder mehrere Fenster geöffnet sind, wird die Solltemperatur auf 18°C heruntergesetzt. In den ersten drei Jahren wurde dadurch 50% weniger Energie benötigt als in Raum I123.
Nun sollen weitere Einsparungen dadurch erzielt werden, dass der Raum nur beheizt wird, wenn er auch belegt ist. Über eine Benutzeroberfläche kann man den Stundenplan bzw. Sonderbelegungen eingeben, was eine zyklische Abfrage und somit eine Absenkung des Sollwertes der Regelung zur Folge hat.
Der Raum I122 ist mit einem Raumtemperaturregler, mehreren Temperatursensoren und Stellventilen für die Heizung ausgestattet. Die Temperatursensoren befinden sich am Beamerhalter, 1,85m über dem Boden an der Wand zu I123 (mit Styropor abgedichtet) und 6cm über dem Boden an der Fensterwand. Die Werte der Sensoren und die verbrauchten Wärmemengen werden alle fünf Minuten erfasst und gesichert. Später wird noch ein Präsenzmelder installiert, der zusätzlich die bewegungsabhängige Raumheizung unterstützen soll.
Über ein Modell des Raumes I122 sollen nun mögliche Energieeinsparungen abgeschätzt werden. Fälschlicherweise ist auch der Heizkreislauf des Raumes I120 mit an den Wärmezähler von I122 angeschlossen. Durch Einbinden des Raumes I120 in das Modell soll auch hier abgeschätzt werden, wie sich die verbrauchte Wärmemenge auf beide Räume aufteilen läßt.
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Ausgangslage der beiden Seminarräume und die Zielsetzung der Energieoptimierung mittels Gebäudesystemtechnik.
2 EIB/KNX: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der EIB/KNX-Bustechnologie sowie die verwendete Software Elvis für Visualisierung und Projektierung.
3 Messung des Aufwärm- und Abkühlverhaltens: Hier werden die experimentellen Messreihen des thermischen Verhaltens der Räume vorgestellt, um Richtwerte für die spätere Simulation zu gewinnen.
4 Modell und Simulation der Räume I120 und I122: In diesem Kapitel wird das mathematische Modell der Räume in Matlab/Simulink entwickelt und zur Simulation verschiedener Nutzungsszenarien verwendet.
5 Nutzungsabhängige Raumheizung: Dieses Kapitel beschreibt die praktische Programmierung der zeit- und nutzungsgesteuerten Heizungsregelung in der Elvis-Software.
6 Auswertung der aufgezeichneten Daten: Hier werden die gesammelten Messdaten analysiert, um die Energieeinsparungen und das Heizverhalten der Räume zu verifizieren.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit bewertet die erzielten Ergebnisse der Energieoptimierung und gibt Empfehlungen für weiterführende Maßnahmen.
8 Quellen: Dieses Kapitel listet die für die Arbeit verwendete Fachliteratur und Webressourcen auf.
A Anhang: Der Anhang enthält zusätzliche Informationen wie Testprotokolle, Wetterdaten und Stundenpläne.
Gebäudesystemtechnik, KNX, EIB, Raumheizung, Einzelraumregelung, Energieeffizienz, Simulation, Matlab, Simulink, Elvis, Energieeinsparung, Thermisches Verhalten, Gebäudeautomation, Stundenplansteuerung, Wärmemengenzähler
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung des Energieverbrauchs in Seminarräumen der Hochschule Bremen durch den Einsatz einer intelligenten, nutzungsabhängigen Raumheizungsregelung.
Im Zentrum stehen die KNX/EIB-Technik, die Software-basierte Visualisierung und Regelung (Elvis) sowie die mathematische Modellierung und Simulation des thermischen Raumverhaltens.
Das Hauptziel ist die signifikante Senkung des Wärmeverbrauchs durch eine bedarfsgerechte Heizungssteuerung, die den Raum nur bei tatsächlicher Belegung (basierend auf einem Stundenplan) auf Wohlfühltemperatur bringt.
Der Autor nutzt sowohl empirische Messungen des Aufwärm- und Abkühlverhaltens vor Ort als auch computergestützte Simulationen mittels Matlab/Simulink, um theoretische Einsparungspotenziale abzuschätzen.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Beschreibung der Hardware-Konfiguration, die Programmierung der Steuerungslogik, die Entwicklung des Simulationsmodells und die anschließende Analyse der erzielten Mess- und Simulationsergebnisse.
Gebäudesystemtechnik, KNX, EIB, Energieeffizienz, Einzelraumregelung, Simulation, Matlab, Simulink und Elvis sind die prägenden Begriffe.
Da der Heizkreislauf des Raumes I120 fälschlicherweise an den Wärmezähler des Raumes I122 angeschlossen war, musste dieser im Modell berücksichtigt werden, um die Wärmemengen korrekt zuordnen zu können.
Der Präsenzmelder dient als zusätzliche Instanz, um die Raumheizung bei kurzfristigen Abwesenheiten oder bei Nutzung außerhalb des geplanten Stundenplans flexibel zu steuern.
Bei geöffneten Fenstern erkennt das System dies (über entsprechende Kontakte) und senkt die Solltemperatur ab, um unnötiges Heizen während der Lüftung zu vermeiden.
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