Bachelorarbeit, 2006
283 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Vorbedingungen zur Gründung der NATO
2.1 Das Entstehen des Kalten Krieges
2.2 Die Gründung der NATO
3. Ein Überblick über die Entwicklung der NATO
4. Eine aktuelle Definition von Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik
5. Militärische und nicht- militärische Sicherheitsgefährdungen
6. Exkurs: Die UN und das Völkerrecht unter der Dominanz der USA
7. Die Struktur der NATO
7.1 Die militärische Organisation der NATO
7.2 Die politische Organisation der NATO
8. Exkurs: Die Supermacht USA und europäische Perspektiven
9. Die NATO und ihre neuen Aufgaben
9.1 „Out of area“ und das Problem „out of treaty“
9.2 Die Aufgabe „Humanitäre Intervention“ und deren völkerrechtliche Problematik
9.3 Die Ausnahme „Humanitäre Intervention“
9.4 Die Auswirkungen von Interventionen auf das Bündnis
10. Ein kurzer Blick in die Zukunft der NATO
11. Exkurs: Ein möglicher Beitritt Österreich zur NATO
12. Fazit
15. Literaturverzeichnis
15.1 Primärquellen
15.2 Sekundärliteratur
15.3 Internet- Quellen
16. Anhänge:
16.1 Report on the shooting of Ms. Guiliana Sgrena (Classified version)
16.2 The Sinews of Peace
16.3 Recommendation for assistance to Greece and Turkey (Truman-Doktrin)
16.4 The Marshall Plan Speech
16.5 Treaty of Economic, Social and Cultural Collaboration and Collective Self-Defence
16.6 U.S. Senate Resolution 239
16.7 Der NATO- Vertrag
16.7.1 Der NATO- Vertrag (englische Version)
16.7.2 Der NATO- Vertrag (deutsche Version)
16.8 Die UN-Charta
16.8.1 Die UN-Charta (englische Version)
16.8.2 Die UN-Charta (deutsche Version)
16.9 The National Security Strategy of the United States of America
16.10 Resolution 1441 of the Security Council
16.11 Chronologie der NATO- Entwicklung (1945-1999)
16.12 Percentage Cost Shares of NATO Member Countries- Civil and Military Budgets
16.13 Percentage Cost Shares of NATO Member Countries- NATO Security Investment Programme
Die Arbeit untersucht die Frage, ob die NATO als einziges funktionierendes Militärbündnis unserer Zeit in der Lage ist, zukünftige Herausforderungen zu bewältigen, ohne dabei an internen Widersprüchen oder globalen politischen Spannungen zu zerbrechen. Im Zentrum steht dabei die Transformation der NATO von einem regionalen Verteidigungsbündnis hin zu einem global agierenden Sicherheitsbündnis sowie die damit einhergehende völkerrechtliche Problematik.
2. Die Vorbedingungen zur Gründung der NATO
Nachdem bereits im Vorfeld des Zweiten Weltkrieges verschiedene Versuche zur Gewährleistung der internationalen Sicherheit gescheitert waren, bildeten sich nach dem verheerenden Zweiten Weltkrieg Regionalpakte heraus, die nach Artikel 51 UN-Charta das Recht zur Selbstverteidigung besitzen.
Unter der Vielzahl der gebildeten Regionalpakte war die NATO, mit Einschränkungen auch der Warschauer Pakt, die bedeutsamste Allianz und ist es noch heute.
Derartige Allianzen basieren auf dem System der kollektiven Sicherheit. Dies besagt, dass der Wille aller am System beteiligten Staaten im Interesse der Sicherheit zu handeln, bei allen beteiligten Staaten gleichermaßen vorhanden ist. Diese kollektive Sicherheit ist allerdings nur eine Illusion, denn „entweder wird es [das System der kollektiven Sicherheit; eingefügt HW] nicht gebraucht oder es funktioniert nicht“.
Von Bredow sagt hierzu, dass man kollektive Sicherheit nur dann verwirklichen kann, wenn man ein gemeinsames Interesse darin sieht, Kriege zu vermeiden und auch gleichzeitig bestehende Verhältnisse in den internationalen Beziehungen nur mit friedlichen Mitteln verändern möchte. Das klassische Motto von Vegetius „si vis pacem para bellum“ wäre also, wenn dieses System funktionieren würde, umgewandelt worden in ein „si vis pacem para libertatem et iustitiam“.
Vor diesem Hintergrund sind nun sowohl Gründung der NATO 1949 als auch ihre Entwicklung bis heute zu sehen.
1. Einleitung: Hinführung zur Fragestellung der Zukunftsfähigkeit der NATO als globales Sicherheitsbündnis.
2. Die Vorbedingungen zur Gründung der NATO: Analyse der historischen Entstehungsgründe und des Konzepts der kollektiven Sicherheit.
3. Ein Überblick über die Entwicklung der NATO: Darstellung der sieben Entwicklungsphasen des Bündnisses von 1949 bis zur Gegenwart.
4. Eine aktuelle Definition von Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik: Theoretische Abgrenzung der sicherheitspolitischen Begriffe im Kontext der Globalisierung.
5. Militärische und nicht- militärische Sicherheitsgefährdungen: Untersuchung der Notwendigkeit multilateraler Streitkräfte angesichts moderner Bedrohungsszenarien.
6. Exkurs: Die UN und das Völkerrecht unter der Dominanz der USA: Kritische Betrachtung der US-Außenpolitik und deren Einfluss auf das Völkerrecht und die Vereinten Nationen.
7. Die Struktur der NATO: Detaillierte Beschreibung der militärischen und politischen Organisationsebenen innerhalb des Bündnisses.
8. Exkurs: Die Supermacht USA und europäische Perspektiven: Vergleich der strategischen Einschätzungen und gesellschaftlichen Werthaltungen zwischen den USA und europäischen Staaten.
9. Die NATO und ihre neuen Aufgaben: Auseinandersetzung mit "Out of area"-Einsätzen und der völkerrechtlichen Problematik humanitärer Interventionen.
10. Ein kurzer Blick in die Zukunft der NATO: Prognose über die zukünftige Rolle des Bündnisses und seine notwendige Transformation.
11. Exkurs: Ein möglicher Beitritt Österreich zur NATO: Diskussion der Vor- und Nachteile eines potenziellen NATO-Beitritts für Österreich im Kontext seiner Neutralität.
12. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Handlungsfähigkeit der NATO und der Herausforderungen für die transatlantische Wertegemeinschaft.
NATO, Sicherheitspolitik, Verteidigungsbündnis, Völkerrecht, UN-Charta, Transatlantische Beziehungen, Humanitäre Intervention, Kalter Krieg, Transformation, Kollektive Sicherheit, Außenpolitik, Militärstrategie, Globale Sicherheit, Souveränität, Krisenmanagement.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Transformation der NATO vom regionalen Verteidigungsbündnis hin zu einem global agierenden Akteur in der internationalen Sicherheitspolitik.
Die Arbeit behandelt die historische Entwicklung der NATO, die strukturelle Organisation, die Definition moderner Sicherheitsbegriffe sowie das komplexe Spannungsfeld zwischen nationalen Interessen, dem Völkerrecht und dem Handeln des Bündnisses.
Die Forschungsfrage ist, ob die NATO als gegenwärtig einzig funktionierendes Militärbündnis den zukünftigen sicherheitspolitischen Herausforderungen gewachsen ist, ohne an internen Divergenzen oder völkerrechtlichen Konflikten zu zerbrechen.
Der Autor stützt sich auf eine politikwissenschaftliche und historische Analyse, gestützt durch Primärquellen wie internationale Verträge (z.B. NATO-Vertrag, UN-Charta) sowie eine umfangreiche Auswertung relevanter Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der historischen Vorbedingungen, die strukturelle Analyse, die Definition aktueller Politikbegriffe, die Erörterung militärischer und nicht-militärischer Sicherheitsgefahren sowie spezifische Exkurse zur Vormachtstellung der USA und zur österreichischen Neutralitätsdebatte.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie NATO, Sicherheitspolitik, Völkerrecht, Transformation, transatlantische Beziehungen und kollektive Sicherheit definiert.
Die humanitäre Intervention dient als Paradebeispiel für den Konflikt zwischen dem völkerrechtlichen Gewaltverbot und dem Bedürfnis, bei massiven Menschenrechtsverletzungen militärisch zu intervenieren, was die NATO vor erhebliche Legitimationsfragen stellt.
Die Arbeit identifiziert eine wachsende Kluft zwischen den USA und europäischen Staaten, die primär auf unterschiedliche Einschätzungen von Gewalt als politischem Instrument und variierende gesellschaftliche Prioritäten (Sicherheit vs. Wohlstand) zurückzuführen ist.
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