Examensarbeit, 2005
85 Seiten, Note: 2,0
1. Vorwort
2. Einleitung
3. Bewegung
3.1 Zum Begriff Beweglichkeit
3.2 Bedeutungen der Beweglichkeit für die soziale Entwicklung
3.3 Bedeutungen der Beweglichkeit für die Persönlichkeitsentwicklung
3.4. Begriffsdefinition: Bewegungsschwächen bei Kindern
3.5 Ursachen und Folgen von Bewegungsschwächen
4. Die Motorik
4.1 Begriffsdefinition: Motorik
4.2 Motorisches Lernen
4.3 Motorische Fähigkeiten
5. Koordination
5.1 Begriffsbestimmung: Koordination
5.2 Die Entwicklung der Koordination
5.3 Die Entwicklung der Grobkoordination
5.4 Die Entwicklung der Feinkoordination
5.5 Koordinative Fähigkeiten
5.6 Klassifizierungen koordinativer Fähigkeiten
5.6.1 Kinästhetische Differenzierungsfähigkeit
5.6.2 Räumliche Orientierungsfähigkeit
5.6.3 Reaktionsfähigkeit
5.6.4 Rhythmusfähigkeit
5.6.5 Gleichgewichtsfähigkeit
5.7 Symptome und Ursachen von Koordinationsschwächen
5.8 Trainierbarkeit der koordinativen Fähigkeiten
6. Bedingungsfeld
6.1 Bedingungsfeldanalysen der Grundschule
6.2 Räumlichkeiten der Sporthalle
6.3 Vorstellungen der Fördergruppe
7. Das Sportprogramm
7.1 Planung und Durchführung
7.2 Allgemeine Rahmenbedingungen
7.3 Planungen der Unterrichtsstunden
7.4 Methodisch-didaktische Vorüberlegungen
7.5 Zielsetzung der Unterrichtsstunden
7.6 Didaktisches Konzept
7.7 Beobachtung zur Teilnehmerauswahl
7.8 Testverfahren
7.9 Schülerbeschreibungen
8. Schriftliche Darstellungen
8.1 Aufbau der schriftlichen Darstellung
8.2 Aufbau einer Unterrichtsstunde
8.2.1 Begrüßungs- und Einstiegsphase
8.2.2 Erwärmungsphase
8.2.3 Erarbeitungsphase
8.2.4 Reflektionsphase
9. Unterrichtsstunde Nr.1 ‚Rollbrettführerschein’
9.1 Relevanz für die Schüler
9.2 Fachrelevanz
9.3 Sachanalyse
9.4. Groblernziel der Stunde
9.5 Feinlernziele
9.6 Nachbetrachtung
10. Unterrichtsstunde Nr. 2 ‚Wir machen eine Weltreise’
10.1 Relevanz für die Schüler
10.2 Sachanalyse
10.3 Groblernziel der Stunde
10.4 Feinlernziele
10.5 Nachbetrachtung
11. Unterrichtsstunde Nr. 3 ‚Dschungelreise’
11.1. Relevanz für die Schüler
11.2 Sachanalyse
11.3 Groblernziel der Stunde
11.4 Feinlernziele
11.5 Nachbetrachtung
12. Schluss
Die vorliegende pädagogische Arbeit zielt darauf ab, motorische Defizite und Bewegungskoordinationsstörungen bei Kindern im ersten Schuljahr frühzeitig zu erkennen und durch ein speziell konzipiertes Sportprogramm gezielt zu fördern.
3.4 Begriffsdefinition: Bewegungsschwächen bei Kindern
Jede Bewegungsausführung lässt sich grundlegend in normal oder auffällig unterscheiden. Bewegungsauffälligkeiten zeigen sich im Mangel, in der Schwäche oder in einem Schaden. Bewegungsmängel sind im obligatorischen Sportunterricht durch geeignete Maßnahmen auszugleichen. Unter Bewegungsschwächen werden funktionelle Beeinträchtigungen gezählt, die nicht mehr durch gezielte Hilfestellung im obligatorischen Sportunterricht nach kurzer Zeit ausgeglichen werden können. Hier muss eine gezielte und langfristige Bewegungsförderung durch ein zusätzliches Sportprogramm (Sportförderunterricht) ausgearbeitet werden.
Oft sind mehrere Verhaltensweisen zu beobachten: Wahrnehmungsschwächen, geringes Bewegungsrepertoire, geringe Bewegungserfahrungen, koordinative und konditionelle Schwächen, ängstliches Verhalten, Überaktivität und Probleme im Umgang miteinander.
Bewegungsschäden sind deutliche strukturelle Bewegungsbeeinträchtigungen, die eine medizinisch- therapeutische Betreuung benötigen. Im weiteren Verlauf möchte ich mich zu dem Begriff Bewegungsschwäche näher äußern, da das vorliegende Sportprogramm vorwiegend auf Kinder, die diese Schwächen aufzeigen, abgestimmt ist. Als motorische Leistungsschwächen können unter anderem Koordinationsschwächen, Gleichgewichtsschwächen, schwacher Muskeltonus, schwache Sprungkraft, geringe Reaktionsschnelligkeit und geringe Ausdauer bezeichnet werden. Diese Schwächen entstehen hauptsächlich durch mangelnde Bewegung. Weitere Defizite, die durch zu wenig Bewegung entstehen, sind unter anderem Haltungsschwächen, ein leistungsschwaches Herz- Kreislauf-Atmungssystem und Übergewicht.
Bewegung: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung von Beweglichkeit für die soziale Entwicklung und Persönlichkeitsreifung und definiert den Begriff Bewegungsschwäche bei Kindern.
Die Motorik: Hier werden Grundlagen der Motorik, motorisches Lernen und die verschiedenen motorischen Fähigkeiten erörtert, die die Basis für sportliche Betätigung bilden.
Koordination: Dieses umfangreiche Kapitel widmet sich der Definition, Entwicklung und Klassifizierung koordinativer Fähigkeiten und beleuchtet deren Trainierbarkeit.
Bedingungsfeld: Hier erfolgt eine Analyse der schulischen Rahmenbedingungen und eine Vorstellung der Fördergruppe, die für das Sportprogramm relevant sind.
Das Sportprogramm: Dieses Kapitel beschreibt Planung, methodisch-didaktische Vorüberlegungen, Testverfahren zur Diagnose und die konkrete didaktische Ausrichtung des Sportprogramms.
Schriftliche Darstellungen: Erläutert den Aufbau und die Struktur der in der Arbeit vorgestellten exemplarischen Unterrichtsstunden.
Unterrichtsstunde Nr.1 ‚Rollbrettführerschein’: Dokumentation der ersten Unterrichtsstunde mit Relevanzanalyse, Sachanalyse und Lernzielen sowie einer anschließenden Nachbetrachtung.
Unterrichtsstunde Nr. 2 ‚Wir machen eine Weltreise’: Darstellung der zweiten Unterrichtsstunde inklusive pädagogischer Einordnung und Reflexion.
Unterrichtsstunde Nr. 3 ‚Dschungelreise’: Detailbeschreibung der dritten Unterrichtsstunde mit Fokus auf Koordinationsschulung und Auswertung.
Sportförderunterricht, Koordination, Motorik, Grundschule, Bewegungsschwäche, Bewegungsförderung, Psychomotorik, Koordinationsschwäche, Sportprogramm, Gleichgewichtsfähigkeit, Wahrnehmung, Bewegungsdefizite, pädagogische Arbeit, Fördergruppe, Bewegungsentwicklung.
Das primäre Ziel ist die frühe Erkennung und Förderung von Auffälligkeiten in der Bewegungskoordination bei Grundschulkindern, um durch gezielte Sportförderung motorische Defizite auszugleichen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen der Motorik und Koordination sowie deren praktische Anwendung in einem Sport-Förderprogramm für Grundschulkinder.
Die Arbeit untersucht, wie motorische Defizite bei Kindern im ersten Schuljahr identifiziert werden können und welche spielerischen Sportprogramme effektiv dazu beitragen, die Koordination und das Selbstwertgefühl dieser Kinder zu verbessern.
Die Autorin nutzt ein selbst entwickeltes Testverfahren zur Beobachtung motorischer Leistungen sowie eine begleitete Fallstudie mit einer Gruppe von zehn Kindern, deren Fortschritte dokumentiert und reflektiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Abschnitte zu Bewegung, Motorik und Koordination sowie einen unterrichtspraktischen Teil, der konkrete Sportstunden (Rollbrett, Schwungtuch, Dschungelreise) plant und reflektiert.
Zentrale Begriffe sind die koordinativen Fähigkeiten, Bewegungssicherheit, psychomotorische Förderung und die Bewältigung von motorischen Leistungsschwächen im Grundschulalter.
Das Testverfahren dient als Diagnoseinstrument, um den Ist-Zustand der koordinativen Fähigkeiten zu ermitteln, und wird nach der Förderphase wiederholt, um den Lernfortschritt der Kinder messbar zu machen.
Die Autorin betont, dass Motivation ein wesentlicher Faktor für den Erfolg des Programms ist; deshalb werden spielerische Ansätze gewählt, die Spaß und Freude an der Bewegung vermitteln und somit die Lernbereitschaft steigern.
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