Diplomarbeit, 2006
56 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung in die Problemstellung
1.1 Ausgangslage
1.2 Ziele und Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Fundierung und Begriffsabgrenzung
2.1 Begriffsabgrenzung
2.2 Wirkungskette der Kundenbindung
3 Wirkung der Kundenbindung
3.1 Umsatzwirkung
3.2 Kostenwirkung
3.3 Gewinnwirkung
3.4 Existenzsicherung und Risikoreduzierung
3.5 Negative Wirkung
4 Einflussgrößen der Kundenbindung
4.1 Bindungsursachen
4.2 Kundenzufriedenheit
4.2.1 Zustandekommen des Zufriedenheitsurteils
4.2.2 Zusammenhang zwischen Kundenzufriedenheit und Kundenbindung
4.3 Vertrauen, Commitment und Involvement
4.4 Ökonomische Einflussfaktoren
4.5 Variety Seeking
4.6 Attraktivität von Konkurrenzleistungen
4.7 Weitere Einflussgrößen
5 Aktive Gestaltung der Kundenbindung
5.1 Allgemeine Handlungsempfehlungen für Kundenbindung
5.2 Instrumente des Marketing-Mix zur Kundenbindung
5.2.1 Produktpolitik
5.2.2 Preispolitik
5.2.3 Distributionspolitik
5.2.4 Kommunikationspolitik
6 Kundenzeitschriften als Kundenbindungsinstrument
6.1 Begriff und Entwicklung
6.2 Wirkung als Kundenbindungsinstrument
6.2.1 Studien zum Nachweis der Wirkung von Kundenzeitschriften
6.2.2 Erklärungsansatz für die Bindungswirkung
6.3 Anforderungen an Kundenzeitschriften
6.3.1 Zielgruppe genau eingrenzen und definieren
6.3.2 Mehrwert bieten
6.3.3 Glaubwürdigkeit schaffen
6.3.4 Image generieren
6.3.5 Dialog einrichten und Interaktion fördern
6.3.6 Regelmäßige Erscheinungsweise
7 Fazit
Die Arbeit untersucht, welchen Beitrag Kundenzeitschriften zur Kundenbindung leisten können, wie dieser Zusammenhang theoretisch zu erklären ist und welche Anforderungen ein solches Instrument erfüllen muss, um effektiv zum Unternehmenserfolg beizutragen.
3.1 Umsatzwirkung
Kundenbindung kann einen erheblichen Beitrag zur Umsatzsteigerung leisten. Dies kann mit der damit verbundenen höheren Kauffrequenz sowie dem höheren Umsatzvolumen eines Stammkunden begründet werden. Zur Verdeutlichung dieser Aussage wird oftmals die Gesamtsumme aller Erlöse herangezogen, die ein Unternehmen über die Dauer der Geschäftsbeziehung mit einem Kunden realisiert, der sog. Lebenszeitumsatz. Und dieser kann bei einer langlebigen Bindung enorm sein. So kann beispielsweise ein Supermarkt mit einem einzigen Stammkunden im Laufe von viereinhalb Jahren einen Umsatz von ca. 180.000 Euro erwirtschaften. Der Lebenszeitumsatz entsteht aber nicht nur aufgrund des wiederholten Bezugs immer der gleichen Leistung. Im Zuge des bereits erwähnten Cross-Buyings greift der Kunde auch zu anderen Leistungsangeboten des Anbieters, wodurch sich ebenfalls eine Umsatzsteigerung einstellen kann.
Ein weiterer positiver Zusammenhang zwischen Kundenbindung und Umsatzsteigerung kann aus der Annahme abgeleitet werden, dass Kundenbindung sogar zu einer Vergrößerung der Gesamtkundenanzahl führen kann. Dieser sog. Kundenvolumeneffekt ist auf die Überlegung zurück zu führen, dass ein Unternehmen in der Regel auf der einen Seite stetig neue Kunden hinzugewinnt, aber auf der anderen Seite auch wieder Kunden verliert. Gelingt es nun diesen Verlust durch eine verbesserte Kundenbindung zu verringern und gleichzeitig eine bestimmte Anzahl Neukunden zu akquirieren, wird schließlich die Gesamtkundenanzahl steigen. Damit kann gewöhnlich ebenso eine Umsatzsteigerung erzielt werden.
1 Einführung in die Problemstellung: Das Kapitel erläutert den Wandel vom Verkäufer- zum Käufermarkt und die daraus resultierende Notwendigkeit, Marketingstrategien stärker auf Kundenbindung anstatt nur auf Neukundengewinnung auszurichten.
2 Theoretische Fundierung und Begriffsabgrenzung: Es wird definiert, dass Kundenbindung sowohl als Unternehmensaktivität als auch als Einstellungsmerkmal des Kunden betrachtet werden kann, wobei zwischen Gebundenheit und Verbundenheit unterschieden wird.
3 Wirkung der Kundenbindung: Das Kapitel analysiert, wie Kundenbindung durch Umsatz-, Kosten- und Gewinnvorteile den Unternehmenserfolg steigern kann, beleuchtet aber auch potenzielle negative Auswirkungen.
4 Einflussgrößen der Kundenbindung: Hier werden die Ursachen von Kundenbindung, insbesondere psychologische Faktoren wie Zufriedenheit, Vertrauen und Commitment sowie ökonomische Einflussgrößen, eingehend untersucht.
5 Aktive Gestaltung der Kundenbindung: Das Kapitel gibt Handlungsempfehlungen für die praktische Umsetzung von Kundenbindung unter Nutzung der Instrumente des Marketing-Mix.
6 Kundenzeitschriften als Kundenbindungsinstrument: Hier wird der Fokus auf Kundenzeitschriften als zentrales Kommunikationsinstrument gelegt, deren Entwicklung, Wirkungsweise und spezifische Anforderungen an die Gestaltung diskutiert werden.
7 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Kundenzeitschriften einen nachweislichen Beitrag zur Kundenbindung leisten können, sofern sie strategisch eingebettet und zielgruppengerecht gestaltet sind.
Kundenbindung, Kundenzeitschriften, Unternehmenserfolg, Kundenzufriedenheit, Vertrauen, Commitment, Marketing-Mix, Corporate Publishing, Kundenvolumeneffekt, Lebenszeitumsatz, Cross-Buying, Kundenstamm, Kundenkommunikation, Bindungsursachen, Wechselbarrieren.
Die Diplomarbeit untersucht die Bedeutung der Kundenbindung für den Unternehmenserfolg und analysiert speziell den Einsatz von Kundenzeitschriften als Instrument zur nachhaltigen Stärkung der Kundenbeziehung.
Die Arbeit behandelt die ökonomischen Wirkungen von Kundenbindung, die psychologischen und faktischen Bindungsursachen sowie die strategische Ausgestaltung der Kundenbindung mittels Marketing-Mix-Instrumenten.
Ziel ist es zu klären, ob und wie Kundenzeitschriften einen messbaren Beitrag zur Kundenbindung leisten können und welche konzeptionellen Anforderungen dabei erfüllt werden müssen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftlicher Fachpublikationen und der Auswertung existierender Studien zur Wirksamkeit von Kundenzeitschriften basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die ökonomische Wirkung von Kundenbindung, die Analyse relevanter Einflussgrößen wie Kundenzufriedenheit und Vertrauen sowie die praktische Umsetzung durch Marketinginstrumente.
Zentrale Begriffe sind Kundenbindung, Kundenzeitschriften, Kundenzufriedenheit, Commitment, Lebenszeitumsatz und Corporate Publishing.
Die Arbeit unterscheidet zwischen der faktischen Bindung (Gebundenheit, oft erzwungen durch Wechselkosten) und der psychologischen Bindung (Verbundenheit, beruhend auf einer freiwilligen positiven Einstellung).
Sie ermöglichen einen kontinuierlichen, glaubwürdigen Dialog, bieten dem Leser einen Mehrwert und dienen durch die Bereitstellung spezifischer Informationen als Imageträger, der die psychologische Verbundenheit stärkt.
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