Diplomarbeit, 2006
81 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Gegenstand der Arbeit
1.2 Die Rolle des Arbeitnehmers im Wandel
1.3 Die Gründe der Mitarbeiterbindung aus Unternehmenssicht
2 Modelle im Bereich Mitarbeiterbindung
2.1 Das Konzept des Personalmarketings
2.1.1 Ziele des Personalmarketings
2.1.2 Das Mitarbeiter – Marketing – Modell
2.1.2.1 Die Strategiebestimmung
2.1.2.2 Die Marktanalyse
2.1.2.3 Die Angebotsgestaltung
2.1.2.4 Die Kommunikation
2.1.2.5 Der Verkauf
2.1.2.6 Die Distribution
2.1.2.7 Der After – Sales – Service
2.2 Modell nach Dr. Matthias T. Meifert
2.2.1 Affektives organisationales Commitment
2.2.2 Unspezifisches kalkulatives organisationales Commitment
2.2.3 Variety Seeking
2.3 Zwischenfazit
3 Personalbindung bei der Deutschen Lufthansa AG
4 Befragung ehemaliger Teilnehmer des Programms explorers
4.1 Ergebnisse der Befragung
4.2 Fazit der Befragung
5 Das Programm explorers im Lichte des Mitarbeiter – Marketing – Ansatzes
5.1 Die Strategiebestimmung
5.2 Die Marktanalyse
5.3 Die Angebotsgestaltung
5.4 Die Kommunikation
5.5 Der Verkauf
5.6 Die Distribution
5.7 Der After – Sales – Service
6 Abschließendes Fazit
Die Arbeit untersucht, wie das interne Personalmarketing durch gezielte Maßnahmen, wie sie am Beispiel des Programms explorers der Deutschen Lufthansa AG verdeutlicht werden, zur Bindung von Fachkräften beitragen kann, um dem prognostizierten Fachkräftemangel und Fluktuationstendenzen entgegenzuwirken.
1.1 Gegenstand der Arbeit
Aufgrund der derzeitigen Lage am Arbeitsmarkt mit einem Überangebot an Arbeitskräften mag es auf den ersten Blick unnötig erscheinen, Geld in Personalmarketingmaßnahmen zu investieren. Die Kündigungsraten dürften aufgrund der aus Sicht der Mitarbeiter geringen Wahrscheinlichkeit, eine adäquate Anschlussposition zu finden, sehr niedrig ausfallen. Allerdings besteht gerade in dieser Situation die Gefahr einer „aufgestauten Fluktuation“, das heißt das Aufschieben der Kündigung seitens des Mitarbeiters bis zu einer Besserung der Arbeitsmarktlage. Unternehmen, die keine gezielten Investitionen in das interne Personalmarketing und damit in die Bindung der Mitarbeiter an ihr Unternehmen getätigt haben, können dann massive Kündigungen gerade von qualifizierten Arbeitskräften drohen.
In der vorliegenden Arbeit werden im einleitenden Teil die Rolle des Arbeitnehmers im Wandel und die Gründe dargestellt, die aus Sicht des Unternehmens für gezielte Maßnahmen zur Personalbindung sprechen.
Im weiteren Verlauf der Arbeit werden Modelle zur Mitarbeiterbindung vorgestellt. Dabei wird sowohl auf ein Konzept, das die Instrumente des Marketing Mix auf die Personalarbeit überträgt, als auch auf ein Modell, das die Bindung von betrieblichem Weiterbildungspersonal zum Ziel hat, eingegangen.
Nach dem anschließenden Kapitel über die Personalbindungsmaßnahmen der Deutschen Lufthansa AG mit einer vertiefenden Einführung in den Aufbau und die Inhalte des Programms explorers werden die Ergebnisse einer im Rahmen dieser Arbeit durchgeführten Befragung ehemaliger Teilnehmer vorgestellt.
In einem abschließenden Fazit werden schließlich Handlungsempfehlungen für das Programm explorers erarbeitet, die sich aus den Erkenntnissen der Befragung und den vorgestellten Modellen bzw. Konzepten ableiten.
1 Einleitung: Stellt den Gegenstand der Arbeit dar und erläutert die Bedeutung der Mitarbeiterbindung trotz eines Überangebots an Arbeitskräften am Arbeitsmarkt.
2 Modelle im Bereich Mitarbeiterbindung: Führt das Konzept des Personalmarketings sowie ein spezifisches Modell zur Mitarbeiterbindung ein und analysiert die theoretischen Determinanten.
3 Personalbindung bei der Deutschen Lufthansa AG: Untersucht die konkreten Maßnahmen der Lufthansa zur Mitarbeiterbindung unterteilt in materielle Anreize, Arbeitsumfeld und spezifische Programme.
4 Befragung ehemaliger Teilnehmer des Programms explorers: Stellt die Ergebnisse und das Fazit einer empirischen Befragung unter Team Coaches der fünften explorers-Generation dar.
5 Das Programm explorers im Lichte des Mitarbeiter – Marketing – Ansatzes: Überträgt das Mitarbeiter-Marketing-Modell auf das Programm explorers und leitet daraus konkrete Verbesserungsvorschläge ab.
6 Abschließendes Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Karriereperspektiven und den After-Sales-Service innerhalb der Personalentwicklung stärker zu berücksichtigen.
Personalmarketing, Mitarbeiterbindung, Lufthansa AG, explorers, Retention Management, Arbeitnehmer, Fluktuation, Personalentwicklung, Mitarbeiterbindungsprogramm, Unternehmenserfolg, Fachkräftemangel, Variety Seeking, Commitment, Arbeitszufriedenheit, Personalmanagement.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und praktische Umsetzung von Maßnahmen des internen Personalmarketings zur Bindung von Fachkräften am Beispiel des Programms explorers der Deutschen Lufthansa AG.
Die zentralen Felder umfassen theoretische Modelle des Personalmarketings, die Analyse von Retention-Strategien in Großunternehmen und die detaillierte Evaluierung eines spezifischen Nachwuchsförderprogramms.
Das Ziel ist es, den Beitrag von Personalbindungsprogrammen zur Mitarbeiterloyalität zu bewerten und durch die Anwendung von Marketingmodellen Handlungsempfehlungen für eine effektivere Gestaltung solcher Programme abzuleiten.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse zu Personalmarketing-Modellen mit einer empirischen Befragung (quantitativ/qualitativ) unter ehemaligen Programmteilnehmern (Team Coaches).
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung (Marketing-Modelle, Meifert-Modell), die Darstellung der IST-Situation bei der Lufthansa und die kritische Analyse des explorers-Programms anhand von Befragungsergebnissen.
Wichtige Begriffe sind Personalmarketing, Mitarbeiterbindung, Retention-Management, Kompetenzentwicklung und der spezifische explorers-Ansatz bei der Lufthansa.
Es ist ein Konzept, das sieben Schritte des klassischen Produktmarketings (z.B. Strategie, Marktanalyse, Distribution) systematisch auf das unternehmensinterne Personalmanagement überträgt.
Variety Seeking beschreibt die Neigung eines Mitarbeiters zur Abwechslung. Im Modell von Meifert wird dies als kritischer Faktor identifiziert, der bei hoher Ausprägung das Risiko für einen Stellenwechsel erhöht, weshalb Bindungsprogramme dem durch vielfältige Aufgaben entgegenwirken müssen.
Die Befragung ergab, dass zwar soziale Kompetenzen und Netzwerke durch das Programm gefördert wurden, der Beitrag zur konkreten internen Karriereplanung jedoch bisher als ausbaufähig wahrgenommen wird.
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