Diplomarbeit, 2006
91 Seiten, Note: 1,7
A. Einleitung
I. Problemstellung
II. Zielsetzung und Vorgehensweise
B. Grundlagen und Entwicklung der Goodwill-Bilanzierung
I. Merkmale und ökonomische Komponenten eines Goodwill
II. Die Rechnungslegung des Goodwill im historischen Überblick
III. Die Einheitstheorie als Leitkonzept der neuen Goodwill-Bilanzierung
C. Die Zugangsbilanzierung des Goodwill
I. Regelungsinhalt und Anwendbarkeit von IFRS 3 (2004)
1. Anwendungsbereich und Zielsetzung
2. Vorliegen eines Unternehmenszusammenschlusses
II. Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode
1. Bestimmung von Erwerber und Erwerbszeitpunkt
2. Ermittlung der Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs
3. Goodwill-Ermittlung durch Kaufpreisallokation
III. Spezielle Ansatzfragen der Goodwill-Bilanzierung
1. Sukzessiver Erwerb von Unternehmensanteilen
2. Der Goodwill im Rahmen der Quotenkonsolidierung und Equity Bilanzierung
IV. Anhangangaben
D. Die Folgebilanzierung des Goodwill
I. Der Impairment Test für den Goodwill
1. Grundkonzeption der Folgebewertung
2. Strukturierung zahlungsmittelgenerierender Einheiten und Goodwill-Allokation
3. Feststellung und bilanzielle Behandlung des Wertberichtigungsbedarfs
II. Berücksichtigung des Goodwill bei der Endkonsolidierung
III. Anhangangaben
IV. Kritische Würdigung der Folgebewertung
E. Bestandsaufnahme und kritische Analyse der Goodwill-Bilanzierung ausgewählter Unternehmen
I. Vorbemerkung und Zielsetzung
II. Ergebnisse der Datenerhebung
1. Bedeutung des Goodwill und risikoanalytische Untersuchung
2. Erfolgsanalytische Untersuchung
F. Darstellung und Diskussion geplanter Änderungen der Goodwill-Bilanzierung durch ED-IFRS 3
I. Hintergrund, Anwendungsbereich und Begriffsabgrenzungen
II. Das Konzept der Full-Goodwill-Methode
1. Einführung der Akquisitionsmethode und Goodwill-Definition
2. Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts des erworbenen Unternehmens
3. Auswirkungen auf die Kaufpreisallokation
4. Aufteilung des Goodwill auf die Gesellschafterstämme und Behandlung eines negativen Unterschiedsbetrags
5. Sukzessiver Erwerb von Unternehmensanteilen
III. Kritische Würdigung und aktueller Stand des Standardentwurfs
1. Ausgewählte Problemfelder
2. Entscheidungen und Diskussionsstand
G. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Bilanzierung eines derivativen Goodwill im Konzernabschluss umfassend zu erläutern und die geltenden sowie geplanten Regelungen kritisch vor dem Hintergrund der Entscheidungsrelevanz und Zuverlässigkeit der Rechnungslegung nach IFRS zu würdigen.
I. Merkmale und ökonomische Komponenten eines Goodwill
Der Goodwill ist kein Vermögenswert wie jeder andere und nimmt als Residualgröße eine Sonderstellung in der Bilanzierungspraxis ein. Verschiedene Rechnungslegungsstandards enthalten Sonderregelungen hinsichtlich der Goodwill-Bilanzierung und weisen somit in gleicher Weise darauf hin, dass es sich um eine atypische Bilanzposition handelt.
Kennzeichnend für den Goodwill ist, dass er weder eine einzeln erfassbare, noch eine bewertbare Bilanzposition darstellt. Gleichzeitig fehlt es an der Erfüllung des Kriteriums der isolierten Verwertbarkeit. Trotzdem stellt er im Sinne der IFRS und auch der US-GAAP einen Vermögenswert dar, da die internationalen Rechnungslegungskonzeptionen, im Gegensatz zum HGB, die Einzelverwertbarkeit nicht als Vermögensgegenstands-Kriterium voraussetzen. Grundsätzlich ist zwischen einem nicht aktivierbaren originären und einem derivativen Goodwill zu unterscheiden. IFRS 3.52 (2004) und IAS 36.81 definieren den erworbenen Goodwill als Zahlung, die der Erwerber eines Unternehmens in der Erwartung künftigen wirtschaftlichen Nutzens aus Vermögenswerten, die nicht einzeln identifiziert oder getrennt angesetzt werden können, geleistet hat. Auch aus dem Wortlaut von IFRS 3.53 (2004) ist zu entnehmen, dass es sich bei einem Goodwill definitionsgemäß um eine Residualgröße handelt, dessen Höhe durch Erfüllung oder Nichterfüllung der Ansatzkriterien von identifizierbaren Vermögenswerten, Schulden und Eventualschulden beeinflusst wird.
Aus ökonomischer Sicht handelt es sich bei einem Goodwill um den Mehrwert eines Unternehmens über den Wert seiner Substanz hinaus. Durch die Zerlegung in seine ökonomischen Bestandteile lässt sich der Goodwill inhaltlich abgrenzen und damit greifbarer machen. Nach dem derzeit gültigen IFRS 3 (2004) ergibt sich die folgende mögliche Zusammensetzung:
A. Einleitung: Einführung in die Problematik der Goodwill-Bilanzierung unter IFRS und Darlegung des Forschungsziels sowie der Vorgehensweise.
B. Grundlagen und Entwicklung der Goodwill-Bilanzierung: Erläuterung der Merkmale und ökonomischen Komponenten eines Goodwill sowie ein historischer Abriss der Goodwill-Rechnungslegung und die Abgrenzung der Einheitstheorie.
C. Die Zugangsbilanzierung des Goodwill: Detaillierte Darstellung der Regelungen zur Kapitalkonsolidierung und Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 (2004).
D. Die Folgebilanzierung des Goodwill: Erläuterung des Impairment-Tests nach IAS 36, der Strukturierung zahlungsmittelgenerierender Einheiten und der Behandlung von Wertminderungen.
E. Bestandsaufnahme und kritische Analyse der Goodwill-Bilanzierung ausgewählter Unternehmen: Empirische Untersuchung der Bedeutung und bilanzpolitischen Relevanz des Goodwill bei DAX-Konzernen.
F. Darstellung und Diskussion geplanter Änderungen der Goodwill-Bilanzierung durch ED-IFRS 3: Analyse der Full-Goodwill-Methode und der damit verbundenen kritischen Implikationen für die Konzernbilanzierung.
G. Zusammenfassung: Abschließende Synthese der wichtigsten Erkenntnisse und Bewertung der zukünftigen Entwicklungstendenzen.
Goodwill, IFRS 3, IAS 36, Impairment Test, Kaufpreisallokation, Full-Goodwill-Methode, Einheitstheorie, Konzernergebnis, Unternehmenszusammenschluss, Bilanzierung, Erwerbsmethode, Zahlungsmittelgenerierende Einheit, Fair-Value, Bilanzpolitik, Rechnungslegung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bilanzierung von derivativen Firmenwerten (Goodwill) im Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS).
Die zentralen Themen sind die Zugangsbilanzierung nach IFRS 3, die Folgebewertung mittels Impairment-Tests nach IAS 36 sowie eine kritische Analyse der geplanten Änderungen durch den Standardentwurf ED-IFRS 3.
Das Ziel ist die umfassende Erläuterung der aktuellen und geplanten Vorschriften zur Goodwill-Bilanzierung sowie deren kritische Würdigung vor dem Hintergrund der Entscheidungsrelevanz und Zuverlässigkeit der Rechnungslegung.
Die Arbeit kombiniert eine dogmatische Analyse der Rechnungslegungsstandards mit einer empirischen Auswertung der Bilanzierungspraxis von 22 DAX-Unternehmen.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Goodwill, die technische Umsetzung der Erst- und Folgebilanzierung, eine Analyse der Praxis von DAX-Konzernen sowie die Auswirkungen geplanter Reformen (ED-IFRS 3).
Wichtige Schlüsselwörter sind Goodwill, Impairment Test, Kaufpreisallokation, IFRS, Einheitstheorie und Fair-Value-Bilanzierung.
Die Arbeit weist darauf hin, dass durch das Verbot planmäßiger Abschreibungen und die Abhängigkeit von Impairment-Tests die Volatilität der Jahresüberschüsse in der Zukunft tendenziell steigen kann, falls außerplanmäßige Wertminderungen eintreten.
Die Abgrenzung der ZGE ist kritisch, weil sie den Spielraum des Managements bei der Goodwill-Allokation definiert und somit maßgeblich bestimmt, wie wahrscheinlich und in welcher Höhe ein Wertberichtigungsbedarf in zukünftigen Perioden ausgewiesen wird.
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