Diplomarbeit, 2006
79 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Leben bis zuletzt bedeutet würdevolles Sterben
1.1 Menschenwürde und Lebensqualität
1.1.1 Bedürfnisse Sterbender
1.1.2 Gefühle Sterbender
1.1.3 Vollmacht und Verfügungen für den letzten Lebensabschnitt
1.2 Sterbebegleitung oder Sterbehilfe?
2. Sterben
2.1 Der Sterbeprozess
2.1.1 Sterbephasen nach Kübler – Ross
2.1.2 Weitere Modelle
2.1.3 Kritische Betrachtung der Modelle
2.2 Geschichtliche Entwicklung der Umstände des Sterbens
2.2.1 Sterben im 20. Jahrhundert
2.2.2 Sterben in der heutigen Gesellschaft
3. Schwerkranke und Sterbende im häuslichen Umfeld und in Institutionen
3.1 Pflege und Sterben zu Hause
3.1.1 Umgang mit Krankheit und Sterben im häuslichen Umfeld
3.1.2 Die häusliche Pflege durch Angehörige und andere Pflegepersonen
3.1.3 Unterstützungsangebote durch Sozialstationen, ambulante Pflegedienste, Hospizdienste und Palliativangebote
3.2 Die Institutionen Krankenhaus und Pflegeheim
3.3 Stationäre Hospize und Palliativstationen
3.4 Finanzierung der ambulanten und stationären Leistungen
3.5 Zur Bedarfsdeckung für Betroffene in Deutschland
3.6 Abschließende Bemerkungen
4. Zusammenfassung der sozialarbeiterischen Tätigkeit in der Versorgung von Schwerkranken und Sterbenden
5. Resümee
Die Diplomarbeit untersucht die heutige Versorgung von Schwerkranken und Sterbenden im Kontext der Hospizarbeit und hinterfragt, inwieweit diese ein würdevolles Sterben ermöglicht. Dabei wird analysiert, welche spezifischen Aufgaben und Tätigkeitsbereiche Sozialarbeiter in der Begleitung Betroffener und ihrer Angehörigen übernehmen können.
1.1 Menschenwürde und Lebensqualität
Im deutschen Grundgesetz Artikel 1 heißt es: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Das bedeutet, die Individualität eines Menschen ist zu achten und seine Einzigartigkeit und Integrität sind zu wahren. Doch was bedeutet das für Sterbende? Es ergibt sich ein Spannungsfeld. Einerseits soll die Autonomie des Menschen gewahrt werden und auf der anderen Seite steht die Fürsorge um diese Person. Die Autonomie bezeichnet den Menschen als Individuum und beachtet den Willen und die Handlungsfähigkeit der Person. Jede Äußerung muss ernst genommen werden, z. B. auch der Wunsch nach Sterbehilfe. Die Fürsorge ist eine soziale Haltung und bedeutet dagegen, dass Pflegende und Betreuende Entscheidungen zum Wohl der Person treffen, wenn dieser sich nicht mehr selbst äußern kann.
Meiner Meinung nach kann die Menschenwürde eines Sterbenden nur gewahrt werden, wenn seine Individualität geachtet wird. Das bedeutet so lange ein Mensch noch für sich selbst entscheiden kann, muss sein Wille befolgt werden. Die Bedürftigkeit und die Bedürfnisse sollten beachten und geachtet werden.
In den Institutionen ist es allerdings nicht einfach, die Menschenwürde und Lebensqualität auf die Praxis des Sterbens zu beziehen. Auch wenn sich die Gesellschaft darüber im Klaren ist, dass die Würde auch im Sterben gewahrt werden muss, so ist es umso schwieriger dies zu ermöglichen. Die Zeit, der Raum für zwischenmenschliche Beziehungen und das Wissen über den Umgang mit Schwerkranken und Sterbenden ist in den Institutionen meist nicht vorhanden.
1. Leben bis zuletzt bedeutet würdevolles Sterben: Dieses Kapitel erörtert die Bedeutung von Menschenwürde und Lebensqualität am Lebensende sowie die Notwendigkeit von Vorsorgedokumenten wie Patientenverfügungen.
2. Sterben: Hier werden wissenschaftliche Sterbephasenmodelle, insbesondere das von Kübler-Ross, dargestellt und kritisch hinterfragt, ergänzt um die historische Entwicklung des Sterbens.
3. Schwerkranke und Sterbende im häuslichen Umfeld und in Institutionen: Das Kapitel analysiert die Herausforderungen der häuslichen Pflege, die institutionelle Versorgung, Finanzierungsfragen und den Versorgungsbedarf in Deutschland.
4. Zusammenfassung der sozialarbeiterischen Tätigkeit in der Versorgung von Schwerkranken und Sterbenden: Dieses Kapitel bündelt die methodischen Grundlagen der Sozialarbeit, wie Empowerment und Case-Management, für die professionelle Sterbebegleitung.
5. Resümee: Die Autorin fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Begleitung, die über rein medizinische Aspekte hinausgeht.
Hospizarbeit, Sterbebegleitung, Menschenwürde, Lebensqualität, Patientenverfügung, Sterbephasen, Palliativpflege, Sozialarbeit, häusliche Pflege, Sterbehilfe, Schmerztherapie, Angehörigenbetreuung, institutionelle Versorgung, Sterbeprozess, Gesundheitswesen.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen in Deutschland unter dem Aspekt der Hospizarbeit und der Rolle der Sozialen Arbeit.
Die Arbeit behandelt die Menschenwürde, den Sterbeprozess, die Möglichkeiten der Versorgung zu Hause und in Institutionen sowie die sozialarbeiterischen Handlungsfelder.
Das Ziel ist es, die heutige Versorgungssituation zu bewerten und zu hinterfragen, ob diese einem würdevollen Sterben gerecht wird, sowie die spezifischen Aufgaben für Sozialarbeiter zu identifizieren.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema, basierend auf Literaturanalyse sowie der Auswertung von Konzepten der Sterbeforschung und sozialarbeiterischer Arbeitsformen.
Der Hauptteil analysiert Bedürfnismodelle Sterbender, historische Entwicklungen des Sterbens, die ambulante und stationäre Pflegepraxis sowie die Finanzierung und Bedarfsdeckung in Deutschland.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Hospizarbeit, Sterbebegleitung, Patientenverfügung, Palliativpflege und die soziale Unterstützung in der letzten Lebensphase.
Die Autorin definiert Sterbebegleitung als ganzheitliche Versorgung, während sie aktive Sterbehilfe als gezielte Tötung kritisch sieht und sich für den Ausbau der Palliativ- und Hospizarbeit einsetzt.
Sozialarbeit bildet eine notwendige Ergänzung zur medizinisch-pflegerischen Versorgung, insbesondere durch Gesprächsführung, Beratung und die Förderung von zwischenmenschlichen Beziehungen.
Da der Wunsch der Mehrheit der Bevölkerung darin besteht, im eigenen Zuhause zu sterben, bildet die häusliche Pflege einen Schwerpunkt der Untersuchung.
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