Diplomarbeit, 2006
76 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Grundlagen von Collateralized Debt Obligations (CDOs)
2.1 Eigenschaften von CDOs
2.1.1 Grundprinzip einer Verbriefung
2.1.2 CDOs: Spezielle Asset Backed Securities
2.2 Arten von CDO-Transaktionen
2.2.1 Balance Sheet vs. Arbitrage
2.2.2 Cash vs. Synthetisch
2.3 Strukturvarianten
2.3.1 Pass Through
2.3.2 Pay Through
2.4 Motivation für CDOs
2.4.1 Arbitrage
2.4.2 Regulierung
2.4.3 Refinanzierung
2.4.4 Risikomanagement
3 Poolen und Tranchieren bei asymmetrischer Informationsverteilung
3.1 Informationsökonomische Aspekte von Kreditverbriefungen
3.2 Poolen als optimaler Vertragsbestandteil – DeMarzo (2005)
3.2.1 Modellaufbau
3.2.2 Lösung für einen Originator mit privaten Informationen
3.2.3 Lösung für einen Originator ohne private Informationen
3.2.4 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
3.3 Poolen und Tranchieren als optimale Vertragsbestandteile
3.3.1 Bei Emission – Boot und Thakor (1993)
3.3.1.1 Modellaufbau
3.3.1.2 Lösung des Modells
3.3.1.3 Zusammenfassung und Ergebnisinterpretation
3.3.2 Im Sekundärmarkt – Gorton und Pennacchi (1990)
3.3.2.1 Modellaufbau
3.3.2.2 Lösung des Modells
3.3.2.3 Zusammenfassung und Ergebnisinterpretation
3.4 Poolen und Tranchieren: Empirische Erkenntnisse
4 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit das Poolen von Vermögenswerten und deren Tranchierung in einer Collateralized Debt Obligation (CDO) ökonomisch sinnvoll sind, insbesondere unter Bedingungen asymmetrischer Informationsverteilung auf den Finanzmärkten. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, diese Finanzinnovation theoretisch zu begründen und empirisch einzuordnen.
3.2 Poolen als optimaler Vertragsbestandteil – DeMarzo (2005)
Der gedankliche Ausgangspunkt des Modells von DeMarzo (2005) ist die Situation eines Finanzintermediärs, der überlegene Fähigkeiten bei der Beurteilung von Vermögenswerten besitzt. Er kann einen (zusätzlichen) Gewinn damit erzielen, unterbewertete Assets zu identifizieren, zu kaufen und bis zur Fälligkeit zu halten. Um sein vorhandenes Kapital möglichst effektiv zu nutzen, möchte er die erworbenen Vermögenswerte gerne zu ihrem fairen Preis weiterverkaufen und das freigesetzte Kapital erneut investieren.
Gegeben ist ein risikoneutraler Originator, der eine bestimmte Anzahl von Vermögenswerten ( n ) besitzt. Er kann sich entscheiden, die Vermögenswerte entweder einzeln oder als Pool zu verkaufen. Der Cash Flow eines Assets (Yi ) sei mit Yi = X i + Zi definiert als die private Information des Originators über den Vermögenswert ( Xi ) plus dem verbleibenden Residualrisiko aus dem Asset ( Zi ), dem der Originator gegenübersteht. Der kumulative Cash Flow des Asset Pools entspricht der Summe aller einzelnen Cash Flows: Y^n = \sum_{i=1}^{n} Y_i. Analog dazu ist X^n die Summe aller privaten Informationen des Originators und Z^n die Summe aller Residualrisiken.
Der Erwartungswert (des Cash Flows) eines Assets gegeben die private Information des Originators ist definiert als E [ Yi | Xi ] = Xi . Das impliziert, dass der Erwartungswert von Zi gegeben Xi gleich null ist: E [ Zi | Xi ] = 0. Es wird also angenommen, dass Xi alle dem Originator bekannten Informationen bezüglich der erwarteten Realisation des Cash Flows eines Assets enthält.
1 Einleitung: Darstellung der Entwicklung von Kreditverbriefungen und Formulierung des Ziels, die theoretische Grundlage für Poolen und Tranchieren als optimales Vertragsdesign zu schaffen.
2 Grundlagen von Collateralized Debt Obligations (CDOs): Erläuterung der technischen Merkmale von CDOs, ihrer verschiedenen Transaktionsarten, Strukturvarianten sowie der zentralen Beweggründe für Emittenten.
3 Poolen und Tranchieren bei asymmetrischer Informationsverteilung: Theoretische Untersuchung der Kreditverbriefung unter Marktunvollkommenheiten, ergänzt durch spezifische Modelle von DeMarzo, Boot/Thakor sowie Gorton/Pennacchi und einen Abgleich mit empirischen Erkenntnissen.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der theoretischen Ergebnisse und der Bedeutung der Verbindung von Poolen und Tranchieren für die Marktakzeptanz von Kreditverbriefungen.
Collateralized Debt Obligations, Verbriefung, Asset Backed Securities, Tranchieren, Informationsasymmetrie, Adverse Selektion, Financial Engineering, Kreditrisikotransfer, Kapitalmarkt, Finanzintermediär, Poolen, Basel II, Regulatorische Arbitrage, Signalling, Diversifikation.
Die Arbeit untersucht die ökonomische Sinnhaftigkeit von Collateralized Debt Obligations (CDOs), insbesondere die Frage, warum Unternehmen Kredite bündeln (Poolen) und in unterschiedliche Risikoklassen aufteilen (Tranchieren).
Im Zentrum stehen die Strukturierung von Finanzprodukten, die Auswirkungen asymmetrischer Informationen auf den Kapitalmarkt sowie die Beweggründe von Banken zur Kreditverbriefung wie Eigenkapitalentlastung und Risikomanagement.
Ziel ist es, theoretisch zu erklären, wie und warum Poolen und Tranchieren als optimales Design für Kreditverbriefungen begründet werden können, wenn man von einem vollkommenen Kapitalmarkt abweicht.
Die Arbeit nutzt informationsökonomische Modelle (insbesondere von DeMarzo, Boot/Thakor und Gorton/Pennacchi), um die Anreizstrukturen bei Verbriefungstransaktionen zu analysieren, sowie empirische Auswertungen zur Untermauerung der Theorie.
Der Hauptteil analysiert die Grundlagen von CDOs, die ökonomischen Probleme durch Informationsasymmetrien (wie adverse Selektion) und präsentiert Modelle, die erklären, wie durch Verbriefung ein positiver Wertbeitrag für Originatoren und Investoren erzielt werden kann.
Die zentralen Begriffe sind Verbriefung, CDO, Informationsasymmetrie, Tranchieren, adverse Selektion und regulatorische Eigenkapital-Arbitrage.
Die regulatorische Eigenkapital-Arbitrage ist ein wesentlicher Motivationsfaktor für Banken, um durch die Übertragung von Kreditrisiken auf Dritte ihre regulatorische Eigenkapitalunterlegung zu reduzieren.
Wie das Modell von Boot und Thakor zeigt, kann die Schaffung einer informationssensitiven Tranche Anreize für Investoren setzen, Informationen zu produzieren, was wiederum den Verkaufserlös des emittierenden Unternehmens steigern kann.
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